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13.09.2019 | Originalien | Ausgabe 4/2020

Der Ophthalmologe 4/2020

Ergebnisse der Pterygiumchirurgie nach verschiedenen Operationstechniken – Ist die Exzision mit einfachem Bindehautverschluss noch lege artis?

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 4/2020
Autoren:
K. Eisenmann, F. Zeman, H. Helbig, M.-A. Gamulescu, FEBO, MHBA Dr. med. T. Barth
Wichtige Hinweise
Zu diesem Beitrag ist ein Kommentar online unter https://​doi.​org/​10.​1007/​s00347-019-01008-1 verfügbar.

Zusammenfassung

Hintergrund

Es gibt keinen Konsens über die beste Methode der Pterygiumoperation. In der Literatur finden sich je nach Technik sehr variable Angaben zur Häufigkeit von Rezidiven.

Ziel der Arbeit

Ziel der Studie ist die Evaluation der postoperativen Ergebnisse nach Pterygiumchirurgie in Abhängigkeit von der Ausdehnung des Flügelfells und der Operationstechnik.

Methodik

Retrospektiv wurden 109 Pterygiumoperationen bei 109 Patienten (72 Männer, 37 Frauen) ausgewertet. Bei 87 Operationen lagen Daten zur postoperativen Entwicklung über einen Nachbeobachtungszeitraum von 5 Jahren vor. Neben der präoperativen Vermessung der Ausdehnung des Pterygiums wurde die funktionelle Entwicklung betrachtet, und verschiedene Techniken der simplen Exzision mit primärem Bindehautverschluss (SE), mit Bindehauttransplantation (BHT) und mit Amnionmembrantransplantation (AMT) wurden hinsichtlich der Rezidivrate verglichen.

Ergebnisse

Insgesamt traten in 21 % Rezidive auf. Die SE verzeichnete eine Rezidivrate von 20 %. Bei der BHT (11 %) traten weniger Rezidive auf als bei der AMT (39 %). Die intraoperative Verwendung von Mitomycin C (MMC) ergab mehr Rezidive (31 %) als der Verzicht auf MMC (17 %). In 45 % der Fälle traten Rezidive nach dem ersten postoperativen Jahr auf.

Diskussion

Die Technik der SE ist nach unserer Auffassung nicht obsolet. Bei geringer Ausdehnung können auch mit der SE gute Ergebnisse erzielt werden. Die BHT zeigte die niedrigste Rezidivrate und ist allgemein und besonders bei größeren Pterygien Methode der Wahl. Die erhöhte Rezidivhäufigkeit bei Verwendung von MMC ist wahrscheinlich durch einen Selektionsbias bedingt. Eine regelmäßige Nachsorge über das erste postoperative Jahr hinaus ist wichtig, um späte Rezidive rechtzeitig zu erkennen.

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