Epileptische Anfälle vor und nach Schlaganfällen
- 17.03.2026
- Epileptischer Anfall
- CME-Kurs
- CME-Punkte
- 3
- Für
- Ärzte
- Zertifizierende Institution
- Ärztekammer Nordrhein
- Zertifiziert bis
- 17.03.2027
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Ischämische und hämorrhagische Schlaganfälle sind die häufigsten Ursachen von Epilepsien im höheren Lebensalter. Tritt innerhalb von 7 Tagen nach einem Schlaganfall ein epileptischer Anfall auf, wird dieser als akut-symptomatisch gewertet. Aufgrund des geringen Risikos für spätere unprovozierte Anfälle liegt nach derartigen Anfällen definitionsgemäß keine Epilepsie vor, sodass keine anfallssuppressive Medikation empfohlen wird. Epileptische Anfälle > 7 Tage nach einem Schlaganfall gelten als unprovozierter Anfall. Aufgrund eines Rezidivrisikos von > 60 % in den folgenden 10 Jahren liegt hier eine Epilepsie vor. Eine anfallssuppressive Medikation sollte eingeleitet werden. Mittel der ersten Wahl ist Lamotrigin; nach ischämischem Schlaganfall ist die Anfallsprognose günstig. Da epileptische Anfälle nicht nur Folge, sondern auch Vorboten von Schlaganfällen sein können, ist bei neu diagnostizierter Epilepsie im höheren Lebensalter ein Screening auf vaskuläre Risikofaktoren sinnvoll.
Nach der Lektüre dieses Beitrags …
- können Sie zwischen akut-symptomatischen und unprovozierten epileptischen Anfällen nach Schlaganfall unterscheiden,
- können sie leitliniengerecht entscheiden, wann und mit welchen Wirkstoffen bei epileptischen Anfällen nach Schlaganfall eine anfallssuppressive Medikation indiziert ist,
- kennen Sie die Prognose von Post-Stroke Epilepsien hinsichtlich des Ansprechens auf Medikation,
- sind Sie mit dem Konzept der Prä-Stroke-Epilepsien sowie mit den dahinterstehenden diagnostischen Implikationen vertraut.
Diese Fortbildungseinheit mit 3 Punkten (Kategorie D) wurde von der Ärztekammer Nordrhein für das „Fortbildungszertifikat der Ärztekammer“ anerkannt und ist damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Anerkennung in Österreich: Für das Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die von deutschen Landesärztekammern anerkannten Fortbildungspunkte aufgrund der Gleichwertigkeit im gleichen Umfang als DFP-Punkte anerkannt.