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01.12.2014 | Neurologie | Ausgabe 6/2014

psychopraxis. neuropraxis 6/2014

Erkrankung mit 1.000 Gesichtern

Multiple Sklerose – wo stehen wir heute?

Zeitschrift:
psychopraxis. neuropraxis > Ausgabe 6/2014
Autor:
Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Fertl

Zusammenfassung

Die multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Autoimmunerkrankung des ZNS. Trotz erheblicher Forschungsanstrengungen ist es bisher nicht gelungen, die Pathogenese vollständig aufzuklären. Der Autoimmunprozess richtet sich gegen die körpereigenen Myelinscheiden des ZNS. Er basiert auf einer genetischen Prädisposition und wird durch exogene Auslöser getriggert. Die Diagnose der MS wird als Ausschlussdiagnose definiert, wobei eine Dissemination von fokalen Demyelinisierungsherden im ZNS in Zeit und Raum bewiesen und andere Ursachen für diese Herdbildung ausgeschlossen sein müssen. Heute gilt das Paradigma der Frühdiagnose und Frühtherapie, sodass bereits beim ersten klinisch manifesten Krankheitsschub die definitive Diagnose gestellt werden sollte. Die unterschiedlichen Verlaufsformen bilden die Grundlage individueller Therapieentscheidung. Generell wird dabei zwischen der Behandlung eines MS-Schubs, der immunmodulatorischen Basistherapie, und der symptomatischen Therapie unterschieden. Der Verlauf der Erkrankung muss halbjährlich und nach klinischen Ereignissen kontrolliert werden.

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