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14.09.2016 | Ethik in der Onkologie | Ausgabe 11/2016

Der Onkologe 11/2016

Ethische Analyse lebensverlängernder Behandlungen

Zum Schutz der Selbstbestimmung und zum Schutz vor Übertherapie

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 11/2016
Autoren:
Dr. phil. K. Mehlis, Prof. Dr. med. Dr. phil. E. C. Winkler

Zusammenfassung

Hintergrund

Mit der Zunahme der Behandlungsoptionen gewinnen aktive Entscheidungen gegen lebensverlängernde Maßnahmen an Bedeutung. Gerade bei Patienten im fortgeschrittenen Stadium einer Tumorerkrankung sind solche Entscheidungen wichtig, um eine Übertherapie am Lebensende zu verhindern. Sie sind jedoch häufig für Patienten und ihr behandelndes Team mit emotionalen, kommunikativen und ethischen Herausforderungen verbunden.

Ziel der Arbeit

Die Rechtfertigung von und der Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen werden beim einwilligungsfähigen und nichteinwilligungsfähigen Patienten aus medizinethischer Sicht begründet. Insbesondere wird auf die Bedeutung einer vorausschauenden Behandlungsplanung sowie einer gemeinsamen Entscheidungsfindung verwiesen. Es werden Lösungsansätze zur Verbesserung der Situation im klinischen Alltag vorgestellt, um Patientenpräferenzen in Erfahrung zu bringen und diesen ethisch verantwortungsvoll zu begegnen.

Material und Methoden

Anhand vorhandener Literatur und eigener Daten werden medizinethische Überlegungen für die Begrenzung lebensverlängernder Behandlung vorgestellt.

Ergebnisse und Schlussfolgerung

Studien belegen, dass frühzeitige Gespräche mit Patienten zur Planung der letzten Lebensphase deren Lebensqualität verbessern und ihnen eine realistischere Einschätzung ihrer Erkrankungssituation ermöglichen. Die Kenntnis der Patientenpräferenzen ist überdies Voraussetzung für gemeinsame Entscheidungen zur Therapieintensität am Lebensende. Während es für nicht mehr einwilligungsfähige Patienten mittlerweile eine klare Vorgabe zur Ermittlung ihres Willens gibt, fehlt es an einem vergleichbaren Standard für einwilligungsfähige Patienten. Derzeit werden Entscheidungen gegen lebensverlängernde Maßnahmen häufig zu spät oder gar nicht mit dem Patienten besprochen.

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Literatur
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