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01.07.2012 | Das aktuelle phlebologische Thema | Ausgabe 4/2012

Gefässchirurgie 4/2012

Epidemiologie der venösen Thromboembolie

Zeitschrift:
Gefässchirurgie > Ausgabe 4/2012
Autoren:
Prof. Dr. C. Diehm, T. Noppeney, H. Nüllen

Zusammenfassung

Tiefe Beinvenenthrombose (TVT) und Lungenembolie (LE) sind immer noch häufige Ursachen für Mortalität und Morbidität. Ein großer Teil der venösen Thromboembolien treten spontan auf. Viele könnten durch Etablierung standardisierter Prophylaxemaßnahmen verhindert werden, vor allem bei Hochrisikopatienten.
Venöse Thrombosen ereignen sich mit einer jährlichen Inzidenz von etwa 1 pro 1000 Erwachsene. Die Raten steigen mit dem Alter. Etwa 2/3 der thromboembolischen Ereignisse manifestieren sich als TVT und 1/3 als LE. Thrombosen verschlechtern die Lebensqualität, insbesondere bei Patienten mit postthrombotischem Syndrom, und eine VTE erhöht die Mortalität drastisch. Die höchsten Mortalitätsraten finden sich bei Krebspatienten. Tumoren aktivieren die Gerinnung, und der Tumor an sich kann Venen komprimieren und so eine venöse Stase induzieren. Zusätzlich erhöhen Immobilisierung bei Krankenhausaufenthalt, Operationen und Chemotherapie die Risiken. In verschiedenen Studien ergab sich bereits in den ersten 6 Monaten nach Diagnosestellung eines Krebsleidens eine Thromboembolie-Inzidenz von mehr als 12 pro 1000.
Ethnische Gruppen weisen unterschiedliche Inzidenzen bei der Diagnose einer venösen Thrombose auf, hier finden sich die höchsten Raten bei Farbigen, es folgen Weiße und dann Menschen lateinamerikanischen und asiatischen Ursprungs. Zu den Hauptrisikofaktoren der Thromboembolie gehören endogene Patientenmerkmale wie Adipositas und genetische Faktoren sowie Triggerfaktoren wie Operationen, Immobilität oder Schwangerschaft. Adipositas als Risikofaktor ist heutzutage ein weltweites Problem. Die Inzidenz hat sich in vielen Ländern mehr als verdoppelt, wobei die geschätzte Prävalenz in vielen geografischen Regionen sogar 30% beträgt.
Die Wahrscheinlichkeit, innerhalb der nächsten 8 Jahre zu sterben, ist bei Patienten mit venöser Thromboembolie (TVT und/oder LE) gegenüber Personen ohne venöse Thrombose oder LE mehr als doppelt so hoch.

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