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Erschienen in: Prävention und Gesundheitsförderung 2/2024

Open Access 26.05.2023 | Originalarbeit

Entwicklung eines Fragebogens zur Messung der kommunalen Kapazitäten für partizipative Bewegungsprogramme: eine Think-aloud-Studie

verfasst von: Maike Till, Karim Abu-Omar, Anna Streber, Tobias Fleuren, Annika Herbert-Maul, Anne K. Reimers, Heiko Ziemainz

Erschienen in: Prävention und Gesundheitsförderung | Ausgabe 2/2024

Zusammenfassung

Hintergrund

Für die Gesundheitsförderung und Prävention hat die Lebenswelt Kommune eine zentrale Bedeutung. Hierbei spielt es eine wichtige Rolle, über welche Kapazitäten eine Kommune verfügt, um Menschen durch Gesundheitsförderung zu erreichen. Wenn es um die Skalierung von Projekten der Bewegungsförderung (BIG [Bewegung als Investition in Gesundheit] und GESTALT [Gehen, Spielen und Tanzen Als Lebenslange Tätigkeiten]) in Kommunen geht, ist es daher wichtig, ein Evaluationstool zu entwickeln, um solche Kapazitäten messbar zu machen.

Ziel der Arbeit

Im Rahmen dieser Arbeit wurde ein Kapazitätsfragebogen zur eigenständigen Evaluation durch kommunale Akteure entwickelt und im Rahmen einer Think-aloud-Studie überprüft und angepasst.

Methode

Basierend auf bestehenden Evidenzen wurde ein Kapazitätsfragebogen entwickelt, welcher anschließend in einer Think-aloud-Studie durch 6 Koordinator*innen bearbeitet wurde. Die erhobenen Daten wurden anschließend in einer qualitativen Inhaltsanalyse unter Einbezug der Response-process-Theorie analysiert und der Fragebogen angepasst.

Ergebnisse

Von den Teilnehmer*innen wurden insgesamt 81 sog. Errors in 4 Kategorien identifiziert: 1) Verständnis („comprehension“), 2) Abruf („retrieval“), 3) Bewertung („judgement“), 4) Antwort („response“). Diese wurden anschließend angepasst. Der finale Fragebogen zur Evaluation durch die kommunalen Akteure umfasst 63 Items in den sechs Themenbereichen „Beteiligung“, „verantwortliche lokale Führung“, „vorhandene Ressourcen“, „Vernetzung und Kooperation“, „Gesundheitsversorgung“ und „BIG-spezifische Fragen“.

Schlussfolgerung

Der Fragebogen liefert partizipativen Projekten zur Bewegungsförderung im kommunalen Setting eine Möglichkeit zur pragmatischen Messung von Kapazitäten.
Hinweise

Zusatzmaterial online

Zusätzliche Informationen sind in der Online-Version dieses Artikels (https://​doi.​org/​10.​1007/​s11553-023-01034-7) enthalten.

