Zum Inhalt

Ernährung und restriktive Diäten in den ersten 1000 Tagen

Erschienen in:

Zusammenfassung

Die Ernährung in den ersten 1000 Lebenstagen – von der Empfängnis bis zum Ende des zweiten Lebensjahres – spielt eine zentrale Rolle für das körperliche und geistige Entwicklungspotenzial von Kindern. Restriktive Ernährungsformen, sei es aus medizinischen Gründen oder aufgrund weltanschaulicher Motive, bergen besondere Risiken. In diesem Beitrag werden die physiologischen Anforderungen in dieser Lebensphase dargestellt, mögliche Auswirkungen restriktiver Diäten aufgezeigt und Empfehlungen für die kinderärztliche Praxis gegeben.

Redaktion

Carsten Posovszky, Zürich
Elke Lainka, Essen
Eberhard Lurz, München
QR-Code scannen & Beitrag online lesen

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Einleitung: die ersten 1000 Tage als prägendes Zeitfenster

Die ersten 1000 Tage, von der Empfängnis bis zum zweiten Geburtstag, stellen ein besonders wichtiges Zeitfenster dar, in dem die Ernährung tiefgreifende und dauerhafte Auswirkungen auf Wachstum, Entwicklung und Gesundheit hat. Diese Phase ist durch schnelles Wachstum und eine rasante Entwicklung gekennzeichnet, weshalb die optimale Ernährung unerlässlich ist, um Wachstum und kognitive Entwicklung zu fördern. Frühkindliche Ernährung – sowohl mütterliche Über- als auch Unterernährung – beeinflusst über epigenetische Mechanismen wie DNA-Methylierung und Histonmodifikationen langfristig die Expression von Genen, die den Lipid- und Kohlenhydratstoffwechsel steuern [1]. Weiterhin ist die Ernährung in den ersten 1000 Tagen entscheidend für die Entwicklung des kindlichen Mikrobioms sowie des Immunsystems [1, 2]. All diese Wechselwirkungen beeinflussen das Risiko, später nichtübertragbare Krankheiten, wie Allergien, Autoimmunerkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck oder Adipositas, zu entwickeln [1, 2].
Merke.
Die ersten 1000 Tage, von der Empfängnis bis zum zweiten Geburtstag, stellen ein besonders wichtiges Zeitfenster dar, in dem die Ernährung tiefgreifende und dauerhafte Auswirkungen auf Wachstum, Entwicklung und Gesundheit hat.

