Die chirurgische Rekonstruktion der Rotatorenmanschette (RM) hat neben der Schmerzlinderung – v. a. von Nachtschmerzen – das Ziel der Funktionsverbesserung, der Reintegration in das soziale Umfeld sowie der Vermeidung von Folgebeschwerden. Neben der Operation können verschiedene Faktoren das Ergebnis sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Die Rerupturrate liegt in Studien bei bis zu 57 % [
1]. Jedoch zeigte eine Metaanalyse, dass die Mehrzahl der Pateinten nach einer Naht der posterosuperioren RM unabhängig von der Sehnenintegrität vom Eingriff profitierte. Bei Patienten mit eingeheilter Sehne waren zwar bessere Ergebnisse in einzelnen Funktionsscores nachweisbar, die klinische Relevanz blieb jedoch unklar [
2,
3].
Auch wenn eine Läsion der RM möglicherweise nicht allein für präoperativen Einschränkungen und nicht allein für das postoperative Ergebnis verantwortlich zu sein scheint, bleibt es das Ziel jedes Schulterchirurgen, eine bestmögliche Rekonstruktion und Einheilung der Sehne zu erreichen. Neben bekannten Faktoren wie Alter, Defektgröße, Sehnen- und Muskelqualität, Compliance, Diabetes, Rauchen [
4] und Alkohol [
5] scheint auch die Ernährung inklusive Nahrungsergänzungsmitteln einen Einfluss auf das postoperative Ergebnis zu haben [
6‐
8]. Bei diesem Artikel handelt es sich um eine selektive narrative Übersicht auf Basis aktueller PubMed- und Scous-Recherche bis 2025.
Ernährungsstatus und allgemeine Grundlagen
Viele ältere Patienten leiden unter Mangelernährung und Gebrechlichkeit [
9,
10]. Ein schlechter Ernährungszustand mit Defiziten in Makro- und Mikronährstoffen kann den Verlauf und das Ergebnis nach elektiven orthopädischen Eingriffen negativ beeinflussen [
11]. So steigt nach Schulterprothesenimplantationen das Risiko für Transfusionen und verlängerte Krankenhausaufenthalte, wenn eine Mangelernährung vorliegt [
12]. Zwar weist die arthroskopische Schulterchirurgie ein geringes Komplikationspotenzial auf [
13], dennoch erhöht eine Mangelernährung das Risiko für Rerupturen nach RM-Naht [
14]. Zur Beurteilung wird u. a. der Geriatric Nutritional Risk Index (GNRI) genutzt. Er erlaubt anhand des Serumalbuminwertes und des Körpergewichts eine Einschätzung des Risikos für bestehende oder drohende Mangelernährung [
15]. Ein Anstieg des Serumalbuminwertes verbesserte das Outcome nach Hüftfrakturen [
16]. Auch wenn eine routinemäßige Bestimmung des Serumalbumins nicht empfohlen werden kann, könnte der Ausgleich erniedrigter Werte die Rerupturraten nach einer Naht senken [
14]. Generell trägt eine erhöhte Proteinzufuhr nach Operationen zur Reduktion von Komplikationen und Kosten bei [
17] und ist dabei wichtiger als die Kalorienzufuhr selbst [
18].
