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24.09.2020 | Endometriose | Leitthema | Ausgabe 10/2020

Der Gynäkologe 10/2020

Pathogenese der Endometriose: Bedeutung für Schmerzentstehung und Subfertilität

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 10/2020
Autor:
Prof. Dr. Sylvia Mechsner
Wichtige Hinweise

Redaktion

L. Kiesel, Münster
W. Janni, Ulm

Zusammenfassung

Endometriose ist ein häufiges Krankheitsbild mit großer Auswirkung auf das gesamte Leben einer Frau. Derzeitig besteht keine Aussicht auf Heilung, es gibt lediglich symptomatische Therapieansätze; umso wichtiger ist es, die Pathogenese und die Auswirkung dieser Erkrankung auf den Organismus besser zu verstehen. Kernproblem der Endometrioseentstehung scheinen gestörte Kontraktionsabläufe in der Gebärmutter zu sein, die zu einer Mikrotraumatisierung der Junktionalzone (Archimetrose) mit Aktivierung von Stammzellen führen, die transloziert werden und dann die Grundlage für ektope Läsionen bilden (Epithel‑, Stroma- und Muskelzellen), entweder in der Gebärmuttermuskelwand (Adenomyose) oder im kleinen Becken (Endometriose) bilden. Andere Faktoren, wie genetische und epigenetische Veränderungen, Immunreaktion und Mesothelveränderungen, können das Geschehen weiter beeinflussen. Die typischen Beschwerden dieser Erkrankung wie schwere Dysmenorrhö, zyklische und azyklische Unterbauchschmerzen (UBS), zyklische Dysurie und Dyschezie, Dyspareunie, sowie Infertilität sind hinlänglich bekannt und trotzdem wird die Erkrankung im Mittel erst 10 Jahre nach Einsetzen der Beschwerden diagnostiziert. Die Schmerzentstehung ist komplex. Sowohl periphere also auch zentrale Sensitivierung von Schmerzmechanismen, aber auch hormonelle, psychische und muskuläre Veränderungen spielen im Schmerzgeschehen eine große Rolle. Bei ausgeprägter Endometriose scheinen vor allem auch die anatomischen Veränderungen zu mechanischen Funktionsstörungen der Genitalorgane zu führen, dennoch gibt es viele Hinweise, dass auch die Inflammation, die ovarielle Funktionseinheit (Eizellreifung und -qualität, sowie die Eizellreserve) und der adenomyotische Uterus multifaktoriell die Fertilität der betroffenen Patientinnen beeinflussen können.

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