Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
K. J. Lackner und D. Peetz

Ultrazentrifuge

Ultrazentrifuge
Englischer Begriff
ultracentrifuge
Definition
Unter Ultrazentrifugen werden generell Zentrifugen (s. Zentrifuge) verstanden, die extrem hohe Umdrehungszahlen und damit g-Zahlen erreichen. Es werden Beschleunigungen von >105 × g erreicht.
Beschreibung
Ultrazentrifugen sind geeignet, Moleküle, Mikropartikel, Organellen u. a. aufgrund ihrer Dichte in Lösung zu trennen. Wegen der hohen Winkelbeschleunigungen genügen schon geringe Unterschiede in der Dichte für eine effiziente Trennung. Ultrazentrifugen werden in der Labordiagnostik hauptsächlich zur Trennung von Lipoproteinen durch sequenzielle Zentrifugation oder Dichtegradientenzentrifugation verwendet. Die Rotoren bestehen in der Regel aus Aluminium oder Titan. Verschiedene Rotorgeometrien (Festwinkel-, Vertikal- oder Ausschwingrotoren) erlauben unterschiedliche Trennaufgaben. Die Entwicklung der Ultrazentrifuge geht auf Svedberg, Theodor zurück.
Literatur
Svedberg T, Pedersen KO (1940) Die Ultrazentrifuge. Theorie, Konstruktion und Ergebnisse. In: Ostwald W (Hrsg) Handbuch der Kolloidalwissenschaft, Bd VII. Steinkopff, Dresden