Ernährungsbedürfnisse in der frühen Kindheit

Eine ausgewogene Zufuhr von Makro- und Mikronährstoffen ist für das Wachstum und die Entwicklung in der frühen Kindheit erforderlich [3, 4]. Makronährstoffe liefern die für das Wachstum notwendige Energie und die „Bausteine“, während Mikronährstoffe für verschiedene physiologische Funktionen und Entwicklungsprozesse von entscheidender Bedeutung sind. Eine ausreichende Nährstoffversorgung ist für die körperliche, kognitive und emotionale Entwicklung essenziell [4, 5]. Dies beginnt bereits mit der Ernährung der schwangeren und stillenden Mutter und setzt sich mit der Ernährung des Säuglings fort [4, 5].
Makronährstoffe sind Kohlenhydrate, Proteine und Fett; zu den Mikronährstoffen zählen Eisen, Zink, Kalzium, Jod, Folsäure, Vitamin B12, Vitamin A und D. Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder haben einen im Verhältnis deutlich höheren Bedarf als Erwachsene an Energie, Protein und Mikronährstoffen (Tab. 1; [3, 4]). Die Referenzwerte der DACH-Gesellschaften betonen die altersabhängige Bedarfsermittlung [6]. Besonders kritisch sind Mikronährstoffe wie Eisen, Zink, Vitamin B12, Jod, Kalzium und Vitamin D, die bei unausgewogener Ernährung leicht defizitär sein können, was klinisch folgenreich ist (Tab. 1). Der Nährstoffbedarf wird durch physiologische, entwicklungsbedingte und individuelle Faktoren beeinflusst [3]. Die Nährstoffaufnahme ist bei Erkrankungen, die zu Maldigestion oder Malabsorption führen, vermindert [7]. Außerdem ist bei der Nährstoffzufuhr zu beachten, wie gut die einzelnen Nährstoffe im Darm aufgenommen werden, da ihre Bioverfügbarkeit teilweise stark variiert (z. B. Hämeisen aus Fleisch 15–35 % und pflanzliches Nichthämeisen 2–10 %; [8]).
Merke.
Besonders kritisch sind Mikronährstoffe wie Eisen, Zink, Vitamin B12, Jod, Kalzium und Vitamin D, die bei unausgewogener Ernährung leicht defizitär sein können, was klinisch folgenreich ist.
Tab. 1
Altersabhängiger bzw. schwangerschaftsbedingter Vitamin- und Nährstoffbedarf (*DGE Referenzwerte [6]), deren Quellen (#Beispiele), Speicher (+Schätzungen), Funktionen sowie klinische Folgen eines Mangels
Nährstoff
Tagesbedarf*
Hauptnahrungsquellen#
Speicherkapazität+
Wesentliche Funktionen
Klinische Zeichen eines Mangels (Beispiele)
Vitamin A (Retinol, β‑Carotin)
0–4 Mo: 500 µg RE
Retinol: Leber, Ei, Butter, Milch, Käse
β-Carotin: Karotten, Süßkartoffeln, Grünkohl, Spinat, Kürbis, Feldsalat, Mangold, Aprikosen, Paprika
NG: 1–3 Wo
Bestandteil von Rhodopsin der Netzhaut, Zelldifferenzierung, Immunfunktion
Nachtblindheit, Hyperkeratose, Wachstumsstörung, Infektionsanfälligkeit, Zelldifferenzierung, Embryonalentwicklung
4–12 Mo: 400 µg RE
KK: 3 Mo
1–4 LJ: 300 µg RE
Erwachsene: bis zu 1 J
SZ: 1300 µg RE
Vitamin C (Ascorbinsäure)
0–4 LJ: 20 mg
Beeren, Kartoffeln, Tomaten, Petersilie, Paprika, Grünkohl, Brokkoli, Zitrusfrüchte, Leber
Gering
Antioxidans, Kollagensynthese, Eisenaufnahme, Immunfunktion, Co-Faktor
Zahnfleisch‑/Schleimhautblutung, Petechien, Knochen‑/Muskelschmerzen, Knochenverformung, Wachstumsstörung, Müdigkeit, Anämie, Infektonsanfälligkeit (Skorbut)
SS: 105 mg
SZ: 125 mg
Vitamin D
0–12 Mo: 400 IE
Fisch, Eigelb, Butter, lichtexponierte Pilze
Körpereigene Synthese bei Sonnenexposition (UV-B) bedarfsdeckend
Mehrere Wochen
Knochen‑/Zahnmineralisierung, Muskelfunktion, Modulation der Immunantwort, Zellteilung
Rachitis, verspäteter Zahndurchbruch, Zahnverformung, Hypotonie, Muskelschwäche, Reizbarkeit, sekundärer Hyperparathyreoidismus, Autoimmunerkrankungen
> 1 LJ: 800 IE
SS: 800 IE
SZ: 800 IE
Vitamin E (Tocopherole)
0–4 Mo: 3 mg
Pflanzliche Öle, Nüsse, Samen, Avocado, Vollkornprodukte, grünes Blattgemüse, Kichererbsen, fettreicher Fisch
NG: sehr geringer Speicher Erwachsene: Pool von 3,4–8,0 g
Antioxidans, neuroprotektiv, Blutgefäßschutz, Zellschutz
Ataxie, Retinopathie, hämolytische Anämie, Muskelschwäche
4–12 Mo: 4 mg
1–4 J 5 mg
SS: 13 mg
ST: 17 mg
Vitamin B1 (Thiamin)
0–4 Mo: 0,2 mg
Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Weizenkeime, Kleie, Nüsse, Hefe, Fleisch
Sehr gering
Energiestoffwechsel, Nervensystem, Muskel‑/Herzfunktion
Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Konzentrationsstörung, Neuropathie, Muskelschwäche (Beriberi)
4–12 Mo: 0,4 mg
1–4 J 0,6 mg
SS: 1,2 mg
SZ: 1,3 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)
0–4 Mo: 0,3 mg
Fleisch (Leber), Fisch, Eier, Milch, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Mandeln, Pilze, grünes Blattgemüse
Gering
Energiestoffwechsel, Zellwachstum, Haut‑/Schleimhautfunktion, Augen
Wachstumsverzögerung, entzündliche Hautveränderungen, Cheilitis, Rhagaden, Glossitis, Augen (Lichtempfindlichkeit, Brennen, Tränen)
4–12 Mo: 0,4 mg
1–4 Jahre: 0,7 mg
SS: 1,3–1,4 mg
SZ: 1,4 mg
Vitamin B6 (Pyridoxin, Pyridoxal, Pyridoxamin)
0–4 Mo: 0,1 mg
Fleisch, Fisch, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Banane, Kartoffel, Nüsse, rote Paprika
Gering
Aminosäure‑/Homocysteinstoffwechsel, Neurotransmittersynthese, Hämsynthese
Reizbarkeit, Krampfanfälle, mikrozytäre hypochrome Anämie, Cheileitis, Glossitis, gestörte Immunfunktion
4–12 Mo: 0,3 mg
1–4 LJ: 0,6 mg
SS: 1,5 mg
ST: 1,6 mg
Vitamin B12 (Cobalamin)
0–4 Mo: 0,5 µg
Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Eier, Milch, Käse, Sauerkraut, Meeresalgen, Shiitake-Pilze
Neugeborene: 1 Jahr, insgesamt ca. 25–50 µg, Erwachsene: 3–5 Jahre, insgesamt ca. 2–5 mg
DNA-Synthese, Nervensystem (Aufbau der Myelinscheide), Blutbildung, Homocysteinstoffwechsel, Energieproduktion
Neurologische Störungen, Entwicklungsverzögerung, Muskelhypotonie, megaloblastäre Anämie, Glossitis, Appetitlosigkeit
4–12 Mo: 1,4 µg
1–4 LJ: 1,5 µg
SS: 4,5 µg
SZ: 5,5 µg
Folsäure (Vitamin B9, Folat)
0–4 Mo: 60 µg
Grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Spargel, Brokkoli, Kohl, Orangen, Erdbeeren, Leber, Eier
Begrenzt
Zellteilung/Wachstum, embryonale Entwicklung, Blutbildung, Homocystein‑/Aminosäurestoffwechsel
Neuralrohdefekte, megaloblastäre Anämie, Glossitis, Perlèche, Wachstumsstörungen, Konzentrationsstörung, Reizbarkeit
4–12 Mo: 80 µg
1–4 LJ: 120 µg
SS: 550 µg
SZ: 450 µg
Zink
0–4 Mo: 1,5 mg
Fleisch, Fisch, Milch, Eier, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen
Begrenzt
Zellteilung, Immunsystem, Nervenfunktion, antioxidativer Schutz, Geruch, Geschmack, Haut, Haare, Nägel
Verzögertes Wachstum, Konzentrationsstörung, Infektionsanfälligkeit, trockene Haut, Ekzeme, Wundheilungsstörung, Glossitis, Stomatitis, Geruchs‑/Geschmacksverlust, Haarausfall, brüchige Nägel (Acrodermatitis enterohepathica – selten genetisch)
4–12 Mo: 2,5 mg
1–4 LJ: 3 mg
SS: 7–13 mg
SZ: 11–14 mg
Je nach Phytatgehalt
Eisen
0–4 Mo: 0,3 mg
Vollkornprodukte, Fleisch, Wurstwaren, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vitamin C verbessert Eisenaufnahme
Mittel
NG ca. 6 Monate (verzögertes Abnabeln)
Blutbildung, Energiegewinnung (Mitochondrien), Immunsystem, Co-Faktor in über 100 Enzymen, Gehirnentwicklung
Mikrozytäre hypochrome Eisenmangelanämie, Müdigkeit, Blässe, Zungenbrennen, Haarausfall, Konzentrationsstörung, Reizbarkeit, Pica-Syndrom
4–12 Mo: 11 mg
1–4 LJ: 7 mg
SS: 27 mg
SZ: 16 mg
Selen
0–4 Mo: 10 µg
Paranüsse, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Spargel, Brokkoli, Pilze, Fleisch, Fisch, Eier, Milch, Käse
Begrenzt
Antioxidans (Glutathionperoxidase), Schilddrüsenfunktion (T4 ⇒ T3), Immunfunktion, Spermatogenese, Entgiftung
Infektionsanfälligkeit, chronische Entzündung, Wachstumsverzögerung, Muskelhypotonie, Kardiomyopathie, Hypothyreose
4–12 Mo: 15 µg
1–4 LJ: 15 µg
SS: 60 µg
SZ: 75 µg
Jod
0–4 Mo: 40 µg
Seefische und Meeresfrüchte, jodiertes Speisesalz, jodhaltige Algen, Milch, Eier
Sehr gering
Essenziell für Schilddrüsen-hormone (T3, T4), ZNS-Entwicklung, Regulation des Grundumsatzes
Fetale Hirnschäden, Entwicklungsverzögerung, Intelligenzminderung, verzögertes Wachstum, Müdigkeit, Frieren, Bradykardie
4–12 Mo: 80 µg
1–4 LJ: 100 µg
SS: 230 µg
SZ: 260 µg
Kalzium
0–4 Mo: 220 mg
Milchprodukte, Brokkoli, Grünkohl, Rucola, Samen, Nüsse, kalziumreiches Mineralwasser
Gut
Knochen- und Zahnbildung, Nervenleitung, Muskelkontraktion, Blutgerinnung, Enzymaktivierung, Säure-Base Haushalt
Osteoporose, Zahnschmelzdefekte, Wachstumsverzögerung, Parästhesien, Tetanie, Muskelhypotonie
4–12 Mo: – 330 mg
1–4 LJ: 600 mg
SS:/SZ: 1000 mg
Magnesium
0–4 Mo: 24 mg
Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Nüsse, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Kakao, Kartoffeln, grünes Gemüse, Bananen, Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Mineralwasser
Mittel
Co-Faktor von > 300 Enzymen, Energiegewinnung (ATP), Nervenleitung, Muskelentspannung, Herzfunktion, Elektrolythaushalt
Müdigkeit, Reizbarkeit, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörung, Schlaflosigkeit, Muskelkrämpfe, Tremor, Zittern, Herzrhythmusstörungen
4–12 Mo: 80 mg
1–4 LJ: 170 mg
SS: 300 mg
SZ: 300 mg
Protein
0–1 Mo: 2,5 g/kgKG
Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier, Hülsenfrüchte, Getreideprodukte
Baustoff für Zellen/Gewebe, Transportfunktion (Hämoglobin, Albumin), Pufferfunktion (Säure-Base-Haushalt), Energielieferant (sekundär)
Wachstumsstörung, Muskelschwäche, brüchige Nägel, Haarausfall, Infektionsanfälligkeit, schlechte Wundheilung, Ödeme (Kwashiorkor, Marasmus)
1–2 Mo: 1,8 g/kgKG
2–4 Mo: 1,4 g/kgKG
4–12 Mo: 1,3 g/kgKG
1–4 LJ: 1 g/kgKG
Erwachsene: 0,8 g/kgKG
SS: + 7–21 g
SZ: + 23 g
RE Retinoläquivalent, 1 µg Retinol = 6 µg β‑Carotin, ATP Adenosintriphosphat, T3 Trijodthyronin, T4 Thyroxin, SS Schwangerschaft, SZ Stillzeit, NG Neugeborene, KK Kleinkinder, LJ Lebensjahr

