Ambulante Ernährungsberatung ist für die Prävention und Therapie chronischer Erkrankungen medizinisch notwendig
Ein Positionspapier von DGEM, DAG, DDG, DGVS, DGK, DAEM, BDEM, Deutscher Allianz für nichtübertragbare Krankheiten und VDOE anlässlich des Beschlusses des Gemeinsamen Bundesausschusses vom 9. Februar 2015
- 16.03.2016
- Ernährung
- Originalarbeit
- Verfasst von
- Prof. Dr. oec. troph. Dr. med. A. Bosy-Westphal
- Prof. Dr. med. O. Adam
- Prof. Dr. med. S. Bischoff
- Dr. S. Gerlach
- Prof. Dr. med. H. Gohlke
- Dr. M. Groeneveld
- Prof. Dr. med. H. Hauner
- Dr. E. Krebs
- Prof. Dr. med. G. Lamprecht
- Prof. Dr. med. M. J. Müller
- Dr. K. Norman
- Prof. Dr. med. M. Plauth
- Prof. Dr. med. A. Pfeiffer
- Dr. med. P. Rittler
- Prof. Dr. med. M. Wabitsch
- Prof. Dr. med. J. G. Wechsler
- Erschienen in
- Prävention und Gesundheitsförderung | Ausgabe 2/2016
Zusammenfassung
Hintergrund
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) war aufgefordert worden, eine Bewertung von Nutzen und medizinischer Notwendigkeit der ambulanten Ernährungsberatung bei verschiedenen Indikationen vorzunehmen, um über die Aufnahme der Ernährungsberatung als neues verordnungsfähiges Heilmittel zu entscheiden.
Ergebnis
Die im Februar 2015 veröffentlichte Bewertung des G-BA kommt zu dem Schluss, dass der Nutzen einer alleinigen ambulanten Ernährungsberatung hinsichtlich patientenrelevanter Endpunkte bei den geprüften Indikationen Adipositas, Typ 2 Diabetes, Dyslipidämien, Hypertonie, Niereninsuffizienz und bei onkologischen Erkrankungen sowie weiteren Erkrankungen (Osteoporose, Schlafapnoe, Psychose, chronische Herzinsuffizienz) nicht erwiesen ist. Die Bewertung der medizinischen Notwendigkeit einer ambulanten Ernährungsberatung fällt damit für alle genannten Indikationen negativ aus.
Schlussfolgerung
Da dies Ergebnis weitreichende Folgen für betroffene Patienten hat, nehmen die hier unterzeichnenden Fachgesellschaften und Verbände den Beschluss zum Anlass, die Grenzen der G-BA-Beurteilung aufzuzeigen.
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- Titel
-
Ambulante Ernährungsberatung ist für die Prävention und Therapie chronischer Erkrankungen medizinisch notwendig
Ein Positionspapier von DGEM, DAG, DDG, DGVS, DGK, DAEM, BDEM, Deutscher Allianz für nichtübertragbare Krankheiten und VDOE anlässlich des Beschlusses des Gemeinsamen Bundesausschusses vom 9. Februar 2015 - Verfasst von
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Prof. Dr. oec. troph. Dr. med. A. Bosy-Westphal
Prof. Dr. med. O. Adam
Prof. Dr. med. S. Bischoff
Dr. S. Gerlach
Prof. Dr. med. H. Gohlke
Dr. M. Groeneveld
Prof. Dr. med. H. Hauner
Dr. E. Krebs
Prof. Dr. med. G. Lamprecht
Prof. Dr. med. M. J. Müller
Dr. K. Norman
Prof. Dr. med. M. Plauth
Prof. Dr. med. A. Pfeiffer
Dr. med. P. Rittler
Prof. Dr. med. M. Wabitsch
Prof. Dr. med. J. G. Wechsler
- Publikationsdatum
- 16.03.2016
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
- Schlagwörter
-
Ernährung
Hypertonie
Hypertonie - Erschienen in
-
Prävention und Gesundheitsförderung / Ausgabe 2/2016
Print ISSN: 1861-6755
Elektronische ISSN: 1861-6763 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s11553-016-0529-2
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