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01.02.2013 | themenschwerpunkt | Ausgabe 1/2013

Spektrum der Augenheilkunde 1/2013

Entwicklung der Netzhautchirurgie an der Wiener Universitäts-Augenklinik von 1954–2004

Zeitschrift:
Spektrum der Augenheilkunde > Ausgabe 1/2013
Autor:
Univ.-Prof. Primaria Dr. Susanne Binder

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Entwicklung der Netzhaut- und Glaskörperchirurgie an der 1. Universitäts-Augenklinik zwischen 1954 und 2004 zu beschreiben.

Inhalt

Nach einer kurzen Zusammenfassung über die Innovationen auf dem Gebiet der Diagnose und Therapie von Netzhauterkrankungen der letzten 200 Jahre an beiden Universitäts-Augenkliniken in Wien wird speziell auf jene Neuerungen, die an der Universitäts-Augenkliniken nach Lindner und seit Pillat eingeführt wurden, eingegangen.
Hier sind besonders die Untersuchungen des Glaskörpers und die Erprobung von Glaskörperersatzsubstanzen von Karl Hruby hervorzuheben sowie die stereoskopische Spaltlampenfotographie und Untersuchung am liegenden Patienten von Hans Slezak. Erich Kutschera und Wolfgang Funder entwickelten an der 1. Universitäts-Augenklinik die Technik der Netzhautchirurgie von Hruby entscheidend weiter. Während Funder jedoch die sklerale Lamellierung in abgeänderter Form als skleroplastische Tasche verfeinerte, wandte sich Kutschera moderner Technologien zu, wie etwa den Ersatz der Diathermie durch Kryokoagulation, Verwendung von episklealen Cerclagen oder elastischen Silikonschaumplomben. Parallel dazu wurde die indirekte Ophtalmoskopie in die Netzhautdiagnostik eingeführt. Freyler, als Diabetes- und Ultraschallspezialist, trug wesentlich zur Einführung der Laserkoagulationen anstelle der Xenon-Photokoagulation bei Netzhauterkrankungen bei. In seiner Ära wurde auch die Glaskörperchirurgie an der Augenklinik installiert.
Die Netzhautgruppe, die unter seiner Leitung entstand, durfte ich über viel Jahre leiten, und gemeinsam mit Michaela Velikay und Ulrike Stolba beschäftigten wir uns mit der pneumatischen Retinopexie und Ballonplombe, experimentellen und klinischen Untersuchungen der proliferativen Retinopathie und dem Effekt verschiedener Glaskörper-Endotamponaden, vor allem Silikonöl und flüssige Perfluorocarbone. Zu dieser Zeit wurde auch die Makulachirurgie zur Entfernung epiretinaler Membranen und bei Patienten mit Makulaforamen eingeführt. 1993 wurden die beiden Augenkliniken übersiedelt und zusammengelegt, 1995 erhielt ich das Primariat der Augenabteilung Rudolfstiftung. Andreas Wedrich, der nach dem überraschenden Rücktritt Freylers die Klinik leitete, beschäftigte sich im retinalen Bereich im wesentlichen mit Diabetes, Trauma und Komplikationen bei Aids-Erkrankung. Wedrich erhielt 2005 seine Berufung nach Graz.

Schlussfolgerungen

Über viele Jahre war die 1. Universitäts-Augenklinik vor allem ein Zentrum für moderne Netzhautchirurgie, das viele Schüler hervorbrachte, die zu einem großen Teil ihre Erkenntnisse dann in anderen Instituten fortsetzten.

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