Definition, Gründe und Folgen restriktiver Ernährungsformen

Eine restriktive Ernährung für Säuglinge oder Kleinkinder bedeutet, dass bestimmte Lebensmittelgruppen oder Nährstoffe aus der Ernährung der Kinder stark eingeschränkt oder komplett weggelassen werden.
Restriktive Diäten können medizinisch indiziert sein, z. B. bei Nahrungsunverträglichkeiten (Tab. 2) oder Erkrankungen wie Zöliakie, Stoffwechselerkrankungen (z. B. Phenylketonurie) oder Nahrungsmittelallergien (Tab. 3), sowie Bestandteil einer therapeutischen Diät sein, z. B. ketogene Diät bei Epilepsie [9]. Es werden aber auch restriktive Diäten ohne medizinische Notwendigkeit durchgeführt. Außerdem gibt es zahlreiche weltanschaulich begründete Kostformen (vegan, religiös, ökologisch, ethisch; Tab. 4; [9]). Schließlich kann eine restriktive Ernährung auch Folge einer Erkrankung, die mit selektivem Essverhalten einhergeht (z. B. „avoidant/restrictive food intake disorder“ (ARFID), Autismus), sein.
Tab. 2
Restriktive Diäten bei Unverträglichkeiten. (Modifiziert und ergänzt nach Prell und Koletzko [9])
Diätform
Erkrankung
Diagnostik
Restriktion
Betroffene Nährstoffe
Laktosefreie Diät
Sekundäre Laktoseintoleranz (nach schwerer Enteritis, Zöliakie)
Anamnese, Provokation, serologische Zöliakieuntersuchung, Laktaseaktivität in der Biopsie (Atemtest*)
Meiden laktosehaltiger Milchprodukte
Kalzium und Vitamin D: keine bei Ersatz durch laktosefreie Milchprodukte/Säuglingsformula
Saccharosearme Diät
Angeborener vs. sekundärer Sucrase-Isomaltase-Mangel
Anamnese, Provokation, Saccharase-Isomaltase-Aktivität in der Biopsie (Atemtest*)
Meiden von Saccharose (in Reinform, als Malzzucker, in Obst, Gemüse, Fertigprodukten)
Keine (Ersatz durch Glucose, Lactose, Fructose, Sorbit oder Mannit)
Fruktosearme Ernährung
Fruktosemalabsorption
Anamnese, Provokation (Atemtest*)
Reduktion der Fruktosemenge
Wasserlösliche Vitamine (Vit. C), Mineral‑/Ballaststoffe
Weizenfreie Diät
Nichtzöliakie-Weizensensitivität
Serologische Zöliakieuntersuchung, Biopsie, Symptomtagebuch, DBPC-Weizen‑/Glutenbelastung
Reduktion von weizen-/glutenhaltigen Lebensmitteln
Ballaststoffe, B‑Vitamine, (Eisen, Kalzium, Vitamin D)
Histaminarme Ernährung
Histaminintoleranz
Anamnese, Provokation, DBPC-Histamin-Belastung
Meiden von histaminhaltigen Lebensmitteln
Evtl. Vitamin B6, B12, Folsäure, Eisen, Magnesium, Kalzium, Vitamin D
DBPC Doppelblind, placebokontrolliert
*Atemtest in diesem Alter in der Regel nicht durchführbar
Tab. 3
Restriktive Diäten bei medizinischer Notwendigkeit. (Modifiziert und ergänzt nach Prell und Koletzko [9])
Diätform
Erkrankung
Diagnostik
Restriktion
Betroffene Nährstoffe
Stoffwechseldiät z. B. Eiweiß-/phenylalaninarme Ernährung
Stoffwechselerkrankung z. B. Phenylketonurie, Harnstoffzyklusdefekt
NG-Screening, Aminosäurenprofil, Ammoniak, organ. Säuren im Urin etc.
Unterschiedlich, kontrolliert z. B. phenylalaninarme Ernährung
Je nach Elimination Proteinzufuhr, Eisen (Supplementation von essenziellen Aminosäuren, Eisen …)
Strikt laktose-/galaktosefreie Diät
Laktoseintoleranz, Galaktosämie
Genetik, NG-Screening
Laktosefrei, Meiden galaktosehaltiger Milchprodukte, Innereien
Kalzium, Phosphor, Zink, Jod, Vitamin B2, B12
Eliminationsdiäten z. B. Milch‑/Sojaeiweiß, Hühnereiweiß etc.
IgE-/Nicht-IgE vermittelte Nahrungsmittelallergie/-reaktion z. B. Kuhmilchallergie, FPIES, FPIAP, EoE
Anamnese, Ernährungstagebuch, Hauttest (Prick-Test/Patch-Test), spezifische IgE, Provokation (DBPC)
(Striktes) Meiden der Allergene (stillende Mutter/Kind) z. B. Kuhmilch‑, Sojaprotein, Hühnereiweiß etc., 1,2,4,6-Food-Elimination bei EoE
Je nach Elimination z. B. bei Milch: Kalzium, Phosphor, Zink, Jod, Vitamin B2, B12 (Ersatz extensiv hydrolysierte/aminosäurebasierte Formula)
Glutenfreie Diät
Zöliakie
Serologische Untersuchungen, ggf. Biopsie
Lebenslange strikte glutenfreie Kost
Ballaststoffe, B‑Vitamine
Fruktosearme/-freie Ernährung
Hereditäre Fruktoseintoleranz
Anamnese, Laboruntersuchungen, Sonographie, Genetik (Aldolase B)
Striktes Meiden von fruktose-, saccharose-, sorbit-, invertzuckerhaltigen Produkten
Wasserlösliche Vitamine (Vit. C), Mineral‑/Ballaststoffe
IgE Immunglobulin E, FPIES Food Protein-Induced Enterocolitis Syndrome, FPIAP Food Protein-Induced Allergic Proctocolitis, EoE Eosinophilic Esophagitis (eosinophile Ösophagitis), DBPC double blind, placebo-controlled
Tab. 4
Nahrungsrestriktion bei weltanschaulich begründeten Kostformen (Modifiziert und ergänzt nach Prell und Koletzko [9])
Kostform
Restriktion
Betroffene Nährstoffe
Ersatz (Beispiele)
Laktoovovegetarisch
Fleisch
Tierisches Protein, Vitamin B12, Eisen, Zink
Sojabasierte Säuglingsnahrung, Eier, Vitamin B12-, Eisen‑, Supplementation
Fisch
Jod, ω‑3-Fettsäuren (DHA)
Rapsöl-Leinöl-Mischung (α-Linolsäure) Algenpräparate, ω‑3-Fettsäuren-Supplement
Laktovegetarisch
Fleisch, Fisch
Wie oben
Siehe oben
Eier
Tierisches Protein, Vitamin D
Hülsenfrüchte
Vegan (keine tierischen Produkte)
Fleisch, Fisch, Eier
Wie oben
Siehe oben
Milchprodukte, Honig
Tierisches Protein, Kalzium, Jod, Vitamine B12, B2, D, A
Hülsenfrüchte, kalziumreiche/mit Jod angereichte Nahrungsmittel/Salz, Vitamin-D-Supplementation
Fruktarisch
Tierische Nahrungsmittel
Wie vegan
Siehe vegan
Pflanzliche Produkte wie Gemüse, Knollen, Blätter, Wurzeln
Eiweiß, Kalzium, Vitamine A, D, B2, B12, Eisen, Zink, Selen, ω‑3-Fettsäuren
Sehr problematisch, Vitamin- und Mineralstoffsupplemente
DHA „Docosahexaenoic acid“ (Docosahexaensäure)
Infobox 1
Je restriktiver die Diät, desto größer ist das Risiko für:
  • Wachstumsverzögerungen und Gedeihstörungen
  • Kognitive und motorische Entwicklungsdefizite
  • Immunschwäche mit erhöhter Infektionsanfälligkeit
  • Spezifische Mangelzustände, z. B. Anämien, Rachitis, Tetanie
  • Reduzierte Lebensqualität und mögliche psychosoziale Belastungen
  • Entwicklung einer Essstörung
Merke.
Eine restriktive Ernährung für Säuglinge oder Kleinkinder bedeutet, dass bestimmte Lebensmittelgruppen oder Nährstoffe aus der Ernährung der Kinder stark eingeschränkt oder komplett weggelassen werden.

