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03.11.2017 | Leitthema | Ausgabe 12/2017

Der Nervenarzt 12/2017

Entwicklungsneurologie – vernetzte Medizin und neue Perspektiven

Zeitschrift:
Der Nervenarzt > Ausgabe 12/2017
Autoren:
Dr. U. Tacke, H. Weigand-Brunnhölzl, A. Hilgendorff, R. M. Giese, A. W. Flemmer, H. König, B. Warken-Madelung, M. Arens, N. Hesse, A. S. Schroeder
Wichtige Hinweise
Dieser Artikel ist dem Nestor der Entwicklungsneurologie in Deutschland, Richard Michaelis aus Tübingen (1934–2017), gewidmet.

Zusammenfassung

Die Entwicklungsneurologie ist einer der großen Bereiche der Kinderneurologie. Sie hat u. a. die (gesetzliche) Aufgabe, mithilfe standardisierter Nachsorgeuntersuchungen die motorische, kognitive und psychosoziale Entwicklung von Frühgeborenen vor der 32. Schwangerschaftswoche (unter 1500 g Geburtsgewicht), ebenso aber auch aller anderen Risikokinder engmaschig und standardisiert zu begleiten. Abweichungen von der „normalen“ altersentsprechenden Entwicklung sollen durch eine frühestmögliche Diagnosestellung zu einer frühen Therapieeinleitung („early intervention“) führen und die Langzeitprognose der Patienten positiv beeinflussen. Die hierfür zu Verfügung stehenden Methoden mit Schwerpunkt auf aktuellen Neuentwicklungen werden beleuchtet. Mit einem Fokus auf Früherkennung wird besonders auf den prädiktiven Wert der „general movements“ (GMs) eingegangen. Dabei wird die fortschreitende Entwicklung der automatisierten, markerlosen Bewegungsanalyse beispielhalft an drei Patienten (gesund vs. genetisches Syndrom vs. Zerebralparese) im Alter von 12 Wochen mithilfe herkömmlicher Tiefenbildkameras veranschaulicht und diskutiert.

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