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06.08.2018 | Leitthema | Ausgabe 9/2018

Der Radiologe 9/2018

Endovaskuläre Aneurysmaversorgung (EVAR)

Komplikationsmanagement

Zeitschrift:
Der Radiologe > Ausgabe 9/2018
Autoren:
S. Amin, J. Schnabel, O. Eldergash, MD Prof. Dr. A. Chavan

Zusammenfassung

Im Rahmen der endovaskulären Versorgung (EVAR) von Bauchaortenaneurysmen (BAA) kann eine Vielzahl von Komplikationen auftreten. Die prozeduralen Komplikationen sind Verletzungen der Zugangsgefäße, Fehlplatzierung der Endoprothese, ischämische bzw. systemische Komplikationen und das Post-Implantationssyndrom. Die Spätkomplikationen sind femorale Pseudoaneurysmen, Endograft-Migration, -Kinking oder -Okklusion, Endoleckagen und Endograft-Infektion. Durch Sorgfalt bei der Patientenselektion und ausreichende präprozedurale Patientenvorbereitung kann die Inzidenz der Komplikationen verringert werden. Die meisten Komplikationen können entweder im Rahmen des Eingriffs oder während der Nachbeobachtung endoluminal beherrscht werden. Hierbei kommt einer adäquaten Lagerhaltung von Kathetern, Führungsdrähten, Stents, Stentgrafts und Embolisationsmaterialien eine große Bedeutung zu. In wenigen Fällen benötigen Blutungskomplikationen bzw. Pseudoaneurysmen am Zugangsgefäß, Endograft-Okklusionen und die Endograft-Infektion eine offen-chirurgische Sanierung. Für optimale Ergebnisse ist eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit, insbesondere zwischen den Interventionalisten, den Gefäßchirurgen und den Anästhesisten, unabdingbar.

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