Einleitung

Gesundheitsförderung und Prävention gewinnen im kommunalen Setting stetig an Relevanz, da sich dort viele der bereits identifizierten Risikofaktoren (z. B. Verkehr und Lärm) befinden, welche die Gesundheit der Bevölkerung beeinflussen und welche es zu minimieren gilt. Zudem kann die Kommune jedoch auch Ressourcen wie Grünanlagen, Freizeitangebote, das soziale Umfeld oder die Gesundheitsversorgung [7] liefern, welche positive Auswirkungen auf die Gesundheit nehmen und gestärkt werden sollten.
Spätestens mit der Einführung des Präventionsleitfadens der deutschen Krankenkassen [5] treten die Prävention und Gesundheitsförderung in Lebenswelten nach § 20a SGB V und somit die Kommunen selbst in den Mittelpunkt. Die Kommunen werden damit zu zentralen Akteuren für Gesundheits- und Bewegungsförderung. Jedoch hängt der Erfolg von Interventionen der Bewegungsförderung von verschiedenen Faktoren ab. Kohler et al. [10] konnten 9 Schlüsselkomponenten für die erfolgreiche und dauerhafte Implementierung von Maßnahmen im kommunalen Setting identifizieren: darunter 1) eine politische Unterstützung, 2) die Einbindung von vorhandene Strukturen, 3) Kooperationen und intersektorale Zusammenarbeit, 4) Partizipation, 5) Kommunikation, 6) Kompetenzen und Qualifizierung, 7) die strategische Planung/methodische Vorgehensweise, 8) Infrastruktur/Ressourcen finanziell, personell sowie zeitlich und 9) die Bereitstellung von spezifischen Angeboten.
Diese Schlüsselfaktoren werden im wissenschaftlichen Kontext häufig mit Modellen des „capacity building“ (Kapazitätsentwicklung) umschrieben [20]. Dieses ist definiert als der „Aufbau von Wissen, Fähigkeiten, Engagement, Strukturen, Systemen und Führungsqualitäten, um effektive Gesundheitsförderung zu ermöglichen“ [20].
Obwohl bereits Erkenntnisse zum Kapazitätsaufbau im Zusammenhang mit Gesundheitsförderung berichtet wurden [12], ist die konkrete quantitative Erfassung eines kommunalen Kapazitätsaufbaus im deutschsprachigen Raum noch eine Herausforderung.
Während Fragebögen zur Kapazitätsentwicklung der Gesundheitsförderung im englischsprachigen Raum bereits vorhanden sind [8] und teilweise auch schon im deutschsprachigen Raum Anwendung finden [25], werden im Rahmen von partizipativen Projekten der Bewegungsförderung Kapazitäten häufig ausschließlich durch qualitative Interviews erfasst [14, 21].
Um langzeitliche Veränderungen der Kapazitäten für Bewegung im Setting Kommune messen und verfolgen zu können, bedarf es eines Evaluationstools für partizipative Projekte der Bewegungsförderung, welches durch kommunale Vertreter*innen selbstständig angewandt werden kann. Hierbei fällt der Blick häufig auf sog. „pragmatic measures“ (pragmatische Methoden) als für die Lebenswelt passende und einfache Möglichkeiten einer Erhebung [6]. Insbesondere bei der Skalierung oder dem Transfer von Projekten scheint es von besonderer Bedeutung den Anwender*innen zur Evaluation von langzeitlichen Veränderungen und Effekten in der Kommune einfach anwendbare und gleichzeitig wissenschaftlich fundierte Möglichkeiten der Evaluation an die Hand zu geben [6, 16]. Diese werden einerseits benötigt, um eine ökonomische Kosten-Nutzen-Bilanz, insbesondere innerhalb des kommunalen Settings, zu erstellen und bieten andererseits auch die Möglichkeit der Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Standorten. Dabei geht der Anspruch an einen Nachweis der Wirksamkeit inzwischen über die Effekte auf individueller Ebene (z. B. Verbesserung des Bewegungsverhaltens bei den Kursteilnehmenden) hinaus [15]. Ganzheitlich betrachtet sind die zugrunde liegenden Strukturen die Wegbereiter für eine effektive und dauerhaft verankerte Gesundheitsförderung bei schwer erreichbaren Personengruppen [4]. Insbesondere die Vernetzung kommunaler Akteur*innen, die Partizipation der Zielgruppen sowie die Organisation und das Management dieser Aktivitäten sind hier zu nennen [4]. Eine regelmäßige Evaluation und Reflexion der Aktivitäten in einer Kommune können dabei helfen, die Relevanz eines Projekts der Gesundheitsförderung zu unterstreichen und dienen den politischen und administrativen Entscheidungsträger*innen als Argumentationsgrundlage [1, 4].
Um langzeitliche Veränderungen der Kapazitäten für Bewegung im kommunalen Setting messen und überwachen zu können, ist es notwendig, ein Evaluationstool für partizipative Projekte der Bewegungsförderung zur Verfügung zu stellen, welches durch kommunale Vertreter*innen selbstständig angewandt werden kann. Dabei ist es wichtig, dass die für die Kommunen relevanten Themengebiete abgedeckt werden und die Daten möglichst leicht erhoben, ausgewertet und interpretiert werden können.
Ziel der durchgeführten Studie war die Entwicklung und Validierung eines Fragebogens zur Messung bewegungsförderlicher Kapazitäten von Kommunen im Rahmen der BIG- (Bewegung als Investition in Gesundheit) bzw. GESTALT-Projekte (Gehen, Spielen und Tanzen Als Lebenslange Tätigkeiten). Dieser Kapazitätsfragebogen soll den Kommunen langfristig als Selbstevaluationstool dienen.

Methode

Setting

Die Entwicklung des Fragebogens wurde im Rahmen der zwei Projekte BIG und GESTALT durchgeführt [23]. In beiden Projekten wird der Transfer von bereits getesteten Interventionen und Methoden über bis zu 3,5 Jahre in derzeit 13 Kommunen durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Auftrag und mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen nach § 20a SGB V gefördert. Ein detailliertes Studienprotokoll wurde bereits publiziert [23].
Der Fragebogen durchlief insgesamt fünf Entwicklungsstufen (Abb. 1), davon vier mit Expertinnen (n = 4; 2 Wissenschaftlerinnen mit langjähriger Erfahrung in der Projektdurchführung und 2 Expertinnen aus der Praxis, welche die Projekte bereits in verschiedenen Settings umgesetzt haben). Basierend auf den Erfahrungen und Rückmeldungen der Expertinnen wurde der Fragebogen erstellt und nach jeder Feedbackrunde angepasst.

