Risankizumab als möglicher Auslöser eines reversiblen zerebralen Vasokonstriktionssyndroms?
- 19.02.2025
- Epileptischer Anfall
- Der interessante Fall
- Verfasst von
- Dr. med. R. Storm
- H. Schacht
- D. Thaci
- G. Royl
- Erschienen in
- DGNeurologie | Ausgabe 2/2025
Auszug
Das reversible zerebrale Vasokonstriktionssyndrom (RCVS) ist eine vaskuläre Erkrankung unklarer Ätiologie und Pathogenese [8]. Die Erkrankung tritt meist bei Frauen mittleren Alters sowie im peripartalen Zustand auf [12]. Weitere Risikofaktoren stellen die Einnahme von vasoaktiven Substanzen (z. B. Drogen, serotonerge oder adrenerge Medikamente) und immunsuppressiven Medikamenten (Tacrolimus, Cyclophosphamid) sowie die Anwendung von Nikotinpflastern dar [12]. Klinisch präsentiert sich das RCVS mit einem Donnerschlagkopfschmerz, der sich typischerweise nach einigen Stunden zurückbildet und mehrmals wieder auftreten kann. Bildmorphologisch zeigen sich diffus-segmentale Kaliberveränderungen der hirnversorgenden Arterien, welche innerhalb eines Zeitraums von etwa 3 Monaten rückläufig sind [12]. Komplikationen können epileptische Anfälle, fokale zerebrale Ausfälle durch lokale Ödeme, transitorisch ischämische Attacken (TIA) und Hirninfarkte sein. Die wichtigste Differenzialdiagnose ist die zerebrale Vaskulitis [11]. Eine evidenzbasierte, kausale Therapie der zerebralen Vasospasmen existiert nicht, in Anlehnung an die Therapie bei Subarachnoidalblutungen können Nimodipin oder Magnesiumsulfat erwogen werden [3, 12]. Im Übrigen erfolgen in der Regel eine analgetische Therapie sowie das Management von Komplikationen. …
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- Titel
- Risankizumab als möglicher Auslöser eines reversiblen zerebralen Vasokonstriktionssyndroms?
- Verfasst von
-
Dr. med. R. Storm
H. Schacht
D. Thaci
G. Royl
- Publikationsdatum
- 19.02.2025
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwörter
-
Epileptischer Anfall
Kopfschmerzen
Zerebrales Vasokonstriktionssyndrom
Psoriasis vulgaris
Psoriasis-Arthritis
Posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom
IL-23-Hemmer
Rauchen und Raucherentwöhnung
Neurologie - Erschienen in
-
DGNeurologie / Ausgabe 2/2025
Print ISSN: 2524-3446
Elektronische ISSN: 2524-3454 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s42451-025-00724-0
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