Skip to main content
main-content

01.06.2012 | Leitthema | Ausgabe 6/2012

Der Ophthalmologe 6/2012

Epidemiologie und Klinik des Morbus Adamantiades-Behçet in Deutschland

Aktuelle Daten

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 6/2012
Autoren:
A. Altenburg, A Mahr, C. Maldini, C.E. Kneifel, L. Krause, I. Kötter, T. Stache, N.G. Bonitsis, Prof. Dr. C.C. Zouboulis

Zusammenfassung

Von den 721 beim „Deutsches Register Morbus Adamantiades-Behçet e.V.“ dokumentierten Patienten waren 258 deutscher und 308 türkischer Abstammung neben 30 anderen Herkunftsländern. Die Prävalenz in Deutschland beträgt 0,9:100.000. Die Krankheit manifestierte sich überwiegend im 3. Lebensjahrzehnt. Bei 10,7% begann die Erkrankung im Alter unter 16 Jahren. Das volle klinische Bild entwickelte sich durchschnittlich in 2,9 Jahren. Patienten türkischer Herkunft zeigten im Gegensatz zu denen deutscher Abstammung eine Androtopie (M:F = 1,9:1), die mit 1,4:1 auch im Gesamtkollektiv vorlag. Eine positive Familienanamnese wiesen 12,4% auf mit Unterschieden zwischen deutschen und türkischen Patienten (3,8 vs. 14,6%) sowie bei Patienten mit Krankheitsbeginn im jugendlichen und erwachsenen Alter (25,0 vs. 7,3%). Häufige Symptome waren orale Aphthen (98,5%), kutane Läsionen (81%), Genitalulzera (64,7%), Augenmanifestation (51,6%), Arthritis (52,4%) und positiver Pathergietest (30,8%). Türkische Patienten litten signifikant öfter an Augenmanifestationen als deutsche, während bei deutschen Patienten häufiger Prostatitis/Epididymitis und gastrointestinale Beteiligung dokumentiert wurden. Als schwere Komplikationen ergaben sich Erblindung 6,8%, Meningoenzephalitis 4,0%, schwere Arthritis 2,6%, letaler Ausgang 1,2%, Hämoptyse 1,1%, und Darmperforation 0,5%. HLA-B5 lag in 58,1% vor und zeigte eine Assoziation mit der Augenmanifestation. Das relative Risiko der HLA-B5-positiven Individuen ist sowohl bei Deutschen (6,57) als auch bei Türken (5,81) hoch.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

★ PREMIUM-INHALT
e.Med Interdisziplinär

Für Ihren Erfolg in Klinik und Praxis - Die beste Hilfe in Ihrem Arbeitsalltag als Mediziner

Mit e.Med Interdisziplinär erhalten Sie Zugang zu allen CME-Fortbildungen und Fachzeitschriften auf SpringerMedizin.de.

Weitere Produktempfehlungen anzeigen
Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 6/2012

Der Ophthalmologe 6/2012 Zur Ausgabe

Kasuistiken

Aderhautosteom

  1. Ich möchte die nächsten 3 Hefte kostenlos testen.

    Wenn mir die Zeitschrift gefällt, beziehe ich nach Erhalt der Probeausgaben Der Ophthalmologe 12x pro Jahr für insgesamt 451,00 € im Inland (Abonnementpreis 416,00 € plus Versandkosten 35,00 €) bzw. 491,00 € im Ausland (Abonnementpreis 416,00 € plus Versandkosten 75,00 €).
    Dies entspricht einem Gesamtmonatspreis von 37,58 € im Inland bzw. 40,92 € im Ausland.

    Sollte ich von dieser Zeitschrift nicht überzeugt sein, informiere ich den Leserservice bis spätestens 14 Tage nach Erhalt des 3. Probeheftes.

    Alle genannten Preise verstehen sich inklusive dt. gesetzl. MwSt. In EU-Ländern gilt die jeweilige gesetzliche Mehrwertsteuer. Dadurch kann es ggf. zu Preisabweichungen bei Bestellungen aus dem Ausland kommen.

    Die Abrechnung erfolgt einmal jährlich zu Beginn des Bezugszeitraumes per Rechnung.

    Die Mindestlaufzeit dieses Abonnements beträgt ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich automatisch jährlich um jeweils ein weiteres Jahr, wenn es nicht bis spätestens 30 Tage vor Ablauf der Vertragslaufzeit gekündigt wird. Die Kündigung muss in Textform an den Leserservice erfolgen. Es gilt das gesetzliche Mängelhaftungsrecht.
     

    Leserservice
    Springer Nature Customer Service Center
    Tiergartenstr. 15
    69121 Heidelberg
    Tel. 06221 345-4303/Fax: 06221 345-4229
    E-Mail: leserservice@springernature.com
     

Neu im Fachgebiet Augenheilkunde