Fragebogenentwicklung

Für die Messung der Kapazitätsentwicklung wurde im ersten Schritt ein Fragebogenprototyp entwickelt. Hierbei orientieren wir uns maßgeblich an dem bereits existierenden und validierten Fragebogen „Kapazitätsentwicklung im Quartier“ (KEQ) nach Trojan und Nickel [25] und Nickel et al. [19], welche sich auf die Vorarbeiten von Laverack und Labonte [12, 13] stützen. Der deutschsprachige Fragebogen umfasst die fünf Themenkomplexe „Beteiligung, lokale Führung, vorhandene Ressourcen, Vernetzung und Kooperation und Gesundheitsversorgung“, die im Original mit 51 geschlossenen Fragen (5-Punkte-Likert-Skala) operationalisiert wurden [20].
Die Themenkomplexe wurden für den Fragebogen übernommen. Zusätzlich wurden bei der Entwicklung die Qualitätskriterien nach Messing und Rütten [18] berücksichtigt. Diese umfassen insgesamt 18 Kriterien in den Bereichen erfolgreiche Konzipierung (7 Kriterien), Implementierung (7 Kriterien) und Evaluation (4 Kriterien) von partizipativen Projekten der Bewegungsförderung.
In einem ersten Schritt wurden die Fragen aus dem KEQ hinsichtlich ihrer Passfähigkeit zu den Projekten geprüft und anschließend den Kriterien von Messing und Rütten [18] zugeordnet. Um alle Qualitätskriterien durch die Items des Fragebogens abzudecken, wurden anschließend Fragen zur Beantwortung der noch nicht abgefragten Kriterien entwickelt.
Dies mündete in eine erste Version des Fragebogens, welche anschließend in drei Schritten durch Expert*innengespräche für die Validierung finalisiert wurde.

Validierung

Um den Fragebogen hinsichtlich der Plausibilität (Augenscheinvalidität) zu prüfen wurde eine „Think-aloud“-Studie durchgeführt. Mit der Testung der Plausibilität soll sichergestellt werden, dass die Anwender*innen des Fragebogens die intendierte Fragestellung valide beantworten können [22]. Die Validierung fand im Zeitraum von 15. März bis 21. Juni 2022 statt.
Mit der Methode des Lauten Denkens („think aloud“) werden Proband*innen aufgefordert eine gestellte Aufgabe umzusetzen und dabei alle Gedanken laut auszusprechen [3]. Diese Aussagen liefern Rückschlüsse auf die Gedankengänge der Proband*innen sowie die Verständlichkeit und Beantwortbarkeit der Fragen [11].
Die Think-aloud-Studie fand mit einem „convenience sample“ der beiden Projekte BIG und GESTALT, bestehend aus n = 6 Koordinator*innen (männlich n = 1; weiblich n = 5) statt. Hierbei wurde darauf geachtet, dass sich das Sample jeweils in gleichen Anteilen aus städtischen Kommunen sowie aus Landkreisen zusammensetzt. Da die geförderten Kommunen derzeit aus drei BIG- und 10 GESTALT-Kommunen bestehen, wurde eine Durchführung bei allen BIG-Projekten in Kombination mit einer gleichen Anzahl an GESTALT-Projekten umgesetzt.
Probanden der Studie bekamen die Anweisung, den Fragebogen in Anwesenheit einer Wissenschaftlerin auszufüllen und dabei alle Gedanken laut auszusprechen. Sofern Teilnehmende über 15 Sekunden schwiegen, wurden diese durch die anwesende Interviewerin darauf aufmerksam gemacht, dass alle Gedanken laut ausgesprochen werden sollen. Teilnehmende gaben ihr Einverständnis zur Tonaufnahme. Außerdem wurden die Antworten zusätzlich schriftlich durch die anwesende Wissenschaftlerin festgehalten und Feldnotizen gemacht.

