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03.04.2020 | Erratum | Ausgabe 10/2020

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 10/2020

Erratum zu: Anwendung von Arznei- und Nahrungsergänzungsmitteln im Kindes- und Jugendalter in Deutschland

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 10/2020
Autoren:
Hildtraud Knopf, Giselle Sarganas, Daniel Grams, Yong Du, MSc Dr. Christina Poethko‑Müller
Wichtige Hinweise
Die Online-Version des Originalartikels ist unter https://​doi.​org/​10.​1007/​s00103-019-03008-7 zu finden.

Zusammenfassung

Mit der Basiserhebung der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) von 2003 bis 2006 lagen erstmals bundesweit bevölkerungsbezogene Indikatoren zur Anwendung von Arzneimitteln (AM) und Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) für 0‑ bis 17-Jährige in Deutschland vor. Diese werden mit den Daten aus KiGGS Welle 2 (2014–2017) aktualisiert.
In KiGGS Welle 2 wurden Daten von 3462 Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren mittels eines standardisierten Interviews zur aktuellen Anwendung von AM/NEM in den letzten 7 Tagen erfasst. Für den zeitlichen Vergleich wurden die Daten Gleichaltriger aus der KiGGS-Basiserhebung (n = 14.679) genutzt.
In KiGGS Welle 2 hatten 36,4 % (95 %-KI 34,1–38,8) der 3‑ bis 17-Jährigen mindestens ein AM/NEM in den letzten 7 Tagen angewendet. Die Prävalenz war mit 46,5 % bei den 14- bis 17-Jährigen am höchsten und zwischen den Mädchen (M) und Jungen (J) signifikant verschieden (M.: 56,4 %, J.: 37,3 %). Nur bei den Mädchen zeigten sich signifikante Unterschiede nach Migrationshintergrund mit einer höheren Anwendungsprävalenz bei Mädchen ohne Migrationshintergrund. Am häufigsten wurden Präparate zur Behandlung des Respirationstraktes (M.: 14,5 %; J.: 15,1 %) angegeben, gefolgt von Varia (M.: 8,7 %; J.: 9,3 %) und Präparaten zur Behandlung des Muskel-Skelett-Systems (M.: 9,0 %; J.: 5,9 %). Im Vergleich zur KiGGS-Basiserhebung zeigte sich ein signifikanter Rückgang der Anwendungsprävalenz (46,4 % vs. 36,4 %). Dieser bezog sich vor allem auf die ATC-Klassen „N Nervensystem“ (7,5 % vs. 5,4 %), „J Antiinfektiva zur systemischen Anwendung“ (2,5 % vs. 1,4 %) und „H Systemische Hormonpräparate exkl. Sexualhormone u. Insuline“ (2,0 % vs. 1,1 %)“.
Die Ergebnisse beschreiben wesentliche Eckpunkte des Gebrauchs von AM/NEM unter Einschluss der Selbstmedikation für Kinder und Jugendliche in Deutschland. Sie bilden das Anwendungsverhalten ab und stellen eine wertvolle Ergänzung zu Verordnungsdaten dar.

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