Restriktive Ernährung in den ersten 1000 Tagen: Datenlage

Laut Umfrage leben in Deutschland 2 % der Befragten vegan. Vegane Ernährung kann für die gesunde erwachsene Allgemeinbevölkerung unter der Voraussetzung einer Vitamin‑B12-Supplementation und bedarfsdeckender Zufuhr potenziell kritischer Nährstoffe eine gesundheitsfördernde Ernährung darstellen [10]. Aufgrund der eingeschränkten Datenlage gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) für vulnerable Gruppen keine Empfehlungen ab und rät wegen potenziell, teilweise irreversibler Konsequenzen dringend zu Ernährungsberatung durch qualifizierte Fachkräfte [10].
Die Überwachung der Zufuhr von Proteinen, Kalzium, Eisen, ω‑3-Fettsäuren und Vitamin D wird während der Schwangerschaft als dringend notwendig angesehen [11, 12]. Es gibt Hinweise darauf, dass Neugeborene von Veganerinnen im Vergleich zu Müttern unter omnivorer Ernährung ein geringeres Geburtsgewicht haben und häufiger zu klein für das Gestationsalter sind. Hier wird ein Zusammenhang mit einer geringeren Proteinzufuhr bei den veganen Müttern postuliert [11].
Eine Kontrolle der Vitamin‑B12-Zufuhr bei sich vegan ernährenden Müttern ist wichtig, da gestillte Säuglinge bei unzureichender Versorgung einen schweren Vitamin‑B12-Mangel und irreversible neurologische Schäden entwickeln können [13, 14]. Eine Supplementation wird bereits während der Schwangerschaft empfohlen [13, 14].
Für vegan ernährte Säuglinge und Kleinkinder gibt es wenige Daten zu den Auswirkungen dieser Ernährungsform, insbesondere fehlen Langzeitbeobachtungen zu mittel- und längerfristigen Folgen für das Wachstum, die Entwicklung und die Gesundheit. Bei vegan ernährten Kindergartenkindern in Finnland lag eine Unterversorgung mit Vitamin A und D vor; ebenso fanden sich deutlich niedrigere Werte an essenziellen Aminosäuren, High-Density-Lipoproteins(HDL)- und Low-Density-Lipoproteins(LDL)-Cholesterin sowie der Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA) [15]. In der „Vegetarian-and-Vegan-Children(VeChi)-Diet“-Kohorte wurden omnivor, vegetarisch oder vegan ernährte Kleinkinder im Alter von einem bis 3 Jahren in Deutschland untersucht [16, 17]. Vegetarische und vegane Ernährung können in dieser Altersgruppe die gleiche Energie- und Makronährstoffmenge liefern und wie bei omnivorer Ernährung zu einem normalen Wachstum führen [16]. Einige Mikronährstoffe und Fettsäuren werden bei vegetarisch und vegan ernährten Kleinkindern auch ohne eine Supplementierung in höherem Maße zugeführt als bei omnivor ernährten [17]. Grenzwertig niedrig waren in allen Gruppen die Aufnahmen von Vitamin D, Jod und DHA, wobei die omnivor ernährten Kinder insgesamt eine höhere Zufuhr erhielten. Vegan und vegetarisch ernährte Kleinkinder hatten kritisch niedrige Werte für Eisen, Kalzium, Vitamin B2 und B12 [17]. Die Autor:innen raten daher zu Vitamin‑B2-reichen Nahrungsmitteln und empfehlen die Verwendung von jodiertem Speisesalz und Milchersatzprodukten, die mit Vitamin B2 und Kalzium angereichert sind, bzw. kalziumhaltigen Mineralwässern sowie die Supplementation von DHA, Vitamin B12 und ggf. Vitamin B2. Außerdem sollten bei omnivor ernährten Kleinkindern die Zufuhr von mehrfach ungesättigtem Fettsäuren („polyunsaturated fatty acids“, PUFA) und DHA erhöht sowie die Zufuhr von Nahrungsmitteln mit hohem Anteil an Cholesterol und kurzkettigen Fettsäuren reduzieren werden [17]. Alle Kinder sollten insbesondere im Herbst und im Winter eine Supplementation von Vitamin D erhalten [17]. Kritisch zu bewerten ist ein potenzieller Selektionsbias, wie er bei Studien dieser Art häufig auftritt: Die Rekrutierung umfasst überwiegend Eltern aus urbanen Lebensräumen mit überdurchschnittlichem sozioökonomischem Status.
Inwiefern sich restriktive Ernährungsformen konkret auf die Nahrungszufuhr von 2‑ bis 12-Jährigen auswirken, kann anhand der publizierten Studien nicht abschließend beantwortet werden [18].
Merke.
Bei allen Kleinkindern ist unabhängig von der Kostform auf eine adäquate Nahrungszufuhr zu achten.
Eine unzureichende Nährstoffversorgung bei mischkosternährten Kleinkindern in Deutschland wurde in der GRETA-Studie (German Representative Study of Toddler Alimentation) berichtet [19]. Hierbei wurden Eisen, Jod, Vitamin D und Folsäure als kritische Nährstoffe identifiziert. Hervorgehoben wurde, dass es in Abhängigkeit vom sozialen Status familiär erhebliche Unterschiede im Nahrungsangebot gibt.
Außerdem findet sich eine höhere Prävalenz für Mangelernährung gerade bei Kindern unter 5 Jahren bei stationärer Aufnahme [7]. Mangelernährung kann mit einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität einhergehen [7]. Bei allen Kleinkindern ist unabhängig von der Kostform auf eine adäquate Nahrungszufuhr zu achten.