Datenauswertung

Audiodateien wurden mit F4transkript (audiotranskription – dr. dresing & pehl GmbH, Marburg, Deutschland) transkribiert und unter Anwendung von MAXQDA (VERBI Software GmbH, Berlin, Deutschland) deduktiv mit der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring [17] analysiert. Hierfür wurde die Response-process-Theorie von Tourangeau et al. [24] als Analyserahmen gewählt. Die Response-process-Theorie unterscheidet sog. Errors in vier Kategorien: 1) Verständnis („comprehension“), 2) Abruf („retrieval“), 3) Bewertung („judgement“), 4) Antwort („response“). Diese wurden als Kategorien für die Kodierung der Daten verwendet. Zusätzlich wurde die Kategorie „Rechtschreibung und Grammatik“ verwendet, sofern Teilnehmende auf Fehler der Rechtschreibung und/oder Grammatik aufmerksam machten. Eine genaue Erläuterung der Kategorien mit Ankerbeispielen befindet sich in Tab. 1. Basierend auf den Kodierungen konnten die Ergebnisse der Think-aloud-Studie im Fragebogen final angepasst werden. Zudem konnte die Häufigkeit der Errors in den insgesamt 5 Kategorien festgestellt und Rückschlüsse auf die Beantwortbarkeit des Fragebogens gezogen werden.
Tab. 1
Kategorien der Analyse unter Anwendung der Response-process-Theorie von Tourangeau et al. [24]
Error
Original Titel
Erläuterung
Ankerbeispiel
Verständnis
„Comprehension“
Fragestellung wird von Teilnehmer*in nicht verstanden oder nicht so verstanden, wie es intendiert wurde
Ähm, Beteiligung, wen meint ihr damit? Ähm, Ähm, mich als Koordinatorin, oder die Kommune? Ähm, genau. Hab ich jetzt ein Fragezeichen im Kopf. [B1]
Abruf
„Retrieval“
Teilnehmer*in kann die Daten nicht abrufen
„Wie beantworte ich das jetzt. ähm. (..) ja, also, i‑ ich überleg grad wies, wies bei uns abläuft. Das ist eine Frage, wo ich jetzt tatsächlich jetzt ein bisschen überlegen muss.“ [B1]
Bewertung
„Judgement“
Teilnehmer*in kann die abgerufenen Daten nicht bewerten
„Die lokalen Partnerinnen nutzen vorhandene Netzwerke, um Probleme zu bewältigen und Ressourcen für das Projekt zu erschließen. (… 7) Ich kann mich grad nicht entscheiden. (… 5) Ja doch stimme weitestgehend zu“ [B3]
Antwort
„Response“
Teilnehmer*in kann keine Antwort geben
Rechtschreibung/Grammatik
Teilnehmer*in weist auf Fehler in Rechtschreibung oder Grammatik hin oder hat im ersten Moment Probleme im Verständnis revidiert diese jedoch sofort
„Es gibt ein Netzwerk von Multiplikatorinnen, die Projekt (… 2) äh da fehlt was die das Projekt oder die die Projekte bei der Zielgruppe bewerben.“ [B2]

Ergebnisse

Entwicklung

Der zugrunde liegende KEQ-Fragebogen musste auf die spezielle Thematik der „partizipativen Bewegungsförderung“ von BIG bzw. GESTALT angepasst werden. Die Dimensionen des Fragebogens wurden übernommen und wie folgt definiert: a) Beteiligung bezieht sich neben der spezifischen Beteiligung der Zielgruppe auch auf die Beteiligung von Stakeholdern und Entscheidungsträger*innen vor Ort; b) lokale Führung bezieht sich auf Kompetenzen der Koordination das Projekt vor Ort im Sinne des BIG- bzw. GESTALT-Ansatzes umzusetzen; c) vorhandene Ressourcen beziehen sich neben materiellen Ressourcen auch auf Wissen und vorhandene Informationen bzw. personale Ressourcen; d) Vernetzung und Kooperation beinhaltet Fragen zur örtlichen und überörtlichen Vernetzung und deren Qualität, e) Gesundheitsversorgung, welche sich im originalen Fragebogen auf die medizinische Versorgung vor Ort bezieht, konnte so nicht übernommen werden und adressiert nun die Versorgung der Kommune mit Bewegungsangeboten. Innerhalb der Dimensionen wurden insgesamt 23 Items angepasst (Fragen: 4–7, 9, 10, 12, 14–16, 18, 19, 22–24, 30, 32, 34, 36–39, 49). Die restlichen 28 Items des KEQ-Fragebogens konnten aufgrund der spezifischen Kontexte der Projekte nicht übernommen werden.
In der letzten Feedback-Runde (V4) wurde zusätzlich die Kategorie „BIG-spezifische Fragen“ hinzugefügt, welche Items enthält, die zwar für das BIG-Projekt, jedoch nicht für das GESTALT-Projekt relevant waren. Insgesamt umfasste die entwickelte Version 4 des Fragebogens, welche für die anschließende Validierung genutzt wurde, 61 Items (s. Appendix 1).

