Zum Inhalt
Die Gynäkologie

Maternale Schadstoffexposition und kindliche (intrauterine) Entwicklung

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Exposition gegenüber Umweltgiften ist ubiquitär in industrialisierten Ländern.

Fragestellung

Expositionsrouten und gesundheitsrelevante Effekte besonders mit Blick auf die Reproduktion bei Frauen und der intrauterinen Entwicklung von Kindern sowie perinatale Programmierung.

Material und Methoden

Auswertung und Reflektion aktueller Publikationen zum Thema mit Darstellung neuster Erkenntnisse und relevanter Zukunftsperspektiven.

Ergebnisse

Durch epidemiologische Studien gilt als gesichert, dass Menschen und Tiere heute einer Vielzahl von Umweltgiften ausgesetzt sind und trotz strenger Grenzwerte gesundheitsrelevante Effekte nicht ausgeschlossen werden können, sondern als sehr wahrscheinlich gelten. Mechanistische Untersuchungen tragen zum besseren Verständnis und zur Verdeutlichung der Dringlichkeit bei.

Schlussfolgerung

Mit weiterführenden epidemiologischen und experimentellen Studien können Bedeutung und Risiken für die Reproduktion und die kindliche Entwicklung durch Umweltgifte besser ergründet und politische Entscheidungsfindung sowie medizinische Prävention von Gesundheitseffekten vorangetrieben werden.
Titel
Maternale Schadstoffexposition und kindliche (intrauterine) Entwicklung
Verfasst von
Tobias Kretschmer
Prof. Dr. Ana C. Zenclussen
Publikationsdatum
07.03.2021
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Gynäkologie / Ausgabe 4/2021
Print ISSN: 2731-7102
Elektronische ISSN: 2731-7110
DOI
https://doi.org/10.1007/s00129-021-04778-5
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Neu im Fachgebiet Gynäkologie und Geburtshilfe

Krebsrisiko nach assistierter Reproduktion weitgehend unverändert

Eine australische Studie hat die Krebsinzidenz bei Frauen nach medizinisch assistierter Reproduktion (MAR) untersucht. Insgesamt entspricht das Risiko dem der Allgemeinbevölkerung, einzelne Tumorarten treten jedoch häufiger oder seltener auf.

Neue S3-Leitlinie: erste nationale Empfehlungen zur Stilldauer

Stillen gilt als gesundheitsfördernd für Mutter und Kind, doch evidenzbasierte Empfehlungen zur Stilldauer fehlten bislang in Deutschland. Eine neue S3-Leitlinie bietet erstmals eine fundierte Grundlage für die Stillberatung.

Gestationsdiabetes: Weniger adipöse Kinder dank rascher Blutzuckereinstellung?

Kinder von Müttern mit Gestationsdiabetes entwickeln später deutlich häufiger Adipositas. Doch eine US‑Studie zeigt, dass eine frühe und stabile Blutzuckereinstellung der Schwangeren das Risiko für kindliche Adipositas mindern kann. 

Nutzen wir den NIPT sinnvoll oder im Überfluss?

Der nichtinvasive Pränataltest (NIPT) auf Trisomie 13, 18 und 21 ist seit 2022 Kassenleistung, wenn ein Verdacht besteht oder eine Unwissenheit die Schwangere belastet. In der Praxis wird er aber deutlich häufiger eingesetzt. Wie gelingt ein verantwortungsvoller Umgang?

Update Gynäkologie

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert – ganz bequem per eMail.

Bildnachweise
Hormonelle Behandlung zur ovariellen Stimulation/© Suzi Media / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Baby wird gestillt/© Pixel-Shot / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Frau misst Blutzucker per App und Glukosesensor/© AndreyPopov / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Arzt nimmt Schwangeren Blut ab/© Andrey Popov / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen)