Früherkennung des Zervixkarzinoms
- 07.06.2016
- Exfoliativzytologie
- Leitthema
- Verfasst von
- Dr. med. Susanne Schüler-Toprak
- Prof. Dr. med. Olaf Ortmann
- Erschienen in
- Die Onkologie | Ausgabe 8/2016
Zusammenfassung
Hintergrund
Seit 1971 existiert in Deutschland ein opportunistisches Früherkennungsprogramm für Zervixkarzinome, wodurch die Inzidenz und Mortalität dieser Erkrankung um 75 % verringert werden konnte. Nun fordert die aktuelle europäische Leitlinie die Einführung eines organisierten Screeningprogramms.
Fragestellung
Ab 2018 soll ein organisiertes HPV-Test-basiertes Screening mit Zytologie-Triage eingeführt werden. Die Hintergründe dieser Entscheidung sollen beleuchtet und die Studien, die zur Entscheidungsfindung beigetragen haben, vorgestellt werden.
Ergebnisse und Diskussion
Die existierenden Daten zeigen eine höhere Sensitivität eines HPV-basierten Zervixkarzinomscreenings im Vergleich zu einem zytologiebasierten Programm. Insgesamt stellt ein HPV-Test-basiertes Screening ein einfaches, verlässliches und objektives Verfahren dar. Durch die höhere Sensitivität und den hohen negativen prädiktiven Wert eines HPV-Tests kann außerdem das Screeningintervall erweitert werden. Allerdings muss auf eine mögliche Übertherapie von mittelgradigen Dysplasien hingewiesen werden.
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- Titel
- Früherkennung des Zervixkarzinoms
- Verfasst von
-
Dr. med. Susanne Schüler-Toprak
Prof. Dr. med. Olaf Ortmann
- Publikationsdatum
- 07.06.2016
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
- Erschienen in
-
Die Onkologie / Ausgabe 8/2016
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00761-016-0050-4
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