Plötzlicher Epilepsietod – SUDEP („sudden unexpected death in epilepsy“) verstehen und verhindern
- 18.11.2025
- Epilepsie
- CME-Kurs
- CME-Punkte
- 3
- Für
- Ärzte
- Zertifizierende Institution
- Ärztekammer Nordrhein
- Zertifiziert bis
- 18.11.2026
- Anzahl Versuche
- 2
- Dies ist Ihre Lerneinheit
- Zum Artikel
Unter SUDEP („sudden unexpected death in epilepsy“) wird der plötzliche Tod eines Menschen mit Epilepsie (MME) verstanden, der unter gutartigen Umständen und ohne ersichtliche Todesursache auftritt. Pro Jahr verstirbt 1 von 1000 MME an SUDEP. Wichtigste Risikofaktoren sind fokal zu bilaterale bzw. generalisierte tonisch-klonische Anfälle (TKA), nächtliche Anfälle, eingeschränkte Therapieadhärenz und allein leben oder schlafen. Die Pathomechanismen umfassen ein Spektrum von Herz-Kreislauf- und Atmungsstörungen, die im Zusammenhang mit Anfällen oder unabhängig davon auftreten. Erkenntnisse aus aufgezeichneten Todesfällen legen nahe, dass SUDEP meist durch einen zentralen Atemstillstand mit Hypoxämie und sekundärer Asystolie verursacht wird, der kurz nach Ende eines TKA auftritt. Eine bessere Anfallskontrolle und nächtliche Überwachungsmaßnahmen senken das Risiko. Aufklärung über SUDEP hat keine dauerhaften negativen Auswirkungen. Alle MME und ihre Angehörigen sollen über SUDEP und Präventionsmaßnahmen informiert werden.
Nach Lektüre dieses Beitrags …
- verstehen Sie die Mechanismen des plötzlichen Epilepsietodes,
- können Sie Risikofaktoren des SUDEP („sudden unexpected death in epilepsy“) benennen,
- kennen Sie medizinische Maßnahmen zur Reduktion des SUDEP-Risikos,
- verfügen Sie über das Wissen, um Menschen mit Epilepsie und ihre Angehörigen über Maßnahmen zur Reduktion des SUDEP-Risikos zu informieren.
Diese Fortbildungseinheit mit 3 Punkten (Kategorie D) wurde von der Ärztekammer Nordrhein für das „Fortbildungszertifikat der Ärztekammer“ gemäß §5 Fortbildungsordnung für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte vom 23.11.2013 anerkannt und ist damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Anerkennung in Österreich: Für das Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die von deutschen Landesärztekammern anerkannten Fortbildungspunkte aufgrund der Gleichwertigkeit im gleichen Umfang als DFP-Punkte anerkannt [§ 14, Abschnitt 1, Verordnung über ärztliche Fortbildung, Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) 2013].