Zum Inhalt
DGNeurologie

Risankizumab als möglicher Auslöser eines reversiblen zerebralen Vasokonstriktionssyndroms?

Erschienen in:

Auszug

Das reversible zerebrale Vasokonstriktionssyndrom (RCVS) ist eine vaskuläre Erkrankung unklarer Ätiologie und Pathogenese [8]. Die Erkrankung tritt meist bei Frauen mittleren Alters sowie im peripartalen Zustand auf [12]. Weitere Risikofaktoren stellen die Einnahme von vasoaktiven Substanzen (z. B. Drogen, serotonerge oder adrenerge Medikamente) und immunsuppressiven Medikamenten (Tacrolimus, Cyclophosphamid) sowie die Anwendung von Nikotinpflastern dar [12]. Klinisch präsentiert sich das RCVS mit einem Donnerschlagkopfschmerz, der sich typischerweise nach einigen Stunden zurückbildet und mehrmals wieder auftreten kann. Bildmorphologisch zeigen sich diffus-segmentale Kaliberveränderungen der hirnversorgenden Arterien, welche innerhalb eines Zeitraums von etwa 3 Monaten rückläufig sind [12]. Komplikationen können epileptische Anfälle, fokale zerebrale Ausfälle durch lokale Ödeme, transitorisch ischämische Attacken (TIA) und Hirninfarkte sein. Die wichtigste Differenzialdiagnose ist die zerebrale Vaskulitis [11]. Eine evidenzbasierte, kausale Therapie der zerebralen Vasospasmen existiert nicht, in Anlehnung an die Therapie bei Subarachnoidalblutungen können Nimodipin oder Magnesiumsulfat erwogen werden [3, 12]. Im Übrigen erfolgen in der Regel eine analgetische Therapie sowie das Management von Komplikationen. …
Titel
Risankizumab als möglicher Auslöser eines reversiblen zerebralen Vasokonstriktionssyndroms?
Verfasst von
Dr. med. R. Storm
H. Schacht
D. Thaci
G. Royl
Publikationsdatum
19.02.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
DGNeurologie / Ausgabe 2/2025
Print ISSN: 2524-3446
Elektronische ISSN: 2524-3454
DOI
https://doi.org/10.1007/s42451-025-00724-0
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Wenn Kortison Angst macht

Patienten mit Ekzemen gehören zum Alltag in der Hausarztpraxis - doch die Angst vor Kortison verunsichert viele Betroffene. Mit einem klaren Behandlungsplan und verständlicher Aufklärung lassen sich Unsicherheiten vermeiden und Patienten mit atopischer Dermatitis sicher, nachhaltig und leitliniengerecht begleiten.

ANZEIGE

Ein Meilenstein für mehr Sicherheit bei beruflich bedingtem Hautkrebs (BK 5103)

Lichtschutz ist zentral für die Prävention arbeitsbedingter Dermatosen. Mit der BG-Zertifizierung ist Anthelios UVMune 400 Invisible Fluid von La Roche-Posay nun das erste und einzige erstattungsfähige Präparat für diese Indikation – bei nachgewiesenem Schutz auf höchstem Niveau.


ANZEIGE

La Roche-Posay erweitert Effaclar-Linie: Neues Pflegeprodukt für erwachsene Akne-Patienten

Spätakne ist in der dermatologischen Praxis eine häufige, aber oft unterschätzte Indikation. Sie unterscheidet sich in Lokalisation, Pathophysiologie und Hautbeschaffenheit von Akne im Jugendalter. Ein neuer Drei-Säuren-Komplex adressiert diese speziellen Anforderungen erwachsener Haut.

ANZEIGE

Neueste Erkenntnisse zum Hautmikrobiom: vier Experten im Gespräch

  • Content Hub

Die Experten Prof. Luger (Münster), Prof. Zuberbier (Berlin), Prof. Thaçi (Lübeck) und PD Dr. Jansen (Essen) erörtern im von La Roche-Posay unterstützen Expertenworkshop die Bedeutung des Mikrobioms für verschiedene Hautkrankheiten wie atopische Dermatitis, Akne oder Rosazea.

La Roche-Posay

Passend zum Thema

ANZEIGE

Evidenzbasierte Versorgungskonzepte zur Reduktion der COPD-Last

Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist weltweit eine der führenden Todesursachen. Neue Studien und Versorgungsansätze zeigen vielversprechende Strategien, um Krankheitslast, Exazerbationen und Hospitalisierungen zu senken – insbesondere durch personalisierte Therapie und digitale Unterstützung.

ANZEIGE

COPD-Leitlinie GOLD 2025: Mehr Fokus auf Komorbiditäten und NIV

Der GOLD-Report 2025 bringt neue Empfehlungen zur Versorgung von COPD-Patienten – u. a. zu kardiovaskulären Komorbiditäten, pulmonaler Hypertonie und NIV bei chronischer Hyperkapnie. Das Ziel: Sterblichkeit senken, Exazerbationen vermeiden.

ANZEIGE

MONTANA-Studie: Frühzeitige NIV senkt COPD-Mortalität

Die MONTANA-Studie zeigt eindrucksvoll: Eine frühzeitige Einleitung der außerklinischen Beatmung bei COPD senkt die Mortalität und reduziert schwere Exazerbationen. Real-World-Daten aus Frankreich liefern praxisnahe Erkenntnisse für eine personalisierte Therapie – und entlarven Versorgungslücken.

ANZEIGE

COPD und nicht-invasive Behandlungsmethoden

  • Content Hub

Nicht-medikamentöse Behandlungsmethoden wie die nicht-invasive Beatmung (NIV) können die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität von COPD-Patienten erheblich verbessern und das Sterberisiko senken. Die NIV-Therapie zur Behandlung von fortgeschrittener COPD hat Eingang in die neuen S2k-Leitlinien zur COPD-Therapie gefunden.

ResMed Germany Inc.
Bildnachweise
cMRT im Verlauf: reversibles zerebrales Vasokonstriktionssyndrom/© Storm R. et al. / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH, Patientin im Gespräch mit Ärztin/© bnenin | AdobeStock (Symbolbild mit Fotomodellen), La Roche-Posay Anthelios UVMune 400/© La Roche-Posay, Hand im Handschuh greift Effaclar Dose/© La Roche-Posay , Bild für CH/© L'Oréal Deutschland GmbH, Teaserbild COPD-Last/© iStock | RealPeopleGroup, Teaserbild Goldreport/© iStock | Oat_Phawat, Teaserbild MONTANA Studie/© iStock | Sutthicha Weerawong, Visual Content Hub ResMed/© [M] in-future/istock; Anton Tokarev/istock