Epileptische Anfälle vor und nach Schlaganfällen
- 10.02.2026
- Epileptischer Anfall
- CME
- Verfasst von
- PD Dr. med. J. Dörrfuß
- T. Hüsing
- PD Dr. med. B. J. Vorderwülbecke
- Prof. Dr. med. M. Holtkamp
- Erschienen in
- DGNeurologie | Ausgabe 2/2026
Zusammenfassung
Ischämische und hämorrhagische Schlaganfälle sind die häufigsten Ursachen von Epilepsien im höheren Lebensalter. Tritt innerhalb von 7 Tagen nach einem Schlaganfall ein epileptischer Anfall auf, wird dieser als akut-symptomatisch gewertet. Aufgrund des geringen Risikos für spätere unprovozierte Anfälle liegt nach derartigen Anfällen definitionsgemäß keine Epilepsie vor, sodass keine anfallssuppressive Medikation empfohlen wird. Epileptische Anfälle > 7 Tage nach einem Schlaganfall gelten als unprovozierter Anfall. Aufgrund eines Rezidivrisikos von > 60 % in den folgenden 10 Jahren liegt hier eine Epilepsie vor. Eine anfallssuppressive Medikation sollte eingeleitet werden. Mittel der ersten Wahl ist Lamotrigin; nach ischämischem Schlaganfall ist die Anfallsprognose günstig. Da epileptische Anfälle nicht nur Folge, sondern auch Vorboten von Schlaganfällen sein können, ist bei neu diagnostizierter Epilepsie im höheren Lebensalter ein Screening auf vaskuläre Risikofaktoren sinnvoll.
- Titel
- Epileptische Anfälle vor und nach Schlaganfällen
- Verfasst von
-
PD Dr. med. J. Dörrfuß
T. Hüsing
PD Dr. med. B. J. Vorderwülbecke
Prof. Dr. med. M. Holtkamp
- Publikationsdatum
- 10.02.2026
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwörter
-
Epileptischer Anfall
Schlaganfall
Epilepsie
Lamotrigin
Intrazerebrale Blutung
Ischämischer Schlaganfall - Erschienen in
-
DGNeurologie / Ausgabe 2/2026
Print ISSN: 2524-3446
Elektronische ISSN: 2524-3454 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s42451-026-00858-9
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