Praktische Empfehlungen für die kinderärztliche Betreuung

  • Weil sich Mangelzustände oft erst spät bemerkbar machen, aber gerade bei Säuglingen und Kleinkindern schwerwiegende und bleibende Folgen haben können, sind das frühzeitige Erkennen möglicher Risikosituationen sowie Aufklärung und Beratung der Eltern von großer Bedeutung.
Infobox 2: Empfehlungen für die Praxis
  • Regelmäßige Kontrolle von Wachstum sowie kognitiver und motorischer Entwicklung mit Ernährungsanamnese (selektives Essverhalten, restriktive Ernährungsformen, Jodzufuhr, Vitamin D etc.)
  • Gezielte Labordiagnostik bei Verdacht auf Mangelzustände
  • Regelmäßige Laboruntersuchungen bei stark restriktiven Ernährungsformen
  • Qualifizierte ernährungstherapeutische Beratung (z. B. bei veganer Ernährung)
  • Supplementierung kritischer Nährstoffe oder durch restriktive Diäten betroffener Nährstoffe
  • Elternaufklärung zu Risiken und Grenzen alternativer Ernährungskonzepte
Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen sollte bei der Ernährungsanamnese auf restriktive Ernährungsformen beim Kind bzw. der stillenden Mutter geachtet werden [8]. Es gibt Hinweise darauf, dass unbegründete oder weltanschaulich motivierte Kostformen (z. B. gluten-, milch-, laktosefreie oder vegane, vegetarische Ernährungsformen) auch im Säuglings- und Kleinkindalter zunehmend praktiziert werden. Elternängste, Internet-Mythen und populärwissenschaftliche Trends sind hierfür mitverantwortlich. Diese Entwicklungen sind ernährungsmedizinisch relevant, da sie bei unzureichender Planung und Beratung das Risiko für Mangelzustände erhöhen.
Restriktive Ernährungsformen ohne ärztliche Notwendigkeit erfordern im frühen Kindesalter besondere Aufmerksamkeit. Nahrungsunverträglichkeiten für Lactose, Saccharose oder Histamin sind in dieser Altersgruppe meist sekundär und vorübergehend bei einer schweren Darmschädigung durch eine Enteritis (meist infektiös, selten toxisch) sowie im Rahmen einer Zöliakie oder Nahrungsmittelallergie (meist Kuhmilcheiweißintoleranz), die vorrangig bei Persistenz abgeklärt und behandelt werden sollten (Tab. 2). Hingegen ist die Fruktosemalabsorption als sogenannte Toddler’s Diarrhea ein häufiges Phänomen aufgrund des hohen Fruktosekonsums in dieser Altersgruppe (Früchte, Säfte).
Merke.
Restriktive Ernährungsformen ohne ärztliche Notwendigkeit erfordern im frühen Kindesalter besondere Aufmerksamkeit.
Die verminderte Aufnahme von Mikronährstoffen führt zunächst zur Entleerung der Körperspeicher und dadurch zu einer messbaren Veränderung der Konzentration von Laborparametern in Körperflüssigkeiten (Blut, Urin). Vitamin B1, Folat, Vitamin C, Jod und Zink sind aufgrund geringer Speicherkapazität besonders rasch bei Mangelzufuhr, Erkrankungen oder erhöhtem Bedarf betroffen (Tab. 1). Schließlich bewirkt der Mangel auf zellulärer Ebene Funktionsstörungen, die sich im Verlauf klinisch bemerkbar machen (Tab. 1). Bei einer unklaren Symptomatik sollte immer an einen Nährstoffmangel gedacht werden und diesbezüglich eine gezielte Diagnostik erfolgen.
Merke.
Bei einer unklaren Symptomatik sollte immer an einen Nährstoffmangel gedacht werden und diesbezüglich eine gezielte Diagnostik erfolgen.
Je nachdem, welche restriktive Kostform erfolgt, werden regelmäßige Laboruntersuchungen empfohlen. Bei veganer Ernährung z. B. Blutbild (Hämoglobin, mittleres korpuskuläres Hämoglobin [„mean corpuscular hemoglobin“, MCH], mittleres Erythrozyteneinzelvolumen [„mean corpuscular/cell volume“ MCV]), Ferritin, Holotranscobalamin/Methylmalonsäure, Folsäure, Zink, 25-OH-Vitamin D, C‑reaktives Protein (CRP), thyreoidstimulierendes Hormon (TSH) und ggf. Jod im Urin [8]. Niedrige Ferritinwerte zeigen einen Eisenmangel, als Akute-Phase-Protein steigt die Ferritinkonzentration aber an und kann einen Eisenmangel maskieren, weshalb zusätzlich das CRP bestimmt wird. Eine erniedrigte Transferrinsättigung zeigt bereits einen latenten Eisenmangel an. Die Gesamt-Vitamin‑B12-Konzentration im Serum ist kein verlässlicher Marker, weshalb die bioaktive Form Holotranscobalamin oder Methylmalonsäure als sensitive Marker des zellulären Vitamin‑B12-Mangels bestimmt werden [8]. Stillende, Schwangere und Säuglinge sollten bei veganer Ernährung mindestens alle 6 Monate untersucht werden. Der Nährstoffbedarf lässt sich meist über eine entsprechende Ernährung abdecken; Vitamin B12 muss bei veganer Kost jedoch supplementiert werden. Bei sehr selektivem Essverhalten kann eine Nährstoffanreicherung oder gezielte Supplementierung erforderlich sein [20].
Restriktive Diäten bergen Risiken, sind jedoch nicht grundsätzlich schädlich, wenn sie fachlich begleitet werden. Eltern, die sich aus ethischen oder anderen Gründen für restriktive Ernährungsweisen entscheiden, können die Nährstoffzufuhr ihrer Kinder mit der richtigen Beratung und Nahrungsergänzung ernährungsphysiologisch ausgewogen gestalten. Dies wird durch Ernährungsfachkräfte sichergestellt. Entscheidend ist, dass Gesundheitsdienstleister Eltern kompetent beraten und unterstützen, um eine ausgewogene Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern sicherzustellen.

Fazit für die Praxis

  • Die Ernährung in den ersten 1000 Tagen beeinflusst langfristig die Gesundheit, deshalb sollen Schwangeren, Stillenden, Säuglingen und Kleinkindern alle wichtigen Nährstoffe in ausreichender Menge zuführen.
  • Restriktive Diäten erfordern eine individuelle Abwägung von Nutzen und Risiken und werden nur bei gesicherter Diagnose empfohlen.
  • Säuglinge und Kleinkinder mit restriktiver Ernährung benötigen eine engmaschige medizinische und ernährungsfachliche Begleitung.
  • Kinderärztinnen und Kinderärzte spielen eine Schlüsselrolle in der Prävention, Diagnostik und Versorgung.

