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05.12.2016 | Originalien | Ausgabe 8/2017

Der Ophthalmologe 8/2017

Evaluation von Korrekturformeln für die Tonometrie

Die Goldmann-Applanationstonometrie in Annäherung zur dynamischen Contour-Tonometrie

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 8/2017
Autoren:
J. Wachtl, M. Töteberg-Harms, S. Frimmel, FEBO PD Dr. C. Kniestedt

Zusammenfassung

Hintergrund

Die exakte Bestimmung des Augendrucks (IOD) ist für das Management des Glaukoms essenziell. Die Applanationstonometrie nach Goldmann (GAT) ist bis heute Goldstandard zur IOD-Messung, jedoch aufgrund ihres Prinzips von den Eigenschaften der Hornhaut abhängig. Das Wissen um die Ungenauigkeit der GAT war Anlass für die Entwicklung verschiedener Korrekturformeln.

Ziel der Arbeit

Ziel der Studie war die objektive Evaluation von 5 Korrekturformeln der GAT mit Beurteilung von Genauigkeit und klinischer Relevanz.

Material und Methoden

Prospektive Studie mit 112 Glaukompatienten. Messung des IOD in randomisierter Reihenfolge mittels GAT und dynamischer Contour-Tonometrie (DCT) und Anwendung der 5 Korrekturformeln. Primärer Studienendpunkt: Beurteilung der Konkordanz der korrigierten Druckwerte mit der DCT-Messung. Eine Druckdifferenz von ≥2 mmHg galt als klinisch signifikant. Sekundärer Studienendpunkt: Assoziation zwischen Diskordanz und Hornhautdicke (CCT).

Ergebnisse

Die Patienten (60 % weiblich; 56 % OS) waren durchschnittlich 66 ± 13 Jahre alt. Der mittlere IOD war 17,0 mmHg mit GAT und 20,3 mmHg mit DCT. Die mittlere Diskordanz zwischen GAT und DCT betrug 3,3 mmHg. Die korrigierten Druckwerte ergaben Diskordanzen zwischen 2,7 und 5,4 mmHg. Die CCT korrelierte positiv mit den korrigierten Diskordanzen und negativ mit der unkorrigierten Differenz DCT und GAT.

Diskussion

Die Anwendung von Korrekturformeln sollte vermieden werden. Dies zeigt die erhebliche Streuung, welche alle untersuchten Korrekturformeln verursachten, sowie die fehlende Annäherung an den DCT-Wert. Die Korrektur zu tieferen Druckwerten widerspricht einer sinnvollen Korrektur und birgt umso mehr das Risiko einer verpassten Diagnosestellung des Glaukoms.

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