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07.02.2018 | Erkrankungen des Mittelohrs | Leitthema | Ausgabe 4/2018

HNO 4/2018

Neue klinische Anwendungen der Laser-Doppler-Vibrometrie in der Otologie

Zeitschrift:
HNO > Ausgabe 4/2018
Autoren:
Dr. med. T. Strenger, M. Brandstetter, T. Stark, F. Böhnke
Wichtige Hinweise

https://static-content.springer.com/image/art%3A10.1007%2Fs00106-018-0473-x/MediaObjects/106_2018_473_Figb_HTML.gif  Video online

Die Online-Version dieses Beitrags (https://​doi.​org/​10.​1007/​s00106-018-0473-x) enthält ein Video über die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der berührungslosen Schwingungsmessmethode Laser-Doppler-Vibrometrie in der Otologie. Beitrag und Video stehen Ihnen im elektronischen Volltextarchiv auf http://​www.​springermedizin.​de/​hno zur Verfügung. Sie finden das Video am Beitragsende unter „Supplementary Material“.

Zusammenfassung

Hintergrund

Für die Untersuchung der Mittelohrmechanik ist eine Messmethode erforderlich, die Vibrationsbewegungen im Nanometerbereich zu messen vermag, ohne dabei den Schwingungsvorgang zu beeinflussen. Zahlreiche Messverfahren kamen zur Anwendung, bis sich die Laser-Doppler-Vibrometrie (LDV) als Standardverfahren in der Ohrforschung etablierte.

Ziel der Arbeit

Ziel war die Darstellung der klinischen Anwendungsmöglichkeiten eines LDV-Systems in der Otologie.

Material und Methoden

Verwendet wurde ein kommerzielles Ein-Punkt-Vibrometer. Der Lasermesskopf wurde sowohl in Verbindung mit einem Operationsmikroskop verwendet als auch als handgeführtes Messgerät zur Messung direkt im Gehörgang. Hierbei kam eine selbstentwickelte Vorsatzeinheit unter Verwendung einer elastischen Linse zur Anwendung. Schwingungsmessungen des Mittelohrs erfolgten im Felsenbeinmodell sowie intra- und postoperativ an Patienten im Zuge der Implantation einer Vibrant Soundbridge (VSB, Fa. MED-EL GmbH, Innsbruck, Österreich).

Ergebnisse

Verschiedene pathologische Mittelohrveränderungen zeigen eine unterschiedliche Frequenzantwort des Umbos. Die LDV kann für eine intraoperative objektive Ankopplungsüberprüfung des Floating Mass Transducer (FMT, Fa. MED-EL) an die Ossikelkette bei der Implantation einer Vibrant Soundbridge verwendet werden. Postoperativ kann die Methode hilfreich sein, falls eine Verschlechterung der Soundbridge-Verstärkungsleistung bemerkt wird. Gemessen wird eine Veränderung der Transferfunktion des Umbos, hervorgerufen z. B. durch eine Vernarbung des Mittelohrs oder eine Dislokation des FMT.

Schlussfolgerung

Die LDV bietet sich für viele klinische Fragestellungen in der Otologie an. Durch die hohen Kosten für ein LDV-System und den verhältnismäßig großen apparativen Aufwand sowie einen breiten Korridor zur Interpretation der Messergebnisse hat es die Methode jedoch (noch) nicht geschafft, sich im klinischen Alltag zu etablieren.

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Zusatzmaterial
Video: „Das Laser-Doppler-Vibrometer in der Otologie: vom Forschungstool zum diagnostischen Einsatz am Patienten“. Neben einem historischen Überblick werden das technische Prinzip des Messverfahrens und verschiedene Anwendungen vom Labor bis zum intraoperativen Einsatz präsentiert. Es wird außerdem erstmals eine Modifikation des Messsystems vorgestellt, die die Anwendung am Patienten erleichtern soll. © T. Strenger, alle Rechte vorbehalten. (Videoausschnitte mit freundl. Genehmigung von © Polytec GmbH. Alle Patienten, die über Bildmaterial zu identifizieren sind, haben hierzu ihre schriftliche Einwilligung gegeben.)
Literatur
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