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Die Radiologie

Sakrumfrakturen

Schnittstelle zwischen Wirbelsäule und Beckenringverletzung

Erschienen in:

Zusammenfassung

Ätiopathogenese

Sakrumfrakturen bilden eine oft übersehene Schnittstelle zwischen Wirbelsäule und Beckenringverletzungen. Sie treten typischerweise bei Hochrasanztraumata oder bei älteren Patient:innen mit Osteoporose auf.

Diagnostik

Aufgrund der komplexen Anatomie und tiefen Lage sind sie in der konventionellen Bildgebung schwer zu erkennen – die Computertomographie (CT) gilt als diagnostischer Goldstandard. Hier kann eine präzise Frakturanalyse erfolgen. Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist besonders bei insuffizienzbedingten oder stressassoziierten Frakturen bedeutsam, da hier frühzeitig Knochenmarködeme sichtbar werden. Biomechanisch übernimmt das Os sacrum eine zentrale Rolle in der Lastverteilung vom Rumpf auf die Beine und schützt gleichzeitig wichtige neurovaskuläre Strukturen. Frakturen können daher relevante Instabilitäten und neurologische Ausfälle verursachen, insbesondere bei Beteiligung der Foramina sacralia (Denis-Zone II) oder des Sakralkanals (Denis-Zone III). Die AO-Klassifikation differenziert zwischen stabilen (Typ A), potenziell instabilen (Typ B) und spinopelvin instabilen (Typ C) Frakturen.

Therapie

Therapeutisch richtet sich das Vorgehen nach Frakturtyp, Dislokation und neurologischem Status. Nichtdislozierte Frakturen können konservativ behandelt werden, während instabile oder neurologisch auffällige Verletzungen eine operative Stabilisierung erfordern. Ein strukturierter, interdisziplinär verständlicher radiologischer Befund ist entscheidend für die Therapieplanung.
Titel
Sakrumfrakturen
Schnittstelle zwischen Wirbelsäule und Beckenringverletzung
Verfasst von
Dr. med. Lisa Goerens
Publikationsdatum
28.08.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Radiologie / Ausgabe 11/2025
Print ISSN: 2731-7048
Elektronische ISSN: 2731-7056
DOI
https://doi.org/10.1007/s00117-025-01501-6
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