Ergebnisse der interdisziplinären onkologischen Versorgung
- 01.11.2009
- Leitthema
- Verfasst von
- Prof. Dr. D. Hölzel
- G. Schubert-Fritschle
- J. Engel
- Erschienen in
- Die Onkologie | Ausgabe 11/2009
Zusammenfassung
Heutige „Change“-Aktivitäten in der Onkologie basieren nicht selten auf Meinungen. Sie sind vom Zeitgeist getragen und kopieren den Wettbewerb bis hin zur Businessterminologie. Die Versorgungsergebnisse der krebskranken Menschen in Deutschland sind gut und international vergleichbar. Es gibt keine Hinweise, dass diese vergleichbare Qualität fulminante Optimierungsreserven zudeckt, die von Spitzenzentren kompensiert werden. Das entbindet nicht von der Verpflichtung, die täglichen Versorgungsprozesse sicherer zu gestalten und zu bewerten. Jeder sollte seinen Befund- und Therapiebeitrag in regionale klinische Krebsregister einbringen. Mit leitliniengerechten Behandlungen belegt er seine Leistungsstärke. Die flächendeckende Versorgung wird transparent, bewertbar und vergleichbar. Die Leistungsträger sind bekannt und ermöglichen, dass jeder Patient in qualifizierten Einrichtungen behandelt werden kann. Gelegenheitsbehandlungen sind ethisch out. Die Vernetzung der Versorgungsträger mit der modernen Technologie ist eine medizinische Innovation. Ein lernendes Versorgungssystem wird Realität, wenn die klinische Erfahrung mit kritischem Denken auch genutzt wird und Beiträge zu vielen offenen Fragen für die „scientific community“ geleistet werden. Vielleicht ist der Krebserkrankungsprozess selbst der Grund für international vergleichbare Ergebnisse.
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- Titel
- Ergebnisse der interdisziplinären onkologischen Versorgung
- Verfasst von
-
Prof. Dr. D. Hölzel
G. Schubert-Fritschle
J. Engel
- Publikationsdatum
- 01.11.2009
- Verlag
- Springer-Verlag
- Erschienen in
-
Die Onkologie / Ausgabe 11/2009
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00761-009-1674-4
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