Validierung

Die durchgeführten Interviews dauerten durchschnittlich 38,16 Minuten (Range 18–49). Insgesamt wurden bei der Beantwortung des Fragebogens im Rahmen der Think-aloud-Studie durch die Teilnehmer*innen 81 Errors in allen Dimensionen genannt oder durch die anwesende Interviewerin in den Feldnotizen festgehalten. Hierbei identifizierten die Interviewten zwischen 4 und 23 Errors, im Durchschnitt waren es 13,5. Tab. 2 beschreibt die Studienpopulation und die Interviews.
Tab. 2
Beschreibung der Stichprobe und Art und Dauer der Durchführung
Befragte*r
Weiblich (F)/männlich (M)
Online/Präsenz
Stadt/Landkreis
BIG/GESTALT
Dauer (min)
Errors
B1
F
Online
Landkreis
GESTALT
44
12
B2
M
Online
Stadt
BIG
44
4
B3
F
Präsenz
Landkreis
BIG
18
10
B4
F
Online
Stadt
GESTALT
34
17
B5
F
Online
Landkreis
BIG
40
14
B6
F
Online
Stadt
GESTALT
49
23
n = 6
5/1
1/5
3/3
3/3
∅38,16
∅13,5/Σ81
Über die Hälfte der Errors (60 %) bezogen sich auf das Verständnis. 18-mal (23 %) wurde auf Fehler der Grammatik oder Rechtschreibung hingewiesen. Die genannten Errors der 6 Befragten bezogen sich auf 35 der insgesamt 61 Fragen (3–6, 8–11, 13–14, 16, 18, 20, 22–23, 25, 28–30, 33, 35–36, 38–39, 41, 43–44, 46, 49–51, 54–57). Die meisten Errors bezogen sich auf den Themenbereich verantwortliche lokale Führung (Fragen 13–25; Tab. 3).
Tab. 3
Häufigkeiten (n) der in den fünf Kategorien aufgetretenen Errors
 
Einführungstext
Beteiligung
Verantwortliche lokale Führung
Vorhandene Ressourcen
Vernetzung und Kooperation
Gesundheitsversorgung
Gesamt
Errors
Verständnis
10
9
13
4
4
8
48
Abruf
0
0
1
1
1
1
4
Bewertung
0
3
3
1
2
1
11
Antwort
0
0
0
0
0
0
0
Grammatik/Rechtschreibung
2
5
5
1
0
5
18
Gesamt
12
17
22
8
7
15
81
Im nachfolgenden werden die innerhalb der fünf Kategorien häufigsten aufgetretenen Errors aufgezeigt und mit Beispielen der Interviews untermauert. Anschließend wird die daraus resultierende Anpassung des Fragebogens dargestellt.

Verständnis von Schlüsselbegriffen

Die Beteiligten berichteten von Herausforderungen in Bezug auf die abstrakten Begriffe, die der Fragebogen enthält.
„Beteiligung“
„Ist da jetzt die Beteiligung gemeint hinsichtlich der Zielgruppe und auch der, ähm, die, die man quasi als Anbieter und auf politischer Ebene etc. benötigt?“ [B5]
„Beteiligung, ja weiß ich nicht wirklich was damit gemeint ist. Wesentliche Elemente der Beteiligung von, von mir, von Kollegen, Kolleginnen (lachen), der Frauen.“ [B3]
„Ähm, Beteiligung, wen meint ihr damit? Ähm, Ähm, mich als Koordinatorin, oder die Kommune? Ähm, genau. Hab ich jetzt ein Fragezeichen im Kopf.“ [B1]
„Kapazität“
„Kapazitätsentwicklung in der Kommune. Da wäre jetzt die erste Frage, was es überhaupt heißt. Das, da könnt ich mir auf den ersten Blick überhaupt nichts drunter vorstellen.“ [B6]
„Planungsgruppe“
„Die Moderation meiner eigenen geplanten Planungstreffen oder die des Vernetzungstreffen? Irgendwie war ich jetzt sofort in Erlangen beim Vernetzungstreffen.“ [B4]
„Ähm, da wär jetzt mein erster Gedanke, also es finden ausreichend Planungsgruppen statt, damit sind die Treffen gemeint nehme ich an, also, dass das quasi die Treffen sind.“ [B5]
„Gesundheitsversorgung“
„Mit dem Wort Gesundheitsversorgung kann ich jetzt in dem Zusammenhang nichts anfangen. Ich bin jetzt ganz offen. Weil ich jetzt nicht weiß was damit gemeint ist mit Gesundheitsversorgung.“ [B1]
Als Reaktion darauf wurden zu jedem Fragenbock kurze Einführungstexte mit Definitionen der Schlüsselbegriffe hinzugefügt.

