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21.12.2016 | Endoprothetik | Originalien | Ausgabe 3/2017

Der Orthopäde 3/2017

Endoprothesenversagen im oberen Sprunggelenk

Histopathologische Diagnostik und Klassifikation

Zeitschrift:
Der Orthopäde > Ausgabe 3/2017
Autoren:
Dr. S. Müller, M. Walther, A. Röser, V. Krenn
Zusammenfassung
Einleitung
Endoprothesen des oberen Sprunggelenks (OSG) weisen mit 3,29 Revisionen/100 Komponentenjahre eine erhöhte Revisionsrate auf. Ziele dieser Arbeit sind die Anwendung und Modifikation der Konsensusklassifikation der „synovia-like interface membran“ (SLIM) beim Endoprothesenversagen im OSG, die ätiologische Abklärung von periprothetischen Pseudozysten und die Erfassung der proliferativen Aktivität (Ki67) in der Umgebung der Osteolysen.
Material und Methode
Gewebeproben von insgesamt 159 Patienten wurden nach den Kriterien der Konsensusklassifikation standardisiert untersucht. 117 Fälle entstammten dem OSG. Die Kontrollgruppe beinhaltete 42 Gewebeproben von Hüft- und Kniegelenk. Partikelidentifikation und -charakterisierung erfolgten mit dem Partikelalgorithmus. Von allen OSG-Pseudozysten sowie von 19 Kontrollfällen wurde die Ki67-Proliferationsfraktion bestimmt.
Ergebnisse
Die SLIM-Klassifikation ist auf das OSG-Endoprothesenversagen übertragbar. In 39 OSG-Endoprothetikfällen (33,3 %) lag eine periprothetische Pseudozyste mit den histopathologischen Merkmalen des entsprechenden SLIM-Subtyps vor. Die Ki67-Quantifizierung erbrachte mit einem Mittelwert von 14 % eine gesteigerte Proliferationsrate in OSG-Zysten ( p-Wert = 0,02037).
Schlussfolgerung
Bei periprothetischen Pseudozysten war ein überdurchschnittlich hoher Nachweis eines abriebinduzierten SLIM Typ I (51,3 %) mit einer erhöhten Ki67-Proliferationsfraktion ( p = 0,02037) als eine intraossäre Abriebsynovialitis nachweisbar, welche als Ursache für die pseudozystische Osteolysenbildung gewertet werden kann. Vorgeschlagen wird ein vereinfachtes diagnostisches Klassifikationssystem für die dysfunktionelle Endoprothetik des OSG zur Erfassung von periprothetischen Pseudozysten, Ossifikationen und Ki67-Proliferationsfraktion.

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