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

Die Angaben zum Interessenkonflikt orientieren sich am Formular des International Committee of Medical Journal Editors (ICMJE). C. Posovszky, N. Metzger und A.-S. Choudhury haben keinerlei Unterstützung für das vorliegende Manuskript erhalten. Sie erklären, dass für die letzten 36 Monate keinerlei Beziehungen, Tätigkeiten und Interessen offenzulegen sind, die mit dem Inhalt des Manuskripts in Zusammenhang stehen.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Unsere Produktempfehlungen

Monatsschrift Kinderheilkunde

Print-Titel

• Aktuelles, gesichertes Fachwissen aus allen Bereichen der Kinder- und Jugendmedizin

• Themenschwerpunkt und CME-Fortbildung – praxisnah und in jedem Heft  

• Konsensuspapiere und Handlungsempfehlungen: Wegweiser für gutes medizinisches Handeln

e.Med Interdisziplinär

Kombi-Abonnement

Für Ihren Erfolg in Klinik und Praxis - Die beste Hilfe in Ihrem Arbeitsalltag

Mit e.Med Interdisziplinär erhalten Sie Zugang zu allen CME-Fortbildungen und Fachzeitschriften auf SpringerMedizin.de.

Jetzt bestellen und im ersten Jahr 100 € sparen!

© Springer Medizin


e.Dent – Das Online-Abo der Zahnmedizin

Online-Abonnement

Mit e.Dent erhalten Sie Zugang zu allen zahnmedizinischen Fortbildungen und unseren zahnmedizinischen und ausgesuchten medizinischen Zeitschriften.

Weitere Produktempfehlungen anzeigen
download
DOWNLOAD
print
DRUCKEN
Titel
Ernährung und restriktive Diäten in den ersten 1000 Tagen
Verfasst von
Prof. Dr. med. Carsten Posovszky
Nathalie Metzger
Anjona-Schmidt Choudhury
Publikationsdatum
22.10.2025
Verlag
Springer Medizin
Schlagwörter
Ernährung
Pädiatrie
Erschienen in
Monatsschrift Kinderheilkunde / Ausgabe 12/2025
Print ISSN: 0026-9298
Elektronische ISSN: 1433-0474
DOI
https://doi.org/10.1007/s00112-025-02292-9
1.
Zurück zum Zitat Canani RB, Costanzo MD, Leone L et al (2011) Epigenetic mechanisms elicited by nutrition in early life. Nutr Res Rev 24:198–205CrossRefPubMed
2.
Zurück zum Zitat Fragkou PC, Karaviti D, Zemlin M et al (2021) Impact of Early Life Nutrition on Children’s Immune System and Noncommunicable Diseases Through Its Effects on the Bacterial Microbiome, Virome and Mycobiome. Front Immunol 12:
3.
Zurück zum Zitat Savarino G, Corsello A, Corsello G (2021) Macronutrient balance and micronutrient amounts through growth and development. Ital J Pediatr 47:109CrossRefPubMedPubMedCentral
4.
Zurück zum Zitat Beluska-Turkan K, Korczak R, Hartell B et al (2019) Nutritional Gaps and Supplementation in the First 1000 Days. Nutrients 11:
5.
Zurück zum Zitat Abou-Dakn M, Abu-Omar K, Alaze-Hagemann F et al (2024) Ernährung und Bewegung von Säuglingen und stillenden Frauen 2024. Monatsschrift Kinderheilkd
6.
Zurück zum Zitat Deutsche Gesellschaft für Ernährung (2025) Die DGE/ÖGE-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr sind die Basis für die praktische Umsetzung einer vollwertigen Ernährung
7.
Zurück zum Zitat Koletzko B, Dokoupil K, Koletzko S (2016) Gedeihstörung und Untergewicht bei kindlichen Erkrankungen. Monatsschrift Kinderheilkd 164:19–30CrossRef
8.
Zurück zum Zitat Kalhoff H, Lücke T, Kersting M (2019) Praktische Beratung und Betreuung bei vegetarischer Kinderernährung. Monatsschrift Kinderheilkd 167:803–812CrossRef
9.
Zurück zum Zitat Prell C, Koletzko B (2014) Restriktive Diäten. Monatsschrift Kinderheilkd 162:503–510CrossRef
10.
Zurück zum Zitat Klug A, Barbaresko J, Alexy U et al (2024) Update of the DGE position on vegan diet—Position statement of the German Nutrition Society (DGE). Ernahr Umsch 71:
11.
Zurück zum Zitat Meulenbroeks D, Otten E, Smeets S et al (2024) The Association of a Vegan Diet during Pregnancy with Maternal and Child Outcomes: A Systematic Review. Nutrients 16:
12.
Zurück zum Zitat Palma O, Jallah JK, Mahakalkar MG et al (2023) The Effects of Vegan Diet on Fetus and Maternal Health: A Review. Cureus 15:e47971PubMedPubMedCentral
13.
Zurück zum Zitat Rudloff S, Bührer C, Jochum F et al (2019) Vegetarian diets in childhood and adolescence. Mol Cell Pediatr 6:
14.
Zurück zum Zitat Plank R (2018) Sicherheit und Risiken vegetarischer und veganer Ernährung in Schwangerschaft, Stillzeit und den ersten Lebensjahren. Monatsschrift Kinderheilkd 167:22–35CrossRef
15.
Zurück zum Zitat Hovinen T, Korkalo L, Freese R et al (2021) Vegan diet in young children remodels metabolism and challenges the statuses of essential nutrients. EMBO Mol Med 13:e13492CrossRefPubMedPubMedCentral
16.
Zurück zum Zitat Weder S, Hoffmann M, Becker K et al (2019) Energy, Macronutrient Intake, and Anthropometrics of Vegetarian, Vegan, and Omnivorous Children (1–3 Years) in Germany (VeChi Diet Study). Nutrients 11
17.
Zurück zum Zitat Weder S, Keller M, Fischer M et al (2022) Intake of micronutrients and fatty acids of vegetarian, vegan, and omnivorous children (1–3 years) in Germany (VeChi Diet Study). Eur J Nutr 61:1507–1520CrossRefPubMed
18.
Zurück zum Zitat Werner LM, Mallan KM (2024) Associations between restrictive feeding practices and children’s dietary intake: Systematic review and meta-analyses. Appetite 200:
19.
Zurück zum Zitat Hilbig A, Alexy U, Drossard C et al (2011) GRETA: Ernährung von Kleinkindern in Deutschland. Aktuel Ernahrungsmed 36:224–231CrossRef
20.
Zurück zum Zitat Iwanska J, Pskit L, Strozyk A et al (2025) Effect of oral nutritional supplements administration on the management of children with picky eating and underweight: A systematic review and meta-analysis. Clin Nutr ESPEN 67:257–264CrossRefPubMed

Passend zum Thema

ANZEIGE

Digitale Gesundheitsanwendungen: Vorteile für Betroffene und Praxis

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) bieten zahlreiche Vorteile für Patientinnen und Patienten sowie für die behandelnden Ärzt*innen. Sie unterstützen bei der Aufklärung, Therapie und im Krankheitsmanagement, was zu einer verbesserten Patient*innenversorgung und effizienteren Abläufen in der Praxis führt.

