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Fallstricke in der Diagnostik des Delirs

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Diagnostik eines Delirs ist anspruchsvoll und bedarf in der klinischen Routine wie in Studien genauer Definitionen.

Ziel

Es wird auf verschiedene Fallstricke in der klinischen Diagnostik des Delirs hingewiesen und Lösungen werden diskutiert.

Methodik

Übersichtsarbeit

Ergebnisse

Häufige Problemstellungen sind a) die klinische Einschätzung von Mitarbeitern vs. der Einsatz valider Assessmentinstrumente; b) verschiedene Kriterienkataloge für ein Delir, die die Symptome eines Delirs abweichend berücksichtigen und damit zum Ein- oder Ausschluss von Patienten führen können; c) verschiedene Assessmentinstrumente, die die Symptome eines Delirs in unterschiedlichem Umfang testen und somit eine abweichende Genauigkeit aufweisen; d) kommunikationseingeschränkte Patienten wie z. B. mit Aphasie, bei denen übliche Tests oftmals versagen und alternative Verfahren hier eher zielführend sein können; e) die Entscheidung, ob ein Delir ein-, 2‑, 3‑mal oder häufiger in 24 h untersucht wird, hat Konsequenzen über die Inzidenz und Dauer eines Delirs; f) das Ende eines Delirs, das oft retrospektiv als delirfreies Intervall oder prospektiv als Zeitpunkt der Verlegung oder Auftreten eines Ausschlusskriteriums definiert wird, kann zu erheblichen Messungenauigkeiten führen.

Schlussfolgerungen

Obwohl nicht alle Problemstellungen endgültig beantwortet werden können, werden eine transparente Definition, Durchführung und Dokumentation der diagnostischen Prozeduren empfohlen.
Titel
Fallstricke in der Diagnostik des Delirs
Verfasst von
Dr. rer. hum. biol. Peter Nydahl, GKP BScN MScN
PD Dr. med. Ulf Günther, EDIC, DESA, MHBA
Prof. Dr. med. Hans-Christian Hansen
Dr. med. Johannes Meyne
Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Osterbrink
PD Dr. med. Dipl.-Psych. Nils G. Margraf
Publikationsdatum
12.08.2021
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin / Ausgabe 8/2022
Print ISSN: 2193-6218
Elektronische ISSN: 2193-6226
DOI
https://doi.org/10.1007/s00063-021-00846-9
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