Makronährstoffe und Aminosäuren
Proteinreiche Ernährung
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. empfiehlt für gesunde Erwachsene 0,8–1,0 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag (kg/KG/Tag; abhängig vom Alter; [
19]). Nach Operationen steigt der Bedarf deutlich, da Aminosäuren für Immunprozesse und Proteinsynthese benötigt werden [
20]. Ohne externe Zufuhr wird dies v. a. über den Muskelabbau gedeckt [
21,
22]. Für Patienten in einem gestressten Zustand, wie z. B. nach einer Operation [
18], besteht ein gesteigerter Energiebedarf, weshalb auch die Proteinzufuhr erhöht werden sollte. Die Empfehlung liegt bei 1,2–2,0 g pro kg/KG/Tag [
23,
24]. Teilweise werden auch Werte bis 4,0 g pro kg/KG/Tag diskutiert [
20,
25]. Bei stationär aufgenommenen älteren Patienten (Durchschnittsalter 67 Jahre) lag die Proteinzufuhr mit 0,6 g pro kg/KG/Tag sogar unter der Empfehlung für Gesunde [
26]. Ein 85 kg wiegender Patient sollte also mindestens 102 g, besser sogar 170 g Protein pro Tag aufnehmen [
20]. Während beim Gesunden eine Einzeldosis von 30 g Protein pro Mahlzeit die Proteinsynthese ausreichend stimuliert [
27], ist der Bedarf nach Operationen und Immobilisation mit 20–40 g pro Portion erhöht [
20]. In Tab.
1 sind verschiedene Eiweißquellen aufgeführt.
Tab. 1
Exemplarische Auflistung verschiedener Proteinquellen
Fleisch | Sojaprodukte | Whey-Protein |
Fisch | Linsen | Casein-Protein |
Eier | Kichererbsen | Essenzielle Aminosäuren |
Käse | Nüsse/Kerne | „Branched-chain amino acids“ (BCAA) |
Quark | Haferflocken | – |
Eine proteinreiche Ernährung nach einer Operation unterstützt Immunprozesse, Wundheilung und die Vermeidung von Infektionen [
18,
28]. Eine Ergänzung durch Whey-Protein (idealerweise mit erhöhtem Leucin-Gehalt) kann in der frühen postoperativen Phase sinnvoll sein.
Welchen Einfluss eine proteinreiche Ernährung auf die Sehnenheilung nach RM-Naht hat und ob dadurch wiederum das postoperative Outcome signifikant beeinflusst werden kann, kann anhand der Datenlage nicht beantwortet werden. Eine fettreiche Ernährung wirkt dagegen eindeutig negativ auf die Sehnenqualität und -heilung [
29]. Selbstverständlich sollte insgesamt auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden, zu der auch komplexe Kohlenhydrate und mehrfach ungesättigte Fettsäuren zählen.
Essenzielle Aminosäuren (EAA/BCAA)
Essenzielle Aminosäuren (EAA) sind neun Aminosäuren, welche vom Körper nicht selber hergestellt und nur über die Nahrung zugeführt werden können. Die „branched-chain amino acids“ (BCAA) umfassen Leucin, Isoleucin und Valin. Besonders Leucin spielt eine Schlüsselrolle bei der Proteinbiosynthese [
30,
31]. Die Supplementation von Leucin kann zur Erholung der Muskulatur nach Verletzungen beitragen [
32,
33]. Leucin aktiviert den IGF-I/PI3K/AKT/mTOR-Signalweg und kann damit Muskelatrophie verhindern sowie Zellwachstum und Heilung fördern [
34‐
37].
Ein direkter Einfluss von Leucin auf die Sehnenheilung oder eine verminderte Atrophie der Muskulatur nach RM-Naht ist bislang nicht ausreichend untersucht. Aktuell gibt es keine klare Empfehlung zur Einnahme von EAA zur Verbesserung der Sehnenheilung, allerdings zeigen Studien nach anderen orthopädischen Eingriffen einen positiven Nutzen durch EAA-Supplementation in der postoperativen Phase [
38‐
40].
Nicht-essenzielle Aminosäuren (Glutamin, Glycin)
Die nicht-essenzielle Aminosäure Glutamin könnte ebenfalls einen Einfluss auf den postoperativen Verlauf haben [
41]. In Tiermodellen führte Glutamin-angereichertes Fibringel bei RM-Naht zu einer verbesserten Knochenqualität und Einheilung der Sehne [
42]. Auch Glycin zeigte in Tiermodellen (teilweise kombiniert mit grünem Tee) einen antiinflammatorischen Effekt bei Achillessehnenentzündungen [
43,
44]. Auch wenn die Autoren in Ihrer Zusammenfassung ein mögliches Potenzial von Glutamin und Glycin bei der Behandlung von RM-Rupturen bzw. Tendinopathien beim Menschen beschreiben, fehlen klinische Daten für die Empfehlung einer oralen Substitution.