Unklare Fragestellungen

Insbesondere die Fragen 22 („Es gibt einen jährlichen Bericht über die Aktivitäten des Projekts“), 23 („Definierte Ziele und angewandte Methoden werden gemeinsam in regelmäßigen Abständen reflektiert“) und 29 („Es gibt ausreichend Räume zur Umsetzung der Maßnahmen“) konnten durch die Teilnehmenden nicht, wie intendiert, beantwortet werden.
Die Fragestellung von Frage 22 („Es gibt einen jährlichen Bericht über die Aktivitäten des Projekts“) wurde durch die Teilnehmenden am häufigsten missverstanden. Durch die Förderung sind diese zu einem halbjährlichen Bericht für den Fördergeber verpflichtet. Ziel der Frage war es zu klären, ob den Einwohner*innen der Kommunen ein jährlicher Bericht zugänglich ist, in welchem die Ergebnisse des örtlich umgesetzten Projekts veröffentlicht werden. Resultierend aus den Beantwortungen der Frage wurde diese spezifiziert („Es gab einen jährlichen Bericht über die Aktivitäten des Projekts für die Einwohner*innen“).
Frage 23 führte zu Unklarheiten bzgl. des Wortes „gemeinsam“:
„Gemeinsam? Wer ist damit noch gemeint? Find ich unklar. Ähm, innerhalb also mit den, klar mit den Kooperationspartnern pff (ausatmend). Stimme teilweise zu.“ [B3]
„Da würd ich mich jetzt fragen mit wem? Also reden wir da dann immer noch von der Planungsgruppe oder ähm von anderen Kooperationspartnern?“ [B4]
„Also definierte Ziele das ist klar, angewandte Methoden, ich find Methoden ist immer irgendwas was so bissl unklar ist was damit eigentlich gemeint ist des ist find ich. (…) Und auch wer reflektiert das? Reflektier das jetzt ich als Koordinatorin oder reflektiert das jetzt die Planungsgruppe, weil in machen Fragen gehts ja um die Planungsgruppe und dann gehts auch wieder um mich.“ [B6]
Um die Frage zu präzisieren, wurde das Wort „gemeinsam“ durch „mit relevanten Partnern“ ersetzt.
Zusätzlich zeigten die Reaktionen auf Frage 29 die Notwendigkeit der Spezifikation der Fragestellung. Für die Teilnehmer*innen war nicht nachvollziehbar, auf welche Räumlichkeiten sich die Frage bezieht, da die Formulierung der Frage dies offenließ.
„Da ist jetzt auch ausreichend Räume im Sinne von wirklich die einzelnen GESTALT-Kurse oder sind auch wirklich Bürokapazitäten und so weiter vorhanden, oder andere Räume die man vielleicht noch dazu bräuchte. Ähm das ma des noch bissl spezifiziert“ [B4].
„Räumlichkeiten haben wir wirklich unheimlich viele, es ist nur die Frage in wie weit wir die nutzen können hinsichtlich der Uhrzeiten.“ [B5]
Aus diesem Grund wurde die Frage spezifiziert und durch eine zweite Frage ergänzt. („Es gibt geeignete Räumlichkeiten zur Umsetzung der Angebote in unserer Kommune/Wir hatten Zugang zu den Räumlichkeiten für die Umsetzung der Angebote“).
Im Verlauf der Interviews wurde zudem deutlich, dass die gewählte Struktur aus Sicht der Teilnehmer*innen nicht nachvollziehbar ist.
„Reflektier das jetzt ich als Koordinatorin oder reflektiert das jetzt die Planungsgruppe, weil in machen Fragen gehts ja um die Planungsgruppe und dann gehts auch wieder um mich.“ [B6]
„Und was ich am Anfang g’sagt hatte, dass man hier halt schon recht viel von der Planungsgruppe glaub ich irgendwo hatte, des dann aber halt später nochmal aufgegriffen ist […] Ähm weiß ich jetzt nicht, ob’s schwer wär des jetzt auch umzumodeln, dass des […] wirklich am Anfang eher so die allgemeinen Fragen sind und dann kommt’s erst spezifischer.“ [B4]
Aus diesem Grund wurde der Fragebogen angepasst und alle Fragen bzgl. der partizipativen Planungsgruppe in einem Fragenblock zusammengefasst.

Retrospektive Einschätzung

Zudem wurde deutlich, dass die gewählte Zeitform (Präsenz) der Items die Interviewten irritierte, da sich die Fragen auf retrospektive Einschätzungen über die letzten 12 Monate beziehen. Es kam teilweise zu einer Bewertung der Fragen basierend auf zukünftig geplanten Maßnahmen. So antwortete der Befragte 2 auf das Item 52 „Unsere Angebote sind bar bezahlbar“ mit „Sind bar bezahlbar. Müss ma auch so machen.“ ([B2]), obwohl in den letzten 12 Monaten keine Kurse stattgefunden haben. Aus diesem Grund wurde die Zeitform in den Itemformulierungen des Kapazitätsfragebogens verändert, sodass sie in einer Vergangenheitsform erscheinen.

