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04.08.2016 | Leitthema | Ausgabe 9/2016

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 9/2016

Empfehlungen zur Erhebung und Aufbereitung von Daten zu Teilhabe und Behinderung aus der Perspektive der Weltgesundheitsorganisation

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 9/2016
Autoren:
Dr. Michaela Coenen, Dr. Carla Sabariego, Prof. Alarcos Cieza
Wichtige Hinweise
Die Ansichten, die in diesem Artikel dargestellt werden, sind die des Autors und spiegeln nicht zwangsläufig die Sichtweise und Politik der Weltgesundheitsorganisation wieder.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) fordert die Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung und die Beseitigung von Barrieren, die eine gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen. Politikgestaltung in diesem Bereich setzt zuverlässige und detaillierte Daten zu allen Aspekten von Behinderung voraus. Bisher existiert kein standardisiertes Instrument zur Erfassung von Behinderung und Teilhabe in der Allgemeinbevölkerung. Im November 2011 startete die WHO gemeinsam mit der Weltbank die Entwicklung des Model Disability Survey (MDS). Der MDS soll Behinderung – als das Ergebnis der Interaktion zwischen einer Person mit einem Gesundheitsproblem und Kontextfaktoren – erfassen.

Ziel der Arbeit

Vorstellung der Entwicklung und Implementierung des MDS sowie Darstellung der Richtlinien zur Analyse der mit dem Survey erhobenen Daten.

Methoden

Die Entwicklung des MDS erfolgte in 3 Phasen: (1) Analyse der Ausgangssituation und Entwurf einer Alpha-Version, (2) Testung und Pilotierung und (3) Implementierung.

Ergebnisse

Der MDS ist konsequent als Survey der Allgemeinbevölkerung konzipiert und verwendet keine Screening-Fragen. Er ist modular aufgebaut und verfügt über zwei Teile (Haushalts-Fragebogen und Individual-Fragebogen mit 8 Modulen). Dieses Format ermöglicht die Verwendung als Stand Alone Survey als auch die Integration in andere nationale Surveys. Der MDS wurde bisher in verschiedenen Ländern kognitiv getestet, in Pilotstudien geprüft und in nationalen Surveys implementiert.

Fazit

Der MDS ist der erste Survey, mit dem Behinderung und Teilhabe weltweit standardisiert in der Allgemeinbevölkerung erfasst werden kann, um die Implementierung der UN-Behindertenrechtskonvention zu monitoren.

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