Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
S. Holdenrieder und P. Stieber

Synaptophysin

Synaptophysin
Englischer Begriff
Synaptophysin
Definition
Synaptophysin ist ein in synaptischen Vesikeln neuroendokriner Zellen vorkommendes Membranprotein.
Struktur
Das saure N-glykosylierte 38 kDa schwere Synaptophysinprotein bindet Calciumionen und eignet sich für die histopathologische Diagnostik von Tumorerkrankungen.
Molmasse
38 kDa.
Indikation
Histopathologische Diagnose von kleinzelligen Bronchialkarzinomen und anderen neuroendokrinen Karzinomen (z. B. APUDome, medulläre Schilddrüsenkarzinome).
Interpretation
Synaptophysin kommt in synaptischen Vesikeln neuroendokriner Zellen vor. Es eignet sich als immunhistologischer Marker für die Charakterisierung neuroendokrinen Gewebes und wird neben neuronenspezifischer Enolase (Neuronenspezifische Enolase im Blut) und Pro-Gastrin Releasing Peptide in der Diagnostik von verschiedenen neuroendokrinen Tumoren und dem kleinzelligen Bronchialkarzinom eingesetzt. Die Bestimmung von Synaptophysin im Serum oder Plasma wird zur Tumordiagnostik nicht durchgeführt.
Literatur
Fallert-Müller A (2000) Lexikon der Biochemie. Spektrum-Verlag, Heidelberg