Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
C. Vidal und W. -R. Külpmann

Vigabatrin

Vigabatrin
Englischer Begriff
vigabatrin
Definition
Antiepileptikum.
Struktur
Strukturformel:
Molmasse
129,16 g.
Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination
Vigabatrin wird im Gastrointestinaltrakt rasch und vollständig resorbiert und zum größten Teil unverändert im Urin ausgeschieden.
Halbwertszeit
5–8 Stunden.
Pathophysiologie
Vigabatrin wird zur Behandlung infantiler Spasmen sowie in Kombination mit anderen Antiepileptika zur Behandlung von Patienten mit fokalen Anfällen eingesetzt, wenn andere Arzneimittelkombinationen nicht ausreichend wirksam waren. Als Nebenwirkungen werden u. a. Benommenheit, Kopfschmerz, Psychosen und Verwirrtheit angegeben. Lebensbedrohliche toxische Effekte bei Überdosierung wurden bisher nicht beschrieben.
Untersuchungsmaterial – Entnahmebedingungen
Serum (S), Plasma (P).
Analytik
Indikation
Therapeutisches Drug Monitoring, Verdacht auf Intoxikation.
Interpretation
Therapeutischer Bereich (S, P): 2–10 mg/L; toxisch: ab 20 mg/L (Hiemke et al. 2012); komatös-letal: unbekannt.
Literatur
Hiemke C et al (2012) AGNP-Konsensus-Leitlinien für therapeutisches Drug-Monitoring in der Psychiatrie: Update 2011. Psychopharmakotherapie 19:91–122
Sabril®. Stand der Information 02/2014. In: FachInfo-Service. Rote Liste Service GmbH, Berlin