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01.07.2009 | Leitthema | Ausgabe 7/2009

Der Ophthalmologe 7/2009

Emotionale Tränen

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 7/2009
Autor:
PD Dr. E.M. Messmer

Zusammenfassung

Emotionale Tränen, ein ausschließlich menschliches Kommunikationsmittel, sind höchst komplex und wenig erforscht. Für die Produktion werden wahrscheinlich die gleichen Nerven,- Rezeptor,- und Transmitterstrukturen benutzt wie für basale und reflektorische Tränen. Jedoch müssen zunächst Stimuli in einem kognitiven/sozialen Kontext empfangen und von „Induktionszentren“ im Telencephalon detektiert werden, um an Effektorzentren weitergeleitet zu werden. Erhöhte Proteinkonzentrationen, Prolaktinwerte, Mangan-, Kalium- sowie Serotoninwerte zeichnen emotionale Tränen aus. Unterschiedliche Theorien versuchen den Sinn und Nutzen emotionaler Tränen zu erklären. Mannigfaltige Einflüsse wie ethnische Zugehörigkeit, sozialer Status, Beruf, Hormonsituation und Geschlecht sowie die individuelle Reizschwelle entscheiden, ob ein Mensch in die Gruppe der „Weiner“ oder der „Nichtweiner“ gehört. Manipulative Tränen sind eine starke Waffen, um Menschen aus dem Gleichgewicht zu bringen. Der Begriff „Krokodilstränen“ wird sowohl für manipulative Tränen als auch für Tränen im Rahmen einer aberranten gustolakrimalen Tränenproduktion benutzt. Krankhaftes Weinen tritt im Rahmen von Depressionen auf und als prolongierte Weinkrämpfe ohne Anlass und Emotion im Rahmen einer ZNS-Erkrankung. Fehlendes emotionales Weinen wird bei kongenitalen, meist syndromalen Fehlbildungen beobachtet.

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