Mikronährstoffe
Vitamin C
Bei degenerativen Tendinopathien und Sehnenrissen sind Kollagenfasern ausgedünnt und ungeordnet [
45], was häufig auch durch oxidativen Stress begünstigt sein kann [
46]. Die Heilung einer Sehne nach Operation durchläuft dann verschiedene Phasen und Remodellierungsprozesse [
47]. Vitamin C wirkt antioxidativ, schützt damit die Zelle vor freien Radikalen und dient zum anderen als Kofaktor der Kollagensynthese, was wiederum einen Einfluss auf die Entstehung einer Sehnendegeneration [
46,
48] und die Heilung von Sehnen haben könnte [
49]. In einer Studie von Martel et al. [
50] waren Rerupturen nach RM-Naht bei Vitamin-C-Supplementation seltener (11 % vs. 23 %), allerdings hatte dies keinen signifikanten Einfluss auf Kraft oder Beweglichkeit.
Omega 3
Zu den Omega-3-Fettsäuren zählen die Eicosapentaensäure (EPA), die Docosahexaensäure (DHA) und die Alpha-Linolensäure (ALA), aus der wiederum sowohl EPA als auch DHA synthetisiert werden kann [
51]. Die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren, spezielle EPA und DHA, kann die allgemeine Gesundheit unterstützen [
52].
Verschiedene Studien haben belegt, dass ein erniedrigter Omega-3-Wert im Blut ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von RM-Degenerationen darstellt [
53,
54]. Trotz des positiven Einflusses von Omega-3-Fettsäuren auf inflammatorische Prozesse und Verbesserung von Schmerzen bei Tendinopathien [
55] ist ein Einfluss auf die Heilung nach RM-Naht nicht belegt. Für gesunde Erwachsene liegt der Tagesbedarf bei etwa 250–300 mg DHA und EPA, bei Leistungssportlern bei bis zu 2 g pro Tag [
56]. Nebenwirkungen sind selten. Auch wenn ein Einfluss auf die Plättchenaktivität beschrieben ist, konnte kein Zusammenhang zwischen Omega-3-Fettsäureneinnahme und einem erhöhten Blutungsrisiko hergestellt werden [
57,
58].
Vitamin D
Vitamin D unterstützt die Calciumaufnahme und Knochenmineralisation [
59] und kann ebenso wie Omega-3-Fettsäuren zur allgemeinen Gesundheit beitragen [
60].
Ein Vitamin-D-Mangel trägt zur Entstehung von Defekten der RM bei [
61,
62]. Erniedrigte Serum-Vitamin-D-Werte bei Patienten mit RM-Schaden lagen in verschiedenen Studien zwischen 36 % und 91,7 % der Fälle vor [
63‐
65]. Ein Vitamin-D-Mangel ist mit höheren Rerupturraten, erhöhten Schmerzen, Muskelverfettung, häufigeren Revisionen nach Schulterprothesenimplantation und generellen Komplikationen assoziiert [
66‐
68]. In keiner der Studien konnte dabei ein Einfluss auf das postoperative Ergebnis nachgewiesen werden.
Angesichts der hohen Prävalenz eines Vitamin-D-Mangels bei Patienten mit RM-Defekten erscheint eine prä- und postoperative Supplementation sinnvoll. Das Bundesamt für Gesundheit, Direktionsbereich Verbraucherschutz, Abteilung Lebensmittelsicherheit der Schweiz sowie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfehlen bei Patienten über 60 (CH) bzw. 65 (BRD) eine Einnahme von 800 IE/Tag. Diese Dosierung ist nach der Operation aber möglicherweise zu niedrig.