ANZEIGE

Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) erkennen und abgrenzen

Das Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) ist eine komplexe Multisystemerkrankung, die durch eine Überaktivität von Mastzellen gekennzeichnet ist. Es ist wichtig, MCAS von anderen Mastzellaktivierungsstörungen wie der Mastozytose abzugrenzen. Erfahren Sie hier mehr über die Symptome und die diagnostischen Herausforderungen.

ANZEIGE

Erstattungsfähigkeit von Iberogast®: alle Infos auf einen Blick

Viele gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für rezeptfreie Arzneimittel wie Iberogast® Classic und Iberogast® Advance, sofern sie auf einem Grünen Rezept verordnet werden. In diesem Beitrag finden Sie eine praktische Übersicht und weiterführende Informationen dazu.

ANZEIGE

Ob jung, ob alt, Reizdarm und -magen gezielt therapieren

Erfahren Sie mehr über die gezielte Behandlung von Reizdarm und Reizmagen. Mit Expertenwissen von Prof. Dr. Madisch, Prof. Dr. Gerner und Prof. Dr. Labenz zu biopsychosozialen Konzepten und spezifischen Therapieansätzen auch für Kinder, Jugendliche und geriatrische Patienten.

Bayer Vital GmbH

Passend zum Thema

ANZEIGE

Risikogruppen schützen: Wie Zink das Immunsystem stärken kann

Wenn akute Atemwegsinfekte kursieren, gilt es Risikogruppen wie ältere und multimorbide Menschen vor langwierigen und schwerwiegenden Infekten zu schützen. Die Versorgung mit Zink spielt dabei eine zentrale Rolle. Was kann Zink leisten? Und was ist bei der Substitution zu beachten? Mehr >>

Passend zum Thema

ANZEIGE

Mikrobiom und Darmgesundheit im Fokus

Das Darmmikrobiom gewinnt zunehmend an Bedeutung– sowohl in der Forschung als auch in der ärztlichen Praxis. Erfahren Sie mehr über das Mikrobiom, mit Dysbiosen assoziierte Erkrankungen wie das Reizdarmsyndrom und Nahrungsmittelunverträglichkeiten sowie Ansätze zur Verbesserung der Darmgesundheit – für mehr Lebensqualität.

ANZEIGE

Postbiotika: Wie sie die Darmgesundheit fördern können

Bei der Fermentation zur Herstellung von Postbiotika werden In­haltsstoffe wie Vitamine, Polyphenole und andere sekundäre Pflanzenstoffe für den Körper besser verfügbar gemacht, während Antinährstoffe abgebaut werden. Zudem werden biogene Amine wie Spermin und Spermidin gebildet sowie wichtige kurzkettige Fettsäuren (SCFA) produziert.

ANZEIGE

Darmgesundheit – neu gedacht: Das Medibiom®-Programm

Medice hat einen besonderen Ansatz entwickelt, um Darmgesundheit zu fördern: Sie bietet Personen mit darmassoziierten Beschwerden, gereiztem Darm und Nahrungsmittelunverträglichkeiten ein ursachenorientiertes, synergistisches Programm zur praktischen Umsetzung einer gezielt darmgesunden Lebensweise an.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Aktuelle Empfehlungen: Expertenkonsensus zum B12-Mangel

Vitamin-B12-Mangel kann schwerwiegende Folgen haben, wenn er nicht rechtzeitig wirksam behandelt wird. Ein internationales Experten-Gremium hat daher ein Konsensus-Statement mit aktuellen Empfehlungen für das Management des Mangels in der Praxis erarbeitet.

Erfahren Sie mehr.

ANZEIGE

Unterschätztes Risiko: Vitamin-B12-Mangel durch Metfomin & PPI

Medikamente wie Metformin und Protonenpumpeninhibitoren (PPI) können einen folgenschweren Mangel an Vitamin B12 verursachen.

Lesen Sie hier, worauf bei der Langzeitmedikation zu achten ist.

ANZEIGE

Vitamin-B12-Mangel: Fatal verkannt!

Ein Vitamin-B12-Mangel wird aufgrund der vielfältigen Symptome oftmals erst nach Jahren diagnostiziert. Durch eine späte Therapie steigt das Risiko für schwerwiegende, teils irreversible Schäden.

Erfahren Sie hier, wie Sie den Mangel erkennen und wirksam behandeln können.

Die CME App von Springer Medizin

CME-Punkte sammeln leicht gemacht – Fortbildung, wann und wo Sie wollen

Die CME-App bietet einen schnellen Zugang zu über 500 zertifizierten medizinischen Fortbildungen aus Springer-Publikationen und deckt über 35 Fachbereiche ab. Sie gibt einen perfekten Überblick über das Kursangebot, ermöglicht einfaches Vormerken, Teilnehmen und CME-Punkte-Sammeln.
 

Laden im App Store        Laden bei Google Play

Mehr Infos
Bildnachweise
Ärztin zeigt Patientin etwas auf einem Smartphone/© Hero Images Inc. | Getty Images, Stethoskop auf einem Laptop liegend/© Song_about_summer | Adobe Stock, Mann sitzt am Laptop und nutzt einen Taschenrechner/© ldprod | Adobe Stock, Neuer Inhalt/© Bayer Vital GmbH (Iberogast®), Teaserbild OA Wörwag Zink/© Tondone | AdobeStock, Teaserbild Content Hub Mediom/© mi-viri | iStock , Teaserbild: Postbiotika: Wie die Darmgesundheit gefördert werden kann/© Sebastian Kaulitzki / fotolia.c, Person mit virtuellem Darm/© mi-viri | iStock, Person schreibt Vitamin B12/© Adobe Stock, Bunte Tabletten/© stock.adobe.com , Neuer Inhalt/© DimaSobko/ Colourbox.de, CME App