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01.02.2015 | Schwerpunkt | Ausgabe 1/2015

Der Schmerz 1/2015

Empfehlungen der aktualisierten Leitlinie LONTS

Langzeitanwendung von Opioiden bei chronischen nicht-tumorbedingten Schmerzen

Zeitschrift:
Der Schmerz > Ausgabe 1/2015
Autoren:
PD Dr. W. Häuser, F. Bock, P. Engeser, G. Hege-Scheuing, M. Hüppe, G. Lindena, C. Maier, H. Norda, L. Radbruch, R. Sabatowski, M. Schäfer, M. Schiltenwolf, M. Schuler, H. Sorgatz, T. Tölle, A. Willweber-Strumpf, F. Petzke
Wichtige Hinweise
Zusatzmaterial online: Zu diesem Beitrag sind unter 10.​1007/​s00482-014-1463-x für autorisierte Leser zusätzliche Dateien abrufbar.
Die Autoren danken den Mitgliedern der Konsensusgruppe für ihre Beiträge zu den Empfehlungen der Leitlinie. Die Empfehlungen der Leitlinienautoren geben auch die Empfehlungen der Konsensusgruppe wieder.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die planmäßige Aktualisierung der S3-Leitlinie zur Langzeitanwendung von Opioiden bei chronischen nicht-tumorbedingten Schmerzen (LONTS), AWMF-Registernummer 145-003, wurde ab November 2013 vorgenommen.

Methodik

Die Leitlinie wurde unter Koordination der Deutschen Schmerzgesellschaft von 26 wissenschaftlichen Fachgesellschaften und zwei Patientenselbsthilfeorganisationen entwickelt. Die Literaturrecherche erfolgte über die Datenbanken CENTRAL, Medline und Scopus (bis Oktober 2013). Die Graduierung der Evidenzstärke erfolgte nach dem Schema des Oxford Center of Evidence-Based Medicine. Die Formulierung und Graduierung der Empfehlungen erfolgte in einem mehrstufigen, formalisierten Konsensusverfahren nach dem Regelwerk der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlich Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Die Leitlinie wurde von der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft, der Österreichischen Schmerzgesellschaft und der Schweizer Gesellschaft zum Studium des Schmerzes begutachtet.

Ergebnisse

Opioidhaltige Analgetika sind eine medikamentöse Therapieoption in der kurz- (4–12 Wochen), mittel- (13–25 Wochen) und langfristigen Therapie (≥ 26 Wochen) von chronischen Arthrose- und Rückenschmerzen sowie chronischen Schmerzen bei diabetischer Polyneuropathie und Postzosterneuralgie. Kontraindikationen sind primäre Kopfschmerzen sowie funktionelle und psychische Störungen mit dem (Leit-)Symptom Schmerz. Bei allen anderen Krankheitsbildern ist eine kurz- und langfristige Therapie mit opioidhaltigen Analgetika als individueller Therapieversuch zu bewerten. Eine Langzeittherapie mit opioidhaltigen Analgetika ist mit relevanten Risiken (sexuelle Störungen, erhöhte Mortalität) verbunden.

Schlussfolgerung

Ein verantwortungsvoller Einsatz von opioidhaltigen Analgetika verlangt die Berücksichtigung möglicher Indikationen und Kontraindikationen sowie eine regelmäßige Erfassung von Wirksamkeit und Nebenwirkungen. Eine unkritische Ausweitung als auch pauschale Ablehnung einer Therapie mit opioidhaltigen Analgetika von Patienten mit chronischen nicht-tumorbedingten Schmerzen ist nicht gerechtfertigt.

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