Zum Inhalt
Gefässchirurgie

Endovaskuläre Brachytherapie als neue Therapieoption zur Prophylaxe der Rezidivstenose nach peripherer Katheterintervention

  • 01.05.2003
  • Übersichtsarbeit
Erschienen in:

Zusammenfassung

Das therapeutische Konzept der Bestrahlung der Gefäßwand zur Prophylaxe der Rezidivstenose beruht auf den Erkenntnissen zur Pathogenese der Rezidivstenose. Im Gegensatz zu den bereits großen Erfahrungen in der Kardiologie wurden im peripheren Gefäßgebiet bisher nur wenige Studien zum Einsatz der endovaskulären Brachytherapie (BT) durchgeführt. Dabei kam zur Applikation der erforderlichen Strahlendosis in erster Linie das Afterloading-Verfahren unter Verwendung eines Gamma-Strahlers zum Einsatz. Die bisherigen klinischen Erfahrungen sind sehr viel versprechend.
In der randomisierten Vienna-2-Studie wurde erstmals eine signifikante Verminderung der Rate an Rezidivstenosen nach erfolgreich durchgeführter femoropoplitealer Angioplastie durch eine zusätzliche intravaskuläre BT nachgewiesen.
Aufgrund der bisher noch limitierten Erfahrungen im peripheren Gefäßgebiet ist deren routinemäßiger Einsatz noch nicht gerechtfertigt. Bei Patienten mit wiederholten Rezidiven oder nach langstreckiger femoropoplitealer Angioplastie ist die zusätzliche Durchführung einer intravaskulären BT zur Senkung der hohen Rezidivrate bereits jetzt sinnvoll.
Die Ergebnisse von derzeit laufenden multizentrischen randomisierten Studien nach femoropoplitealer Angioplastie sowie nach Stentimplantation werden demnächst konkrete Empfehlungen ermöglichen.
Titel
Endovaskuläre Brachytherapie als neue Therapieoption zur Prophylaxe der Rezidivstenose nach peripherer Katheterintervention
Verfasst von
Prof. Dr. E. Minar
B. Pokrajac
R. Wolfram
A. Budinsky
C. Kirisits
R. Pötter
Publikationsdatum
01.05.2003
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Gefässchirurgie / Ausgabe 2/2003
Print ISSN: 0948-7034
Elektronische ISSN: 1434-3932
DOI
https://doi.org/10.1007/s00772-002-0249-0
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Neu im Fachgebiet Chirurgie

Langzeitdaten zur unkomplizierten Appendizitis: OP oder Antibiotikum?

Antibiotisch behandeln oder operieren? Bei unkomplizierter Appendizitis im Erwachsenenalter sind nach neuen Daten aus der APPAC-Studie beide Optionen auch langfristig effektiv und sicher.

Ablation ähnlich gut wie Neurektomie

Eine Radiofrequenzablation nasaler Nerven wirkt gegen allergische Rhinitis ähnlich gut wie eine endoskopische Neurektomie. Nach drei bis sechs Monaten sind mit beiden Verfahren die Beschwerden größtenteils verschwunden.

PCI bei Koronarverschlüssen reduziert Angina pectoris

Ist eine kathetergestützte Wiedereröffnung chronisch verschlossener Koronararterien von symptomatischem Nutzen? Das ist jetzt erstmals in einer placebokontrollierten Studie untersucht worden – mit klarer Antwort. 

Kein Vorteil für Zytoreduktion bei Multiorgan-mCRC

Auf ein Tumordebulking zusätzlich zur Chemotherapie können Behandelnde bei Kolorektalkarzinomen und Befall multipler Organe verzichten. In einer Phase-3-Studie verlängerte die Zytoreduktion das Leben nicht signifikant, dafür traten häufiger ernste Nebenwirkungen auf.

Update Chirurgie

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Infusionstropf im Krankenhaus /© Amornrat Phuchom / Getty Images / iStock, Kardiologen beim Kathetereingriff /© BVMed.de, Team operiert/© HealthyShot / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)