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18.06.2020 | Leitthema | Ausgabe 7/2020

Der Gynäkologe 7/2020

„Environmental enrichment“ und Schwangerschaft

Paradigmen (epi)genetischer Folgen sozialer oder sensueller Stimulation

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 7/2020
Autoren:
Prof. Dr. med. Dr. h.c. Birgit Arabin, Gerlinde A. S. Metz
Wichtige Hinweise

Redaktion

K. Vetter, Berlin
R. Zimmermann, Zürich

Zusammenfassung

Mit „enriched environment“ wurde zunächst ein experimentelles Paradigma bezeichnet, um zu entziffern, wie unsere genetische Konstellation mit der Umgebung interagiert und dabei auch zerebrale Spuren, die im Lebenszyklus bestehen bleiben, hinterlässt. Die Regulation der Neurogenese im Hippocampus ist ein wesentliches Moment dabei. Wir zeigen auf, wie Stressfaktoren in der Schwangerschaft auf die kognitive Entwicklung des Feten und dann auch auf den gesamten Lebenszyklus Einfluss nehmen können. Anhand von tierexperimentellen Untersuchungen wird gezeigt, dass „enrichment“ in Phasen hoher Plastizität den Folgen von Stress auch über Generationen hinweg entgegenwirken kann. Zusätzlich werden kurz die anatomischen und funktionellen Voraussetzungen unserer pränatalen Sinnesentwicklung beschrieben, die es ermöglichen, dass Feten die Außenwelt über die Bauchdecken, die Stimme und Gerüche der Mutter noch direkter wahrnehmen und erinnern können. All dies soll zu einem Ensemble von Wissen führen, das neue nichtinvasive Wege für Interventionen in der Schwangerschaft aufzeigt, die sich auf die Gesundheit nachkommender Generationen positiv auswirken können.

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