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22.04.2021 | Endoprothetik | CME | Ausgabe 4/2021

Zeitschrift für Rheumatologie 4/2021

Infizierte Endoprothese des Rheumatikers

Zeitschrift:
Zeitschrift für Rheumatologie > Ausgabe 4/2021
Autoren:
Prof. Dr. Markus Weber, M. Meyer, J. Grifka
zum Fragebogen im Kurs
Wichtige Hinweise

Wissenschaftliche Leitung

J. Wollenhaupt, Hamburg (Leitung)
P. M. Aries, Hamburg
J. Leipe, Mannheim
O. Distler, Zürich
M. Fleck, Bad Abbach
J. Grifka, Bad Abbach

Zusammenfassung

Eine Infektion stellt eine schwerwiegende Komplikation nach künstlichem Gelenkersatz dar. Gerade bei Patienten mit entzündlich rheumatischen Erkrankungen ist das klinische Erscheinungsbild hoch variabel, was die Diagnosestellung oft erschwert. Neben klinischen und laborchemischen Befunden ist die Gelenkpunktion ein wesentlicher diagnostischer Bestandteil, der eine Keimidentifizierung ermöglicht. Die Behandlung eines periprothetischen Infektes beim Rheumatiker sollte interdisziplinär zwischen Operateur, Rheumatologen und Infektiologen erfolgen. Die 2 wesentlichen Säulen der Therapie bestehen aus chirurgischer Intervention und antibiotischer Therapie. Während bei akuten Gelenkinfektionen ein Erhaltungsversuch des Kunstgelenkes unternommen werden kann, ist bei chronischem Infektionsgeschehen als kurative Behandlung nur ein Prothesenwechsel möglich. Um die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer Gelenkinfektion zu reduzieren, sollten vor der Operation modifizierbare Risikofaktoren identifiziert und gezielt behandelt werden.

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