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12.02.2019 | Hauptbeitrag

eSport „ist“ nicht Sport – eSport und Sport haben Bedeutungen

Eine sprachphilosophische Analyse anstelle von ontologischen Auseinandersetzungen

Zeitschrift:
German Journal of Exercise and Sport Research
Autor:
Prof. em. Dr. Dr. h.c. Klaus Willimczik

Zusammenfassung

Kein Problem hat denorganisierten Sport, die Sportwissenschaft und die Sportpolitik in der jüngsten Vergangenheit so beschäftigt wie die Frage, ob eSport bzw. eGaming Sport ist oder nicht. Dabei hat sich die Diskussion über die Position des DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) weitgehend auf einen Schlagabtausch mit apodiktischen Aussagen beschränkt. Auf sprachwissenschaftliche Voraussetzungen ist kaum eingegangen worden. Bezeichnend für den Diskussionsstand ist, dass bisher das Fehlen einer anerkannten Definition von Sport bemängelt wird, ohne sich kundig zu machen, ob dies überhaupt möglich, sinnvoll oder notwendig ist. Ziel des Beitrags ist zunächst eine Offenlegung der sprachlogischen Grundlagen für Definitionen bzw. die Zuschreibung von Bedeutungen allgemein, um dann mögliche Antworten auf die Fragen zum Verhältnis von eSport bzw. eGaming und Sport zur Diskussion zu stellen. Die adäquate Grundlage bilden die Philosophie der idealen und die der normalen Sprache sowie das erfahrungswissenschaftliche psychologisch-linguistische Prototypenmodell. Den Ansätzen ist gemeinsam, dass sie die Basis für Entscheidungen bieten, für welche Lebensbereiche die eSport-Frage mit Hilfe von Definitionen getroffen werden muss und für welche Lebensbereiche stattdessen auf die Alternative der Bedeutungszuschreibung im Rahmen der normalen Sprache zurückgegriffen werden kann. Eine Definition von Sport ist gerechtfertigt für rechtsfähige Organisationen wie den DOSB, während dieser Ansatz für die alltagssprachliche Welt und z. B. auch für die Gegenstandsbeschreibung der Sportwissenschaft nicht angemessen erscheint. In dem Beitrag werden in historischer und in systematischer Perspektive Merkmale bzw. Bedeutungen des Sports zur Diskussion gestellt, auf die sowohl für die normative Definition der Sportorganisationen als auch für die Alltagssprache zurückgegriffen werden kann.

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