Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
A. C. Sewell

Valin

Valin
Synonym(e)
Englischer Begriff
valine
Definition
Valin (lat. validus: kräftig, gesund) ist eine essenzielle, verzweigtkettige, proteinogene α-Aminosäure, die in geringen Mengen in allen wichtigen Proteinen vorkommt. Valin wurde erst im Jahr 1901 von Hermann Emil Fischer (1852–1919) aus Kasein isoliert.
Struktur
Molmasse
117,15 g.
Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination
Val kann nicht synthetisiert und muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Val wird durch Transaminierung und Dekarboxylierung zu Propionyl-CoA abgebaut.
Funktion – Pathophysiologie
Val dient als Brennstoff und wird vor allem in Muskel, Fett, Nieren und Gehirn oxidiert. Die Ahornsirupkrankheit stellt einen Defekt in der Oxidation von Val (sowie Leucin und Isoleucin) dar.
Untersuchungsmaterial – Entnahmebedingungen
Analytik
Referenzbereich – Erwachsene
Indikation
Literatur
Duran M (2008) Amino acids. In: Blau N, Duran M, Gibson KM (Hrsg) Laboratory guide to the methods in biochemical genetics. Springer, Berlin, S 53–90CrossRef