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01.05.2015 | Originalien | Ausgabe 3/2015

Gefässchirurgie 3/2015

Epidemiologie und stationäre Versorgung von vaskulären Erkrankungen in Deutschland

Zeitschrift:
Gefässchirurgie > Ausgabe 3/2015
Autoren:
M PH PD Dr. A. Kühnl, H. Söllner, Univ.-Prof. Dr. H.-H. Eckstein
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Zusätzliche Information ist in der online Version dieses Artikels (doi:10.​1007/​s00772-015-0022-9) enthalten.

Zusammenfassung

Hintergrund

In Deutschland sind etwa 10 % der Gesamtkrankheitslast („burden of disease“ gemessen in DALY) auf nicht kardiale Gefäßerkrankungen zurückzuführen. Aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive ist der Versorgung von Patienten mit Gefäßerkrankungen somit große Bedeutung zuzumessen; insbesondere bei der älteren Bevölkerung.

Ziel der Arbeit

Dieser Artikel stellt in deskriptiver Weise die stationären Versorgungsstrukturen sowie die alters- und geschlechtsspezifische Krankenhausinzidenz vaskulärer Erkrankungen und deren Versorgung in Deutschland von 2005 bis 2013 dar.

Material und Methoden

Sekundärdatenanalyse basierend auf den Grunddaten der Krankenhäuser, der Diagnosedaten der Krankenhauspatientinnen und -patienten sowie der fallpauschalenbezogenen Krankenhausstatistik (DRG-Statistik) des Deutschen Statistischen Bundesamtes.

Ergebnisse

Gefäßerkrankungen nahmen zu und zeigten eine starke Alters- und Geschlechtsabhängigkeit. Männer waren durchweg häufiger, bei Varizen der unteren Extremität sowie bei arteriellen Embolien oder Thrombosen in höheren Altersstufen jedoch seltener betroffen als Frauen. Die Versorgung arterieller Erkrankungen erfolgte überwiegend in Fachabteilungen für Gefäßchirurgie sowie ungeteilten Abteilungen für Chirurgie. Die Anzahl der Krankenhäuser mit ärztlichem Personal für Gefäßchirurgie hat sich zwischen 1991 und 2013 nahezu verdoppelt. Ebenso stieg die Anzahl der hauptamtlich in deutschen Krankenhäusern tätigen Gefäßchirurginnen und Gefäßchirurgen auf das fast Dreifache an. Endovaskuläre Verfahren dominierten eher bei peripheren Revaskularisationen und der Ausschaltung von Aortenaneurysmen, während Karotisrevaskularisationen und periphere Embolektomien weiterhin überwiegend offen-chirurgisch erfolgten.

Schlussfolgerung

Zur Versorgung der zunehmenden Anzahl von Patienten mit Gefäßerkrankungen standen und stehen ebenso kontinuierlich wachsende gefäßchirurgische Versorgungsstrukturen zur Verfügung. Die Angemessenheit bzw. Bedarfsgerechtigkeit der Versorgung wäre jedoch nur mit differenzierteren, vor allem desaggregierten Daten genauer zu beurteilen.

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