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Allergie – eine Umwelterkrankung!

Erschienen in:

Zusammenfassung

Die Zunahme von Allergien stellt ein Phänomen dar, das sich in allen – industriell gesehen– schnell sich entwickelnden Ländern beobachten lässt. Lange Zeit ging die Wissenschaft davon aus, dass allein eine genetische Prädisposition für die Entstehung einer Allergie notwendig sei. Heute ist man einen Schritt weiter, mit dem Wissen um Umweltfaktoren, welche die Gene bzw. das Abschreiben von Genen in den Zellen verändern können. Epidemiologische Studien haben inzwischen Umweltfaktoren identifiziert, die protektiv oder fördernd bei der Allergieentstehung wirken. Einen neu erkannten Umweltfaktor stellt das Mikrobiom dar – sowohl das Mikrobiom der Umwelt als auch des Darmes. Gemeinsames Thema vieler Studien ist die Diversität: Eine hohe Diversität des Mikrobioms korreliert mit einem geringeren Allergierisiko.
Die molekularen Grundlagen dieser beschreibenden Ergebnisse gilt es nun auf allen Ebenen weiter zu analysieren – vom Organ über die Zelle bis hin zu klein(st)molekularen Strukturen wie den Genen. Für Immunologen geht es im Speziellen darum, Einflussfaktoren und Wirkungswege der Allergene zu verstehen und die daraus gewonnen Erkenntnisse anschließend für das goldene Ziel der Allergieforschung anzuwenden – die Prävention.
Titel
Allergie – eine Umwelterkrankung!
Verfasst von
Univ.-Prof. Dr. med. Claudia Traidl-Hoffmann
Publikationsdatum
02.05.2017
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Schlagwort
Epigenetik
Erschienen in
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz / Ausgabe 6/2017
Print ISSN: 1436-9990
Elektronische ISSN: 1437-1588
DOI
https://doi.org/10.1007/s00103-017-2547-4
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