Generelle Einschätzung des Fragebogens

Alle Befragten äußerten am Ende des Fragebogens, dass dieser für sie verständlich formuliert sei.
„Joa aber sonst also rein vom von der Formulierung her, fand ich des schon immer verständlich, wenn man sich’s dann nochmal kurz durchdacht hat.“ [B4]
„Gut formuliert. Verständlich.“ [B1]
Zudem wurde er als hilfreich für die Evaluation ihrer Arbeit und der Entwicklung von Kapazitäten benannt, da dieser auch über die Förderung hinaus in den Kommunen angewandt werden kann.
„Ich finde also klar jetzt fürn Anfang gibts einige Fragen die ich sicherlich nicht beurteilen kann, ähm aber ich finde ihn ganz gut gemacht, weil ich ihn immer wieder einsetzten kann, also es ist jetzt kein Fragebogen, der nur zum Projektende taugt, sondern ich kann ihn immer wieder im Prinzip reinholen und kann ihn beispielsweise jedes halbe Jahr ausfüllen und hab dann nen aktuellen Stand und für mich wärs jetzt auch ein gutes Instrument um mal zu reflektieren“ [B5]
Der Fragebogen wurde bezüglich der Anmerkungen der Teilnehmenden angepasst (s. Appendix 2). Die finale Version umfasst 63 Fragen in den sechs Themenbereichen „Beteiligung“, „verantwortliche lokale Führung“, „vorhandene Ressourcen“, „Vernetzung und Kooperation“, „Gesundheitsversorgung“ und „BIG-spezifische Fragen“.

Diskussion

Im Rahmen der durchgeführten Studie konnte ein Fragebogen zur Messung von kommunalen Kapazitäten zur Umsetzung der partizipativen Projekte BIG und GESTALT entwickelt und dessen Passfähigkeit für eine Anwendung durch kommunale Vertreter*innen geprüft werden.
Projekte mit Fokus auf kommunenbasierte partizipative Forschung („community-based participatory research“) bedienen sich bei der Evaluation häufig an der Erhebung von qualitativen Daten [2, 9]. Diese erschweren jedoch die Feststellung von Veränderungen in Langzeiterhebungen und deren Erhebung und Analyse sind mit einem hohen Ressourcenaufwand verbunden. Aus diesem Grund werden für eine langfristige Erhebung quantitative Evaluationsmethoden benötigt, welche Veränderungen sichtbar machen und einen Vergleich über die Kommunen ermöglichen. Im Sinne des Transfers von Projekten auf weitere Kommunen zeigen sich Erhebungsinstrumente gemäß der „pragmatic measures“ als vorteilhaft, da diese zusätzlich für die Praxisakteur*innen einfach und ohne einen hohen Aufwand anwendbar sind [6].
Die Entwicklung und Testung des Fragebogens zeigen einige Stärken, aber auch Limitationen. Insbesondere die Entwicklung basierend auf einem bereits bestehenden und validen Fragebogens [20] mit Anpassung an die Qualitätskriterien [18] sehen wir als Stärke. Dadurch können die Projekte einerseits auf der übergeordneten Qualitätsebene (Konzipierung, Implementierung, Evaluation) betrachtet werden, während gleichzeitig die Kapazitätsentwicklung in der Kommune (Führung/Organisation, Beteiligung, Ressourcen, Vernetzung und Gesundheitsversorgung) gemessen wird. Damit werden durch den Fragebogen auch die von Kohler et al. [10] identifizierten Erfolgsfaktoren berücksichtigt, welche Rückschlüsse auf eine erfolgreiche und dauerhafte Durchführung der Projekte liefern können. Im Falle einer nicht dauerhaften Verankerung des Projekts vor Ort können, durch die Anwendung des Fragebogens, zudem Rückschlüsse auf die möglichen Barrieren geschlossen werden.
Durch den entwickelten Fragebogen ist es sowohl möglich den aktuellen Status quo einer Kommune zu erheben als auch durch erneute, jährliche Erhebungen langfristig Veränderungen der Kapazitäten und Projektangebote innerhalb von Kommunen zu analysieren. Durch die Beantwortung der Fragen durch die Koordination des Projekts vor Ort oder ein Expertengremium entsteht im Sinne der „pragmatic measures“ nur ein geringer Ressourcenaufwand für die Datenerhebung.
Im Sinne der partizipativen Projekte BIG und GESTALT empfiehlt sich bei der Beantwortung des Fragebogens, die jeweiligen Akteur*innen aus Politik und Praxis sowie Personen der Zielgruppe, in diesem Fall Frauen in schwierigen Lebenslagen bzw. Senior*innen, einzubeziehen. Da diese auch in die Planung der Maßnahmen involviert sind und Veränderungen wahrnehmen können, kann durch den Einbezug der Zielgruppe bei der Beantwortung des Fragebogens auch die Evaluation partizipativ gestaltet werden.
Die festgestellten Errors im Bereich Verständnis zeigen, dass die gewählten Fragestellungen und Schlüsselbegriffe für die Evaluation in der Praxis teilweise nicht verständlich genug formuliert waren und eine Anpassung bzw. zusätzliche Erläuterungen für die Teilnehmer*innen benötigt wurden. Durch den Einbezug der Koordinator*innen konnte sichergestellt werden, dass die im finalen Fragebogen gewählte Sprache und die verwendeten Erklärungen zu den Fragen für die späteren Anwender*innen geeignet und verständlich sind.
Eine Limitation der Studie ist, dass eine erneute Befragung der Teilnehmer*innen mit dem final angepassten Fragebogen nicht durchgeführt wurde, um diese nicht zu sehr in Anspruch zu nehmen.
Zudem ist anzumerken, dass es sich bei der Beantwortung der Fragebögen nur um eine Selbsteinschätzung der Kommunen handelt und die Daten aus diesem Grund nur bedingt repräsentativ für die Strukturen und eventuelle Veränderungen bei einer erneuten Anwendung sind.
In einem nächsten Schritt soll ein niedrigschwelliges Tool zur Auswertung durch die Kommunen erstellt und seine Handhabbarkeit für die kommunalen Akteur*innen geprüft werden. Im Sinne der pragmatischen Evaluation soll auch dieses Instrument einfach und ohne großen Arbeitsaufwand anwendbar sein und den Anwender*innen eine direkte grafische Darstellung der Ergebnisse liefern. Hierfür wird derzeit eine einfach anwendbare Excel-Auswertungstabelle konzipiert, welche den Kommunen nach der Dateneingabe direkte Ergebnisse liefert und diese auch über Jahre hinweg vergleichend darstellen kann. Hierfür sollen auch die von Trojan und Nickel [25] verwendeten Spinnendiagramme Anwendung finden.
Der Fragebogen liefert zudem auch anderen Projekten der Bewegungsförderung durch partizipative Methoden die Möglichkeit Veränderungen durch einen partizipativen Prozess zu erfassen. Hierbei ist zu beachten, dass der Fragebogen aus einem allgemeinen und einem projektspezifischen Teil besteht. Einzig der letzte Teil, der Fragenblock der spezifischen BIG-Fragen, muss bei Projekten auf seine Passfähigkeit überprüft und ggf. angepasst werden.

