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Plötzlicher Epilepsietod – SUDEP („sudden unexpected death in epilepsy“) verstehen und verhindern

Erschienen in:

Zusammenfassung

Unter SUDEP („sudden unexpected death in epilepsy“) wird der plötzliche Tod eines Menschen mit Epilepsie (MME) verstanden, der unter gutartigen Umständen und ohne ersichtliche Todesursache auftritt. Pro Jahr verstirbt 1 von 1000 MME an SUDEP. Wichtigste Risikofaktoren sind fokal zu bilaterale bzw. generalisierte tonisch-klonische Anfälle (TKA), nächtliche Anfälle, eingeschränkte Therapieadhärenz und allein leben oder schlafen. Die Pathomechanismen umfassen ein Spektrum von Herz-Kreislauf- und Atmungsstörungen, die im Zusammenhang mit Anfällen oder unabhängig davon auftreten. Erkenntnisse aus aufgezeichneten Todesfällen legen nahe, dass SUDEP meist durch einen zentralen Atemstillstand mit Hypoxämie und sekundärer Asystolie verursacht wird, der kurz nach Ende eines TKA auftritt. Eine bessere Anfallskontrolle und nächtliche Überwachungsmaßnahmen senken das Risiko. Aufklärung über SUDEP hat keine dauerhaften negativen Auswirkungen. Alle MME und ihre Angehörigen sollen über SUDEP und Präventionsmaßnahmen informiert werden.
Titel
Plötzlicher Epilepsietod – SUDEP („sudden unexpected death in epilepsy“) verstehen und verhindern
Verfasst von
Univ.-Prof. Dr. med. R. Surges, MHBA
Publikationsdatum
31.10.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
DGNeurologie / Ausgabe 8/2025
Print ISSN: 2524-3446
Elektronische ISSN: 2524-3454
DOI
https://doi.org/10.1007/s42451-025-00828-7
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