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Erschienen in: Zeitschrift für Rheumatologie 3/2017

01.04.2017 | Entzündlich-rheumatische Erkrankungen | Hot Topics

Memorandum der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie zur Versorgungsqualität in der Rheumatologie – Update 2016

verfasst von: Prof. Dr. A. Zink, J. Braun, E. Gromnica-Ihle, D. Krause, H. J. Lakomek, W. Mau, U. Müller-Ladner, J. Rautenstrauch, C. Specker, M. Schneider

Erschienen in: Zeitschrift für Rheumatologie | Ausgabe 3/2017

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Zusammenfassung

Im Auftrag des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) hat die interdisziplinär zusammengesetzte Kommission Versorgungsqualität 2016 eine Aktualisierung des Memorandums zur rheumatologischen Versorgung von 2008 vorgenommen. Die Aktualisierung berücksichtigt die veränderten Therapiestrategien und -ziele sowie aktuelle Versorgungsstrukturen und politische Rahmenbedingungen. Schwerpunkt ist die Ermittlung des Bedarfs an internistischen Rheumatologen in der ambulanten, akutstationären und rehabilitativen Versorgung. Der internistische Rheumatologe ist primär zuständig für die Versorgung von Personen mit entzündlich rheumatischen Systemerkrankungen. Je 100.000 erwachsene Einwohner werden mindestens 2 internistische Rheumatologen in der ambulanten Versorgung gebraucht, dies sind 1350 Rheumatologen. Mit derzeit 776 internistischen Rheumatologen fehlt fast die Hälfte des Mindestbedarfs. Die DGRh fordert eine eigene ambulante Bedarfsplanung für internistische Rheumatologen, um das Versorgungsdefizit abzubauen. Die akutstationäre Versorgung sollte in spezialisierten Akutkliniken und -abteilungen erfolgen, die eine hohe Behandlungsqualität der komplexen Krankheitsbilder sicherstellen. Es sollten bis zu 50 Betten je 1 Mio. Einwohner vorgehalten werden. Je 30 Betten werden mindestens 2 hauptamtlich stationär tätige internistische Rheumatologen und 3 weitere ärztliche Mitarbeiter benötigt. Im Bereich der Rehabilitation der Kranken- und Rentenversicherung sollten je 1 Mio. Einwohner 40 Betten oder ambulante Plätze mit jeweils 1 hauptamtlich tätigen Rheumatologen und 1 weiteren ärztlichen Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Um die bestehenden Defizite abzubauen und den absehbar wachsenden Bedarf an internistischen Rheumatologen zu decken, sind verstärkte Anstrengungen im Bereich der ärztlichen Ausbildung durch Schaffung rheumatologischer Lehrstühle an jeder medizinischen Fakultät sowie im Bereich der Weiterbildung erforderlich. In allen Versorgungssegmenten sind die Behandlungsziele gemeinsam mit den Betroffenen im Sinne partizipativer Entscheidungsfindung festzulegen. Anzustreben ist die Versorgung in einem interdisziplinären Netzwerk unter Einbindung anderer ärztlicher Fachrichtungen, nichtärztlicher Heilberufe sowie Patientenorganisationen.
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Metadaten
Titel
Memorandum der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie zur Versorgungsqualität in der Rheumatologie – Update 2016
verfasst von
Prof. Dr. A. Zink
J. Braun
E. Gromnica-Ihle
D. Krause
H. J. Lakomek
W. Mau
U. Müller-Ladner
J. Rautenstrauch
C. Specker
M. Schneider
Publikationsdatum
01.04.2017
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Rheumatologie / Ausgabe 3/2017
Print ISSN: 0340-1855
Elektronische ISSN: 1435-1250
DOI
https://doi.org/10.1007/s00393-017-0297-1

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