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05.01.2021 | Erkrankungen von Leber und Gallenwegen | Leitthema | Ausgabe 2/2021

Der Pneumologe 2/2021

Mukoviszidose und Transition ins Erwachsenenalter

Zeitschrift:
Der Pneumologe > Ausgabe 2/2021
Autoren:
PD Dr. Florian Stehling, Sivagurunathan Sutharsan, Svenja Straßburg, Christian Taube, Margarete Olivier, Mathis Steindor, Matthias Welsner
Wichtige Hinweise

Redaktion

M.A. Rose

Zusammenfassung

Der Übergang von einer kindorientierten zu einer erwachsenenorientierten Gesundheitsfürsorge bei Patienten mit Mukoviszidose (zystischer Fibrose [CF]) hat in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen, da die Lebenserwartung von Menschen mit Mukoviszidose kontinuierlich gestiegen ist. Der Übergangsprozess (Transition) beginnt gewöhnlich in der Adoleszenz und wird mit dem physischen Transfer des jungen Erwachsenen in die Erwachsenenmedizin abgeschlossen. Die historisch als „Kinderkrankheit“ geltende Mukoviszidose rückt durch das steigende Alter der Patienten zunehmend in den Fokus der Erwachsenenmedizin. Hier gilt es, entsprechende medizinische Versorgungsstrukturen für diese komplexe Erkrankung vorzuhalten und Kapazitäten zu schaffen, um die Kinderkliniken zu entlasten, die häufig die Versorgung bereits erwachsener Patienten aufrechterhalten haben. Die altersbedingt erhöhte Komplikationsrate stellt spezielle Anforderungen an die Versorgung von erwachsenen Mukoviszidosepatienten. Hierzu zählen nicht nur das Erkennen und Behandeln von Komplikationen, sondern auch eine medizinische Versorgungsstruktur, die darauf ausgerichtet ist, die mit der Mukoviszidose assoziierten Komorbiditäten wie den Diabetes mellitus oder die CF-Hepatopathie adäquat zu versorgen. Ein Behandlerteam aus Ärzten, erfahrener CF-Pflege, Physiotherapie, Ernährungstherapie, Psychologie und sozialem Dienst muss in der weiterführenden Versorgung zu Verfügung gestellt werden, um dem Anspruch an eine allumfassende Behandlung der komplexen Erkrankung Mukoviszidose gerecht zu werden.

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