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01.06.2012 | Übersichten | Ausgabe 6/2012

Der Ophthalmologe 6/2012

Ergebnisbezogene Erfolgsraten der Kataraktoperation

Ergebnisse einer systematischen Literaturübersicht

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 6/2012
Autoren:
Diplom-Volkswirtin, Ärztin Dr. rer. medic. U. Hahn, Prof. Dr. F. Krummenauer, PD Dr. I. Neuhann
Wichtige Hinweise

___ ___

Dieses Manuskript basiert auf einem Poster für den Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft 2011.

Zusammenfassung

Auf Basis einer systematischen Literaturübersicht, in die insgesamt 7 Veröffentlichungen seit 2000 eingingen, sollen Referenzwerte zu Ergebnisindikatoren der Kataraktchirurgie für Qualitätssicherungsinitiativen bereitgestellt werden. Es wurden die in den jeweiligen Studienpopulationen realisierten Häufigkeiten zu visueller Rehabilitation bzw. refraktiver Treffsicherheit ermittelt und gegenübergestellt. Die berichteten Erfolgsraten repräsentieren mit einer Ausnahme nicht Benchmarks im Sinne von bestmöglicher Ergebnisqualität. Sie beschreiben vielmehr die durchschnittliche Versorgungsrealität in der jeweiligen Studienpopulation. Eine visuelle Rehabilitation (Visus cc) von ≥ 0,5 erreichen je nach Studie 84–93% aller Patienten sowie 95–99% der Patienten ohne visusreduzierende Vorerkrankungen. Eine refraktive Treffsicherheit (absolute Abweichung zwischen Zielrefraktion und sphärischem Äquivalent) von ≤ 1,0 dpt realisieren 72–97% der Patienten. Zu diesen in der Literatur häufig verwendeten Ergebnisindikatorniveaus werden insgesamt hohe Erfolgsraten genannt. Trennschärfer und klinisch relevanter sind strengere Ergebnisindikatorniveaus. Eine visuelle Rehabilitation von ≥ 1,0 erreichten 30–47% aller Patienten bzw. 52–62% des selektierten Kollektivs. Für 45–80% der Patienten wurde eine refraktive Treffsicherheit von ≤ 0,5 dpt berichtet. Exogene, nicht durch die Operateure beeinflussbare Faktoren haben erheblichen Einfluss auf die Erfolgsraten. Die Literaturübersicht bestätigt die starke Assoziation von visusreduzierender Komorbidität und visueller Rehabilitation. Anhand der Literatur werden zudem methodische Probleme von Qualitätssicherungsverfahren der Kataraktchirurgie diskutiert. Während freiwillige Qualitätsinitiativen in der Lage sein können, diese Schwierigkeiten zu überwinden, fehlen bislang entsprechende Konzepte für obligatorische Verfahren.

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