Fazit für die Praxis

  • Der Fragebogen zur Messung von Kapazitäten zur partizipativen Entwicklung und Umsetzung von Bewegungsmaßnahmen bietet den Kommunen eine Möglichkeit der niedrigschwelligen Erhebung des Status quo Zusätzlich ist durch die Anwendung des Fragebogens ein eigenständiges Monitoring von Veränderungen im Sinne der „pragmatic measures“ für die kommunalen Akteure durchführbar.
  • Dadurch können Projektkoordinator*innen gemeinsam mit den Akteur*innen weitere Handlungsempfehlungen beschließen und gezielt an den notwendigen Bereichen ansetzen, um positive Veränderungen für die Kommunen zu erzielen.

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

M. Till, K. Abu-Omar, A. Streber, T. Fleuren, A. Herbert-Maul, A.K. Reimers und H. Ziemainz geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Für diesen Beitrag wurden von den Autoren keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien. Das Vorhaben wurde durch die Ethik-Kommission der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg geprüft (520_20Bc).
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Supplementary Information

Literatur
1.
Zurück zum Zitat Böhme C, Reimann B (2018) Integrierte Strategien kommunaler Gesundheitsförderung. Rahmenbedingungen, Steuerung und Kooperation. Ergebnisse einer Akteursbefragung. Deutschland. Deutsches Institut für Urbanistik, Berlin Böhme C, Reimann B (2018) Integrierte Strategien kommunaler Gesundheitsförderung. Rahmenbedingungen, Steuerung und Kooperation. Ergebnisse einer Akteursbefragung. Deutschland. Deutsches Institut für Urbanistik, Berlin
8.
Zurück zum Zitat Hawe P, King L, Noort M, Jordens C, Lloyd B (2000) Indicators to help with capacity buidlding in health promotion. NSW Health Department, Sydney Hawe P, King L, Noort M, Jordens C, Lloyd B (2000) Indicators to help with capacity buidlding in health promotion. NSW Health Department, Sydney
9.
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Metadaten
Titel
Entwicklung eines Fragebogens zur Messung der kommunalen Kapazitäten für partizipative Bewegungsprogramme: eine Think-aloud-Studie
verfasst von
Maike Till
Karim Abu-Omar
Anna Streber
Tobias Fleuren
Annika Herbert-Maul
Anne K. Reimers
Heiko Ziemainz
Publikationsdatum
26.05.2023
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Erschienen in
Prävention und Gesundheitsförderung / Ausgabe 2/2024
Print ISSN: 1861-6755
Elektronische ISSN: 1861-6763
DOI
https://doi.org/10.1007/s11553-023-01034-7

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