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01.03.2004 | Intensivmedizin | Ausgabe 3/2004

Der Anaesthesist 3/2004

Evidenz-basierte Intensivmedizin

Praxis, Nutzen und Bedeutung

Zeitschrift:
Der Anaesthesist > Ausgabe 3/2004
Autoren:
Dr. J. Graf, U. Janssens

Zusammenfassung

Der Terminus „Evidenz-basierte Medizin“ beschreibt den Prozess der klinischen Entscheidungsfindung im Sinne einer optimalen und patientenzentrierten Therapieentscheidung. Die Evidenz-basierte Medizin beruht auf der Anwendung rational begründbarer Therapieprinzipien im Gegensatz zur intuitiven Therapie. Nicht alle publizierten Artikel sind gleichermaßen als Grundlage einer Evidenz-basierten Medizin geeignet. Nicht wenige Arbeiten enthalten Daten von unzureichender methodischer Qualität, um die eigene Therapieentscheidung zu beeinflussen. Deshalb ist eine kritische und strukturierte Auseinandersetzung mit der Literatur unabdingbar. Der Prozess der Evidenz-basierten Medizin und deren Umsetzung in die tägliche intensivmedizinische Praxis werden im folgenden Artikel detailliert dargestellt. Neben der kritischen Datenanalyse verlangt die Evidenz-basierte Medizin auch eine abschließende Beurteilung der Ergebnisqualität. Diese kann anhand von Surrogatparametern (Organversagen, Ressourcennutzung oder Lebensqualität) sowie der Gesamtsterblichkeit der Patienten evaluiert werden. Erst die Integration des eigenen Wissens und die ausreichende Kenntnis und Bewertung der aktuellen Literatur lassen die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse in eine erfolgreiche Therapie münden.

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