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01.09.2009 | Leitthema | Ausgabe 9/2009

Der Nervenarzt 9/2009

Evidenzbasierte Psychotherapie

Sucht und Persönlichkeitsstörung als Komorbidität

Zeitschrift:
Der Nervenarzt > Ausgabe 9/2009
Autoren:
Dr. T. Kienast, E. Roediger, M. Kensche, J. Foerster, I. Daig, A. Heinz

Zusammenfassung

Eine größere Anzahl von Untersuchungen hat gezeigt, dass die Anwendung verschiedener psychotherapeutischer Verfahren den Verlauf von Abhängigkeitserkrankungen und Persönlichkeitsstörungen bei ihrer getrennten Behandlung günstig beeinflusst. Nicht selten besteht jedoch eine Komorbidität der Betroffenen mit beiden Störungen. Hier führt ein zeitlich versetzter Behandlungsansatz oft zum Wiederaufflammen der Symptomatik der erstbehandelten Erkrankung. Weiterhin tragen Störungen der Abstinenzmotivation, ein ausgeprägtes Suchtmittelverlangen und die Aktivierung dysfunktionaler Verhaltensschemata zu wiederholtem Suchtmittelkonsum bei und gefährden so den Verlauf der gesamten Behandlung. Nur wenige Verfahren wurden bisher auf Ihre Wirksamkeit bei der simultanen Behandlung beider Störungskategorien geprüft. So gibt es bisher lediglich für die dialektisch-behaviorale Therapie und die Dual-Fokus-Schema-Therapie Wirksamkeitsnachweise. Dieser Artikel fasst den aktuellen Wissensstand zusammen und stellt die beiden Verfahren und ihre Kernstrategien vor.

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