Zum Inhalt

Ösophaguskarzinome Herausforderung R1v bei Barrett-Resektion

Erschienen in:

Auszug

Hintergrund und Fragestellung: Vor allem der Wiesbadener Gruppe um Christian Ell ist es zu verdanken, dass die endoskopische Resektion der frühen Barrett-Neoplasie zur First-Line-Therapie erklärt wurde. Gemäß ihren Daten stellen horizontale R1-Resektionen durchaus kein Problem dar. Nach endoskopischer Mukosaresektion (EMR) kann nachreseziert, bei Resektionen mittels endoskopischer Submukosadissektion (ESD) können die Abstände seitlich deutlich großzügiger gewählt werden. Wie bei allen endoskopischen Resektionen sind die Risiken für Lymphknoteninfiltration die limitierenden Faktoren einer alleinigen endoskopischen Resektion. Dabei handelt es sich um die Infiltration tiefer als die oberflächliche Submukosa (> sm1), eine schlechte Tumordifferenzierung und auch vaskuläre Infiltration oder die Lymphgefäßinfiltration. Die aktuellen Leitlinien empfehlen die chirurgische Resektion von Barrett-Neoplasien mit bestätigtem tumorpositivem vertikalen Resektionsrand (R1v). Allerdings finden sich dann nicht selten im Operationspräparat keine Residualzellen mehr. Insofern ist die Entscheidung, den Patienten bei einer R1v-Situation einer Ösophagusresektion zuzuführen, eine sehr schwierige. Die Morbidität liegt bei 20-50 % und die Mortalität bei 0-5 %. …
Titel
Ösophaguskarzinome
Herausforderung R1v bei Barrett-Resektion
Verfasst von
Prof. Dr. med. Dieter Schilling
Publikationsdatum
21.03.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
InFo Hämatologie + Onkologie / Ausgabe 3/2025
Print ISSN: 2662-1754
Elektronische ISSN: 2662-1762
DOI
https://doi.org/10.1007/s15004-025-0883-3
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Neu im Fachgebiet Onkologie

Ist eine HPV-Impfdosis ähnlich effektiv wie zwei?

Mangels verfügbarem HPV-Impfstoffs sind derzeit nur 27% der Mädchen weltweit geimpft. Um die Durchimpfung zu beschleunigen, hat die WHO ihre Empfehlungen auf eine Dosis angepasst. Nun zeigt eine große Studie, ob eine einzelne Impfdosis tatsächlich so wirksam wie zwei ist.

Läuft PAXG beim Pankreaskrebs mFOLFIRINOX den Rang ab?

In der perioperativen Chemotherapie des pankreatischen duktalen Adenokarzinoms markiert das mFOLFIRINOX-Schema bis dato eine Art Standard der Behandlung. Ein italienisches Onkologie-Forschungsteam wartet nun mit einem alternativen Vorschlag auf.

Glioblastom: Auf diese PPI sollten Sie verzichten

Eine Metaanalyse aus fünf Studien zeigt: Die Einnahme von Protonenpumpenhemmern (PPI) bei neu diagnostiziertem Glioblastom ist mit einem schlechteren Überleben assoziiert – allerdings nicht bei allen PPI.

Perioperative Ernährungstherapie oft nicht leitliniengerecht

Beim Ernährungsmanagement vor und nach einer Krebs-Op. im Gastrointestinaltrakt klafft offenbar eine große Lücke zwischen Leitlinienempfehlungen und klinischer Praxis. Darauf deuten die Ergebnisse einer Umfrage in 263 deutschen Zentren hin.

Update Onkologie

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Ein Kind wird von ärztlichen Personal geimpft/© kerkezz / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Infusion/© Trsakaoe / stock.adobe.com, Mann hält Tablette und Wasserglas/© Syda Productions / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Person isst eine Krankenhaus-Mahlzeit/© gballgiggs / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)