Regenerative Verfahren in der Endodontie
- 11.11.2024
- Endodontische Aufbereitung
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Der Pulpa-Dentin-Komplex der Zähne übernimmt nicht nur während der Zahn- und Wurzelentwicklung eine wichtige formative Rolle, sondern erfüllt auch danach wichtige defensive, nutritive und sensible Funktionen. Wird ein Zahn während der Wachstumsphase durch Traumata, Karies oder Präparation geschädigt, kann es zur Pulpanekrose und infolgedessen zum Stillstand des Wurzelwachstums kommen. Durch den Einsatz bioaktiver Werkstoffe können Zähne mit nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum mittels apikaler Barrieretechniken endodontisch versorgt werden. Alternativ dazu gibt es innovative Ansätze wie die „Revitalisierung“, um den Pulpa-Dentin-Komplex wiederherzustellen und so im Optimalfall ein Fortschreiten des Wurzelwachstums zu initiieren. Dabei wird eine Einblutung durch Manipulation der periapikalen Gewebe induziert, wodurch ein Blutkoagel entsteht, das als Leitschiene für die Neubildung von Gewebe dient.
Der Fokus des vorliegenden Beitrags liegt auf Grundprinzipien für regenerative Verfahren in der Endodontie. Nachdem Sie diese Lerneinheit absolviert haben, . . .
- können Sie Anatomie und Funktion des Pulpa-Dentin-Komplexes beschreiben.
- sind Sie in der Lage, den Begriff der bioaktiven Werkstoffe sicher zu verwenden, und kennen verschiedene Materialien sowie deren Einsatzgebiete.
- ist es Ihnen möglich, unterschiedliche Therapiemöglichkeiten bei Zähnen mit nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum zu nennen.
- können Sie Indikationen für regenerative endodontische Verfahren stellen.
- haben Sie Einblick in die Grundprinzipien des Tissue Engineering der Zahnpulpa und aktuelle Forschungsansätze bekommen.
Dieser Fortbildungsbeitrag wurde nach den Leitsätzen der Bundeszahnärztekammer, der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung zur zahnärztlichen Fortbildung vom 01.01.2006 erstellt.