In einer Studie von Mouli et al. [
69]. konnte der Vitamin-D-Spiegel vor Versorgung mittels Knieprothese mit einer „loading dose“ von 50.000 IE pro Woche für 4 Wochen und 2000 IE pro Tag ab der 5. Woche als Erhaltungsdosis effektiver ausgeglichen werden als mit einer täglichen Dosierung zwischen 1000 und 6000 IE. Im eigenen Vorgehen erhalten Patienten vor einer RM-Naht (und einer Schulterprothese) bereits Vitamin D. Eine selektive Verabreichung mit vorheriger Bestimmung des Vitamin-D-Spiegels kann sicherlich diskutiert werden, erscheint aufgrund des Nebenwirkungsprofils, des Patientenalters und des häufigen Auftretens eines Vitamin-D-Mangels nicht zwangsläufig notwendig.
Weitere Substanzen
Im angloamerikanischen Raum wird aktuell über den Effekt von β‑Hydroxy-β-Methylbutyrat (HMB) diskutiert. HMB, ein Leucin-Metabolit, könnte muskelprotektiv wirken [
70]. Es wird postuliert, dass die Einnahme von HBM zum Erhalt der Muskulatur nach Operationen und Reduktion von Komplikationen beitragen könnte [
71]. Im Setting von orthopädischen Operationen ist die postoperative Einnahme von HMB aber bis dato noch nicht untersucht.
Kreatin, speziell Kreatinmonohydrat, ist eines der bekanntesten Nahrungsergänzungsmittel und hatte sein Anwendungsgebiet viele Jahre v. a. im Kraftsport [
72]. Die regelmäßige Einnahme von Kreatin hat aber nicht nur Effekte auf das Muskelwachstum, sondern auch auf das Skelettsystem und kognitive Funktionen [
73‐
75].
Die Rolle von Kreatin nach Operationen des Bewegungsapparats ist nicht ausreichend untersucht, wahrscheinlich liegt der Benefit aber v. a. in der Kombination mit Krafttraining [
71,
76] und im Erhalt von Muskelmasse bei Immobilisation [
72,
77].
Eine Empfehlung zur Substitution nach RM-Naht besteht zum aktuellen Zeitpunkt nicht. Bei geringem Risikoprofil und fehlenden schädlichen Effekten kann bei Immobilisation des Armes die Verabreichung aber in Betracht gezogen werden. Eine mögliche Therapie mit Kreatin könnte z. B. mit einer „loading dose“ von 20 g (verteilt auf 4 Einzeldosen a 5 g pro Tag) für 5–7 Tage zum Auffüllen der Kreatinspeicher beginnen und mit einer Erhaltungsdosis von 3–5 g pro Tag fortgesetzt werden [
20].
Diskussion
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Einfluss von Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel auf die Sehnenheilung und das postoperative Ergebnis nach RM-Naht noch nicht ausreichend untersucht ist. Erste Daten deuten jedoch darauf hin, dass bestimmte Substanzen von klinischer Relevanz sein könnten. Besonders hervorzuheben ist Vitamin D: Angesichts der hohen Prävalenz eines Mangels bei Patienten mit degenerativen Schäden der RM oder im Rahmen einer Schulterprothesenversorgung erscheint eine prä- und postoperative Supplementierung sinnvoll. Zwar konnte ein direkter Effekt auf die Sehnenheilung bislang nicht belegt werden, doch sind Assoziationen mit erhöhten Rerupturraten, Muskelverfettung und funktionellen Einschränkungen beschrieben worden. Die Therapie mit einer „loading dose“ von 50.000 IE pro Woche für vier Wochen und anschließender Erhaltungsdosis von 2000 IE pro Tag wurde als sicher beschrieben, wenngleich derzeit noch keine klaren Empfehlungen zur Dosierung im postoperativen Setting vorliegen [
69].
