Transkutane, osseointegrierte Prothesensysteme (TOPS) zur Rehabilitation nach Gliedmaßenverlust
Operatives Vorgehen bei notwendigem Implantatausbau
- 23.01.2025
- Ermüdungsbruch
- Operative Techniken
- Verfasst von
- Dr. Horst-Heinrich Aschoff
- Marko Sass
- Thomas Mittlmeier
- Erschienen in
- Operative Orthopädie und Traumatologie | Ausgabe 2/2025
Zusammenfassung
Operationsziel
Operative Entfernung eines transkutan eingebrachten und femoral osseointegrierten Endo-Fix-Stieles der Firma ESKA Orthopaedic (Lübeck/Deutschland) nach Ermüdungsbruch des Implantates unter Schonung des Femurresiduums, sodass eine TOPS-Reimplantation möglich bleibt.
Indikationen
Wunsch des Patienten zur neuerlichen TOPS-Versorgung nach Ermüdungsbruch eines zirkulär osseointegrierten Implantatstiels.
Kontraindikationen
Drohende Destruktion des Knochenrohres durch Mobilisierung des femoralen Implantatstiels bei nicht mehr ausreichend erscheinender kortikaler Wandstärke (< 2–3 mm). Dieser Umstand muss vor der Indikationsstellung zu einem Implantatwechsel in die Waagschale geworfen werden.
Operationstechnik
Nach einem Ermüdungsbruch eines distal ausgeleiteten, transkutanen Implantatstiels ist ein erschwerter Ausbau desselben zu erwarten. Da die Möglichkeit einer longitudinalen Osteotomie des Knochenrohres wegen der damit einhergehenden Destruktion des in die Implantatoberfläche eingewachsenen Knochens ausscheidet, muss die Mobilisation des Implantatstiels von der Hautdurchtrittstelle her erfolgen. Hierfür stehen Hohlfräsen und ein Stoßwellenmeißel zur Verfügung. Die Prozedur selbst ist zeitaufwendig und geht einher mit einer Schwächung der Kortikalis des Knochenrohres. Intraoperative Abstriche zum Nachweis der intramedullären Keimfreiheit sind obligat.
Weiterbehandlung
Nach erfolgreichem Ausbau eines Endo-Fix-Stieles kann eine neuerliche TOPS-Versorgung nach Sicherstellung der intramedullären Keimfreiheit nach ca. 4 bis 6 Wochen vorgenommen werden. Bei Keimnachweis muss ggf. durch Revisionseingriffe Keimfreiheit hergestellt werden.
Ergebnisse
Die Autoren verfügen über Erfahrungen mit dem geschilderten Implantatausbau bei 4 Patienten in einem Zeitraum von 17 Jahren und sind somit als anekdotisch anzusehen. Alle 4 Patienten konnten jedoch erfolgreich reimplantiert werden, was den hohen Stellenwert der beschriebenen Methode unterstreicht.
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- Titel
-
Transkutane, osseointegrierte Prothesensysteme (TOPS) zur Rehabilitation nach Gliedmaßenverlust
Operatives Vorgehen bei notwendigem Implantatausbau - Verfasst von
-
Dr. Horst-Heinrich Aschoff
Marko Sass
Thomas Mittlmeier
- Publikationsdatum
- 23.01.2025
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwörter
-
Ermüdungsbruch
Fatigue
Orthopädie und Unfallchirurgie - Erschienen in
-
Operative Orthopädie und Traumatologie / Ausgabe 2/2025
Print ISSN: 0934-6694
Elektronische ISSN: 1439-0981 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00064-024-00883-5
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