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24.04.2020 | Originalien

Etablierung eines adaptierbaren Akutschmerzmodells zur Induktion nozizeptiver Stimuli definierter Intensität und Dauer mittels thermischer Reize

Zeitschrift:
Der Schmerz
Autoren:
P. Lüke, B. Luchting, E. Kraft, S. C. Azad

Zusammenfassung

Hintergrund

In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Akutschmerzmodelle zur Erforschung pathophysiologischer Mechanismen von Schmerzen und Validierung von Therapieverfahren beschrieben. Bedingt durch individuelle Fragestellungen der einzelnen Studien fehlen häufig standardisierte Protokolle, sodass die erlangten Forschungsergebnisse nur eingeschränkt vergleich- und reproduzierbar sind. Die Übertragbarkeit erworbener Erkenntnisse auf klinischen Schmerz ist durch die überwiegend kurzen Versuchsdauern der bereits etablierten Modelle begrenzt.

Methodik

Ziel der hier beschriebenen Studie war die Erstellung eines standardisierten Protokolls eines Akutschmerzmodells, das mittels eines Geräts zur quantitativen sensorischen Testung (QST) nozizeptive thermische Stimuli definierter Intensität und variabler Versuchsdauer induziert. Es erfolgte ein größtmöglicher Ausschluss von Einflussfaktoren auf die Schmerzwahrnehmung. Um die Gefahr thermischer Hautschäden zu reduzieren, wurde eine Capsaicincreme im Versuchsareal appliziert, die zu einer deutlichen Erhöhung der empfundenen Schmerzintensität von Hitzestimuli führte.

Ergebnisse

Aus vorab durchgeführten Versuchen zu thermischen Schmerzschwellen und zeitlichen Aspekten der Schmerzadaptation konnten die Parameter für Stimuluslängen und Thermodentemperaturen für ein Hitze- und Kälteschmerzmodell abgeleitet werden. Das hier etablierte Verfahren konnte über eine variable Zeitdauer signifikante Hitze- und Kälteschmerzreize induzieren, die im Durchschnitt von den Versuchsteilnehmern mit einer Schmerzintensität von NRS ≥ 6 bewertet wurden. Es kam bei 30 Probanden zu keinem durch Intoleranz bedingten Versuchsabbruch.

Schlussfolgerung

Das hier etablierte Akutschmerzmodell zeichnet sich durch die Induktion thermischer Schmerzstimuli definierter Intensität und variabler Dauer aus und verursacht keine signifikanten Gewebeschäden. Das Verfahren wurde von allen Versuchsteilnehmern toleriert und ist durch die Verwendung eines Geräts zur quantitativen sensorischen Testung leicht zu etablieren.

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