Auch EAA und BCAA haben bislang keinen eindeutigen Nachweis für eine Verbesserung der Sehnenheilung erbracht. Aufgrund des günstigen Risikoprofils und der Tatsache, dass nach orthopädischen Eingriffen ein positiver Effekt auf Muskelmasse, Kraft und allgemeines Outcome beobachtet wurde, kann eine Supplementierung aber durchaus erwogen werden, insbesondere bei älteren Patienten [
38‐
40]. Dabei sollten der finanzielle Aufwand sowie die individuelle Verträglichkeit berücksichtigt werden. Der genaue Umfang einer Substitution von Aminosäuren nach einer Operation sollte dabei individuell berücksichtigt werden.
Unbestritten ist dagegen, dass Patienten nach Operationen einen erhöhten Bedarf an Proteinen aufweisen. Eine tägliche Aufnahme von 2,0–3,0 g Protein/kg/KG wird empfohlen, um Heilungsprozesse, Immunfunktionen und Muskelregeneration zu unterstützen. Da Patienten postoperativ häufig unter Appetitverlust leiden, kann insbesondere in den ersten Wochen nach einer Operation die Ergänzung durch leicht verfügbare Proteinquellen wie Whey-Protein, idealerweise mit erhöhten Leucin-Gehalt, hilfreich sein, um die Bedarfsdeckung sicherzustellen [
20].
Während die Rolle weiterer Substanzen wie Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren, HMB oder Kreatin noch unklar bleibt und bislang keine klare Empfehlung ausgesprochen werden konnte, zeigt sich insgesamt, dass eine optimierte Ernährung und gezielte Supplementierung – individuell angepasst und unter Berücksichtigung der aktuellen Datenlage – einen positiven Beitrag zur postoperativen Genesung leisten kann, auch wenn häufig kein direkter Einfluss auf die Sehnenheilung dokumentiert werden konnte.
Praktische Umsetzung im Klinikalltag
Die Umsetzung einer proteinreichen und mikronährstoffoptimierten Ernährung stellt im stationären Umfeld nach wie vor eine Herausforderung dar. In vielen Kliniken ist die Standardkost nicht ausreichend proteinreich, um den erhöhten Bedarf nach Operationen zu decken. Eine enge Zusammenarbeit mit Diätassistenzen oder Ernährungsteams kann daher sinnvoll sein, um gezielt proteinangereicherte Speisen oder Trinknahrungen (z. B. ≥ 20 g Protein/Portion) bereitzustellen.
Fazit für die Praxis
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Präoperative Einschätzung des Ernährungszustands: Bei älteren oder multimorbiden Patienten ggf. Geriatric Nutritional Risk Index (GNRI) oder Serumalbumin bestimmen.
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Vitamin-D-Substitution: mögliches Konzept: „loading dose“: 50.000 IE/Woche für 4 Wochen, Erhaltungsdosis: 3000–5000 IE/Tag ab der 5. Woche.
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Proteinreich ernähren – gezielte Zufuhr sicherstellen: Ziel: 2,0–3,0 g/kgKG/Tag, besonders in den ersten 4 Wochen postoperativ, bei Bedarf Ergänzung durch Whey-Protein (z. B. 30–40 g 2 × täglich), idealerweise mit erhöhtem Leucin-Gehalt.
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CAVE: Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen kann eine erhöhte Proteinzufuhr zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion führen und ist daher nicht empfohlen.
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EAA-/BCAA-Supplementierung erwägen: keine Pflicht, aber sinnvoll bei älteren oder muskelschwachen Patienten, längerer Immobilisationszeit und hohem Rerupturrisiko (Empfehlung: z. B. 10 g EAA pro Tag [1–2×] für 4–6 Wochen).
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Kreatin und Glutamin optional – nur bei Risikopatienten: Kreatin kann bei Immobilisation helfen, Muskelmasse zu erhalten (z. B. 0.1g pro kg Körpergewicht Kreatin pro Tag, auch wenn keine klare Evidenz vorliegt).
Einhaltung ethischer Richtlinien
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
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