Zum Inhalt

Umweltassoziierte dermatologische Erkrankungen

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Bei Überbeanspruchung von Regulations- und Reparaturmechanismen der Haut können Umweltfaktoren zu dermatologischen Erkrankungen führen.

Ziel der Arbeit

Übersicht über nichtallergische Erkrankungen der Haut, die mit Umwelteinflüssen vergesellschaftet sind/sein können.

Material und Methoden

Review aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zu Assoziationen nichtallergischer Erkrankungen der Haut mit Umwelteinflüssen: Irritation, Chemikalien, Infektion, UV-Strahlung, Temperatur.

Ergebnisse

Prädisposition (z. B. Anlage für atopische Dermatitis, Psoriasis oder Filaggrin-Gen-Mutationen) und Exposition (Umwelt) sind wesentliche Faktoren für Krankheitsentstehung und Gesunderhaltung eines Individuums.
Spezifische chemische und infektiöse Einwirkungen können zu charakteristischen Hauterkrankungen führen (z. B. Halogenakne), die unter bestimmten Voraussetzungen als Berufskrankheiten anerkannt werden. Der häufigste Irritationsfaktor ist Wasser (Feuchtarbeit).
Natürliche optische Strahlung unterschiedlicher Wellenlänge ist Ursache sogenannter Lichtdermatosen. Phototoxische Reaktionen auf Psoralene, Furocumarine und Medikamente sind häufig. Die sogenannte „Sonnenallergie“ (polymorphe Lichtdermatose) ist keine Allergie im eigentlichen Sinne, sondern eine Reaktion auf ein UV-induziertes Neoantigen der Haut.
UVB hat direkte mutagene Effekte auf die DNA. Sonnenexposition und Defekte bei DNA-Reparaturmechanismen sind Risikofaktoren für Hauttumoren.
Auch Wärme-/Kälteeinwirkung löst unter bestimmten Bedingungen Erkrankungen der Haut aus (primär: Erfrierung, Frostbeulen, Verbrennung, Verbrühung, chronisch-induzierbare Urtikaria. Sekundär: Verschlechterung vorbestehender entzündlicher Dermatosen (z. B. Sklerodermie)).

Diskussion

Zur Gesunderhaltung der Haut sind eine frühzeitige Identifikation und Elimination der schädigenden Umwelteinflüsse sowie die Behandlung früher Krankheitsstadien erforderlich. Dies beinhaltet sowohl individuelle Strategien der Verhältnis- und Verhaltensprävention als auch (z. B. im Hinblick auf steigende Hautkrebsinzidenzen) ein globales Vorgehen.
Titel
Umweltassoziierte dermatologische Erkrankungen
Verfasst von
Prof. Dr. med. Vera Mahler
Publikationsdatum
17.05.2017
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Erschienen in
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz / Ausgabe 6/2017
Print ISSN: 1436-9990
Elektronische ISSN: 1437-1588
DOI
https://doi.org/10.1007/s00103-017-2543-8
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Wenn Kortison Angst macht

Patienten mit Ekzemen gehören zum Alltag in der Hausarztpraxis - doch die Angst vor Kortison verunsichert viele Betroffene. Mit einem klaren Behandlungsplan und verständlicher Aufklärung lassen sich Unsicherheiten vermeiden und Patienten mit atopischer Dermatitis sicher, nachhaltig und leitliniengerecht begleiten.

ANZEIGE

Ein Meilenstein für mehr Sicherheit bei beruflich bedingtem Hautkrebs (BK 5103)

Lichtschutz ist zentral für die Prävention arbeitsbedingter Dermatosen. Mit der BG-Zertifizierung ist Anthelios UVMune 400 Invisible Fluid von La Roche-Posay nun das erste und einzige erstattungsfähige Präparat für diese Indikation – bei nachgewiesenem Schutz auf höchstem Niveau.


ANZEIGE

La Roche-Posay erweitert Effaclar-Linie: Neues Pflegeprodukt für erwachsene Akne-Patienten

Spätakne ist in der dermatologischen Praxis eine häufige, aber oft unterschätzte Indikation. Sie unterscheidet sich in Lokalisation, Pathophysiologie und Hautbeschaffenheit von Akne im Jugendalter. Ein neuer Drei-Säuren-Komplex adressiert diese speziellen Anforderungen erwachsener Haut.

ANZEIGE

Neueste Erkenntnisse zum Hautmikrobiom: vier Experten im Gespräch

  • Content Hub

Die Experten Prof. Luger (Münster), Prof. Zuberbier (Berlin), Prof. Thaçi (Lübeck) und PD Dr. Jansen (Essen) erörtern im von La Roche-Posay unterstützen Expertenworkshop die Bedeutung des Mikrobioms für verschiedene Hautkrankheiten wie atopische Dermatitis, Akne oder Rosazea.

La Roche-Posay

Passend zum Thema

ANZEIGE

Übergewicht bei Kindern: Erhöhtes Risiko für immunvermittelte Hautkrankheiten

Adipositas im Kindesalter, das hat Folgen! Die Erkrankung fördert systemische Entzündungsprozesse und steigert das Risiko für atopische Dermatosen und andere Hautkrankheiten.

ANZEIGE

Aktinische Keratose: Herausforderung in Prävention und Praxis

Ein europäisches Expertenvotum gibt Impulse für die individualisierte Behandlung von AK – mit Fokus auf Patientenerwartungen, Verträglichkeit und neue Bewertungssysteme.

ANZEIGE

Optimale Wundheilung: Arzneimittelbasierte Wundsalben als wichtiger Baustein der dermatologischen Versorgung

Oberflächliche Hautverletzungen und Schleimhautschädigungen sind alltägliche Herausforderungen in der dermatologischen Praxis. Die richtige Wundbehandlung mit geeigneten Präparaten kann den Heilungsprozess signifikant beschleunigen und Komplikationen reduzieren.

ANZEIGE

Bepanthen® unterstützt bei vielen Indikationen die Regeneration der Haut

  • Content Hub

Bepanthen® Wund- und Heilsalbe wird nach wie vor erfolgreich bei kleinen Alltagsverletzungen eingesetzt. Moderne Forschung schafft darüber hinaus Evidenz für neue Anwendungsgebiete wie z.B. für die Nachbehandlung einer Lasertherapie bei aktinischer Keratose oder einer Tattoo-Entfernung. Aktuelle Studienergebnisse oder Neuigkeiten aus der Dermatologie erfahren Sie hier.

Bayer Vital GmbH
Bildnachweise
Patientin im Gespräch mit Ärztin/© bnenin | AdobeStock (Symbolbild mit Fotomodellen), La Roche-Posay Anthelios UVMune 400/© La Roche-Posay, Hand im Handschuh greift Effaclar Dose/© La Roche-Posay , Bild für CH/© L'Oréal Deutschland GmbH, Kind misst seinen Bauchumfang/© supawat bursuk | iStock, Histologie einer Schleimhautzelle/© Oscar Gutierrez | iStock, Kreuzweise geklebte Pflaster auf Haut mit aufgemaltem Herz/© AndreyPopov | iStock, Titelbild CH Bepanthen